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Urteil Kantonsgericht (SZ)

Kopfdaten
Kanton:SZ
Fallnummer:ZK1 2020 4
Instanz:Kantonsgericht
Abteilung:
Kantonsgericht Entscheid ZK1 2020 4 vom 13.10.2020 (SZ)
Datum:13.10.2020
Rechtskraft:
Leitsatz/Stichwort:Anfechtungsklage
Schlagwörter : Grundstück; Grundstücke; Klagt; Klagte; Beklagten; Recht; Urteil; Pfändung; Betreibung; Vi-KB; Vorinstanz; Partei; Übertragung; SchKG; Schuldner; Gläubiger; Beruf; Grundstücks; Verfügung; Verfahren; Berufung; Urteil; Angef; Läge; Eigentum; Grundstücken; Betreibungsamt
Rechtsnorm:Art. 960 ZGB ; Art. 292 StGB ; Art. 123 ZPO ; Art. 292 SchKG ; Art. 114 SchKG ; Art. 288 SchKG ; Art. 115 SchKG ; Art. 149 SchKG ;
Referenz BGE:89 IV 77; 108 III 15; 135 III 276; 135 III 517; 137 III 268;
Kommentar zugewiesen:
Weitere Kommentare:
Entscheid
ZK1 2020 4 - Anfechtungsklage
Urteil vom 13. Oktober 2020
ZK1 2020 4


Mitwirkend
Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann,
Kantonsrichter Pius Schuler, Josef Reichlin,
lic. iur. Jeannette Soro und Clara Betschart,
Gerichtsschreiber lic. iur. Claude Brüesch.


In Sachen
A.________,
Beklagte und Berufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. C.________,
2. D.________,
3. E.________,
4. F.________,
5. G.________,
6. H.________,
Kläger und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt I.________,


betreffend
Anfechtungsklage
(Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 11. Dezember 2019, ZEO 2018 71);-

hat die 1. Zivilkammer,

nachdem sich ergeben:
A. a) Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 19. Mai 1998 übertrug J.________ seinem Sohn O.________ ein Wohnhaus mit Stall (GB xx) und eine Scheune (GB yy) zu Eigentum (Vi-KB 7).
Am ________ verstarb J.________. Als Erben hinterliess er sechs Söhne und eine Tochter. Gemäss Todesfallinventaraufnahme vom 8. August 2007 hinterliess der Erblasser Aktiven von Fr. 31'997.00 und Passiven von Fr. 13'640.00 sowie Todesfallkosten von ca. Fr. 20'000.00.
Mit Schreiben vom 29. Februar 2008 teilten die Kläger O.________ mit, dass die am 19. Mai 1998 erfolgte Übertragung der Grundstücke GB xx und GB yy gemischte Schenkungen darstellen würden und er diese im Nachlass seines Vaters auszugleichen haben werde (Vi-KB 8).
b) Am 18. Juli 2008 stellten die Kläger beim Vermittleramt Sattel gegen O.________ ein Sühnebegehren betreffend Erbteilung/Herabsetzung
(Vi-KB 10), worauf O.________ am 18. September 2008 die Hälfte des Grundeigentums an den Grundstücken GB xx und GB yy an seine Ehefrau A.________ (Beklagte) übertrug (Vi-KB 5). Daher ordnete der Einzelrichter am Bezirksgericht Schwyz auf Gesuch der Kläger vom 27. August 2009 mit Verfügung vom 31. August 2009 superprovisorisch eine Grundbuchsperre über die Grundstücke GB xx und GB yy an (Vi-KB 22). Der Einzelrichter hiess die dagegen vom Beklagten am 9. September 2009 erhobene Einsprache mit Verfügung vom 12. Januar 2010 gut und wies das Grundbuchamt Goldau an, die vorgenommene Anmerkung der Grundbuchsperre wieder zu löschen
(Vi-KB 23). Am 2. Juli 2010 übertrug O.________ die zweiten Hälften der Grundstücke GB xx und GB yy an die Beklagte (Vi-KB 6).
Nachdem die Kläger gegen ihren Bruder O.________ am 21. November 2008 beim Bezirksgericht Schwyz Klage betreffend Herabsetzung/Ausgleichung, Erbteilung einreichten und das Bezirksgericht Schwyz am 6. Juli 2011 das Urteil fällte, stellte das Kantonsgericht im zweiten Rechtsgang mit Urteil
ZK1 2013 33 vom 9. Juni 2015 insbesondere fest, dass O.________ jedem der sechs übrigen Erben (den Klägern des vorliegenden Verfahrens) je Fr. 68‘005.45 auszubezahlen habe (Vi-KB 3, S. 2, 6 f. und 57 f.). Die von O.________ am 17. August 2015 gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 27. März 2017 ab (Vi-KB 11).
c) Am 26. Juni 2015 leiteten die Kläger gegen O.________ beim Betreibungsamt Sattel je die Betreibung ein und forderten unter anderem jeweils Fr. 68‘005.45 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 2015 gemäss Urteil des Kantonsgerichts Schwyz vom 9. Juni 2015 und je Fr. 4‘449.90 Parteientschädigung gemäss Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 6. Juli 2011 (Vi-KB 12a). O.________ erhob gegen die entsprechenden am 29. Juni 2015 ausgestellten Zahlungsbefehle des Betreibungsamtes Sattel keinen Rechtsvorschlag, weshalb die Kläger je am 22. Juli 2015 das Begehren um Fortsetzung der Betreibung stellten (Vi-KB 13 f.). Im Rahmen des Pfändungsverfahrens konnte weder pfändbares Vermögen noch künftiges Einkommen gepfändet werden, weshalb die Betreibungen je mit einem Pfändungsverlustschein vom 26. Juni 2018 endeten (Vi-KB 4).
d) Mit Beschluss vom 7. Juni 2016 bestätigte das Kantonsgericht die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz vom 22. Dezember 2015, worin diese das Grundbuchamt Goldau anwies, auf den im Eigentum der Beklagten stehenden Grundstücken GB xx und GB yy eine Verfügungsbeschränkung i.S.v. Art. 960 ZGB definitiv einzutragen (Vi-KB 15 f.).
e) Am 6. Mai 2016 wurde die Ehe zwischen der Beklagten und O.________ geschieden (Vi-act. 38, S. 31 Frage 105).
B. Nach erfolgloser Durchführung der Schlichtungsverhandlung vom 21. August 2018 machten die Kläger mit Einreichung der Klagebewilligung am 19. September 2018 beim Bezirksgericht Schwyz eine Anfechtungsklage (Absichtspauliana) anhängig mit folgenden Rechtsbegehren (Vi-act. 1):
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, das Grundstück Nr. xx sowie das Grundstück Nr. yy zurückzugeben, eventuell zur Hälfte bzw. im Umfang des hälftigen Eigentums, zurückzugeben, und die Pfändung (ev. die Pfändung des hälftigen Miteigentumsanteils) dieser Grundstücke in den Betreibungen der Kläger gegen O.________ Betreibungen Nummern zz, ww, vv, uu, tt, ss, rr des Betreibungsamts Sattel, Zahlungsbefehle vom 02.07.2015, zu dulden. Das Betreibungsamt Sattel sei anzuweisen, diese Betreibungen unter Einbezug der Grundstücke Nr. xx und Nr. yy, weiterzuführen.
2. Die vorsorglich erlassene Verfügungsbeschränkung über die Grundstücke Nr. xx und Nr. yy im Sinne von Art. 960 ZGB gemäss Verfügung der Einzelrichterin des Bezirkes Schwyz vom 22.12.2015 im Verfahren ZES 2015 586 sei bis zum Pfändungsvollzug der beiden Grundstücke Nr. xx und Nr. yy bzw. bis zur Mitteilung der Pfändung dieser Grundstücke an das Grundbuchamt durch das Betreibungsamt (in den Betreibungen Nummern zz, ww, vv, uu, tt, ss, rr des Betreibungsamts Sattel, Zahlungsbefehle vom 02.07.2015), d.h. über die Rechtskraft des Entscheides der Anfechtungsklage hinaus, anzuordnen, bzw. zu verlängern.
3. Es sei der Beklagten im Sinne von Art. 262 Abs. 1 lit. a ZPO, unter Androhung von Strafe gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfalle, vom Gericht zu verbieten, die Grundstücke Nr. xx und Nr. yy zu verändern oder zu veräussern und zwar über die Rechtskraft des Entscheides der Anfechtungsklage hinaus bis zum Pfändungsvollzug der beiden Grundstücke Nr. xx und Nr. yy bzw. bis zur Mitteilung der Pfändung dieser Grundstücke an das Grundbuchamt durch das Betreibungsamt (in den Betreibungen Nummern zz, ww, vv, uu, tt, ss, rr des Betreibungsamts Sattel, Zahlungsbefehle vom 02.07.2015).
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten.
Die Beklagte trug mit Klageantwort vom 17. Dezember 2018 auf Abweisung der Klage sowie Aufhebung der vorsorglich erlassenen Verfügungsbeschränkung über die Grundstücke Nr. xx und Nr. yy gemäss Verfügung des Bezirksgerichts Schwyz vom 22. Dezember 2015 (Verfahren ZES 2015 586) an, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Kläger (Vi-act. 16).
Nach Durchführung des Verfahrens erkannte das Bezirksgericht Schwyz mit Urteil vom 11. Dezember 2019 Folgendes:
1. a) Die Übertragung der beiden Miteigentumshälften an den Grundstücken GB xx sowie GB yy vom 2. Juli 2010 vom Schuldner O.________ an die Beklagte wird für anfechtbar erklärt.
b) Die Beklagte wird verpflichtet, die Pfändung der Grundstücke GB xx sowie GB yy in den Betreibungen der Kläger gegen O.________ Betreibungen Nummern zz bis rr des Betreibungsamts Sattel, Zahlungsbefehle vom 2. Juli 2015, als Ganzes zu dulden. Zur Befriedigung der klägerischen Betreibungsforderungen darf nur die Hälfte des Verwertungserlöses einbezogen werden. Die andere Hälfte des Verwertungserlöses verbleibt bei der Beklagten.
2. Die vorsorglich erlassene Verfügungsbeschränkung über die Grundstücke GB xx und GB yy im Sinne von Art. 960 ZGB gemäss Verfügung der Einzelrichterin des Bezirkes Schwyz vom 22. Dezember 2015 im Verfahren ZES 2015 586 wird bis zur Vormerkung der Pfändung im Grundbuch verlängert.
3. Das Verbot gemäss Dispositiv-Ziffer 2 der Verfügung vom 22. Dezember 2015, die Grundstücke GB xx und GB yy unter Androhung von Busse gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall zu verändern, zu belasten oder zu veräussern, wird bis zur Mitteilung der Pfändung der Grundstücke GB xx und GB yy durch das Betreibungsamt an das Grundbuchamt verlängert.
4. Die Gerichtskosten, bestehend aus der Entscheidgebühr von Fr. 10'000.00 (exkl. Kosten des Schlichtungsverfahrens), werden der Beklagten auferlegt. Vorbehalten bleibt Ziff. 7 nachfolgend.
Die Bezirksgerichtskasse wird angewiesen, den Klägern die von ihnen geleisteten Kostenvorschüsse von je Fr. 4'000.00 gestützt auf Art. 122 Abs. 1 lit. c ZPO vollumfänglich zurückzuerstatten.
5. Die Gerichtskosten aus dem Verfahren ZES 2015 586 (vorsorgliche Massnahmen) im Betrag von Fr. 2'400.00 werden endgültig der Beklagten auferlegt. Die Beklagte wird entsprechend verpflichtet, den Klägern den Betrag von Fr. 2'400.00 direkt zu ersetzen.
6. Die Beklagte wird verpflichtet, den Klägern eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 14'122.70 (inklusive Entschädigung aus dem Verfahren ZES 2015 586 von Fr. 1'000.00) zu bezahlen.
7. Es wird Vormerk genommen, dass mit Verfügung vom 25. Januar 2019 das Gesuch der Beklagten um unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwältin P.________ als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt wurde.
a) Die Gerichtskosten von Fr. 10'000.00 gemäss Dispositiv-Ziff. 4 gehen einstweilen zulasten der Gerichtskasse.
b) Die unentgeltliche Rechtsbeiständin der Beklagten, Rechtsanwältin P.________, wird aus der Gerichtskasse mit Fr. 12'779.55 (inkl. Auslagen und MwSt) entschädigt.
c) Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO.
8. [Rechtsmittel.]
9. [Zustellung.]
C. Gegen dieses Urteil erhob die Beklagte am 27. Januar 2020 fristgerecht Berufung mit folgenden Rechtsbegehren (KG-act. 1):
1. Der Entscheid des Bezirksgerichts Schwyz des Kantons Schwyz vom 11. Dezember 2019 (Verfahrens-Nr.: ZEO 2018 71) sei vollumfänglich aufzuheben und die folgenden vor erster Instanz gestellten Rechtsbegehren seien vollumfänglich gutzuheissen:
1.1 Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
1.2 die vorsorglich erlassene Verfügungsbeschränkung über die Grundstücke Nr. xx und Nr. yy gemäss Verfügung des Bezirksgerichts Schwyz vom 22. Dezember 2015 (Verfahrens-Nr. ZES 2015 586) sei aufzuheben.
1.3 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. 7.7 % MwSt.) zu Lasten der Kläger.
2. Eventualiter sei der Entscheid des Bezirksgerichts Schwyz des Kantons Schwyz vom 11. Dezember 2019 (Verfahrens-Nr.: ZEO 2018 71) aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur Neuentscheidung im Sinne der Erwägungen des Berufungsentscheids zurückzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zu Lasten der Berufungsbeklagten.
In prozessualer Hinsicht beantragte die Beklagte, gemäss separater Eingabe (KG-act. 2) sei ihr für das Berufungsverfahren vor Kantonsgericht die unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsverbeiständung in der Person der Unterzeichnenden zu bewilligen.
Mit Berufungsantwort vom 2. März 2020 trugen die Kläger auf Abweisung der Berufung an, soweit auf diese eingetreten werden könne, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten (KG-act. 7).
Mit Eingabe vom 6. Mai 2020 teilte Rechtsanwältin P.________ dem Vorsitzenden mit, dass sie das Mandat der Beklagten mit sofortiger Wirkung niedergelegt habe, weil sie die Anwaltskanzlei Q.________ per 30. Juni 2020 verlassen und sich aus dem Anwaltsregister des Kantons Zug austragen lassen werde (KG-act. 9). Am 30. Juni 2020 liess sie dem Vorsitzenden die gleichentags datierte Abtretungserklärung zukommen, worin sie alle Forderungen, welche aus dem Mandat mit der Beklagten entstanden seien, formell an Rechtsanwalt B.________ abtrete (KG-act. 13 und 13/1).
Auf die Vorbringen der Parteien wird – soweit für die Berufung erforderlich – in den Erwägungen Bezug genommen;-


in Erwägung:
1. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass die zweijährige Anfechtungsfrist nach Art. 292 Ziff. 1 SchKG (diese Frist beträgt seit 1. Januar 2020 drei Jahre [AS 2018 5343]) nicht verjährt sei. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, weil die Pfändungsverlustscheine vom 26. Juni 2018 datieren würden (Vi-KB 4) und die Kläger das Schlichtungsverfahren am 3. Juli 2018 (Vi-KB 17, S. 4) rechtshängig gemacht hätten, sei die Anfechtungsfrist gemäss Art. 292 SchKG grundsätzlich gewahrt (angef. Urteil, E. 2.3.1 S. 8). Aus dem Umstand, dass die Pfändung bei O.________ bereits am 27. August 2015 durchgeführt, die als Verlustschein geltende Pfändungsurkunde aber erst am 26. Juni 2018 ausgestellt worden sei und das Betreibungsamt somit die Ordnungsvorschrift von Art. 114 SchKG nicht eingehalten habe, vermöge die Beklagte nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Denn zum einen diene Art. 114 SchKG dem Schutz des Gläubigers. Zum anderen verletze eine verspätete Zustellung der Pfändungsurkunde an den Schuldner weder öffentliche noch Drittinteressen und bewirke deshalb keine Nichtigkeit der Betreibungshandlung. Weder die Gläubiger (Kläger) noch der Schuldner (O.________) hätten sich jemals über eine verspätete Zustellung der Pfändungsurkunde beschwert. Die Beklagte müsse sich die fehlende Beschwerde von O.________ anrechnen lassen, weshalb sie mit der Einrede der verspäteten Zustellung der Pfändungsurkunde ausgeschlossen sei (angef. Urteil, E. 2.3.2.3 und 2.3.2.4 S. 9). Zudem legte die Vorinstanz dar, weshalb nachvollziehbar erscheine, dass das Betreibungsamt Sattel es unterlassen habe, vor Eintritt der Rechtskraft des Erbteilungsprozesses der Kläger gegen O.________ in der Sache weitere Betreibungshandlungen, insbesondere auch die Zustellung der Pfändungsurkunde, vorzunehmen (angef. Urteil, E. 2.3.2.4 S. 9 f.).
a) Die Beklagte bringt vor, aus dem von der Vorinstanz zitierten BGE 89 IV 77 gehe lediglich hervor, dass eine Nichtzustellung der Abschrift an den Schuldner weder öffentliche noch dritte Interessen verletze, also keine Nichtigkeit zur Folge habe. Vorliegend sei die Pfändungsurkunde aber den Gläubigern in rechtswidriger Weise nicht zeitnah zugestellt worden. Zudem seien in casu sowohl öffentliche als auch Interessen Dritter massiv verletzt worden. Einerseits habe die Umgehung der gesetzlichen Verjährungsfristen eine grosse Rechtsunsicherheit ausgelöst. Andererseits habe die Beklagte ein Interesse daran, dass Betreibungshandlungen sowie Handlungen von Gläubigern rechtskonform vorgenommen würden. Zufolge der fehlenden Parteistellung habe sie aber keine Möglichkeit gehabt, von der Pfändungsurkunde Kenntnis zu erlangen und gegen das rechtswidrige Vorgehen des Betreibungsamtes vorzugehen. Daher sei es rechtswidrig, wenn ihr das Verhalten der Gläubiger und Schuldner angerechnet würde. Die Pfändungsurkunde vom 26. Juni 2018 sei nichtig. Die Begründung der Vorinstanz, wonach aufgrund laufender Erbteilungsprozesse das Betreibungsamt mit der Zustellung der Pfändungsurkunde habe zuwarten wollen, sei eine reine Vermutung und entspreche nicht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, gemäss welcher eine rechtswidrige Handlung des Betreibungsamtes vorliege (KG-act. 1, S. 5-7 N 12-16).
Die Kläger wenden ein, die Ordnungsvorschrift nach Art. 114 SchKG diene einzig den Interessen der Gläubiger (Kläger). Die Nichtigkeit der Betreibungshandlung laufe vorliegend aber diesen Interessen zuwider bzw. die Nichtigkeit läge einzig im Interesse der Beklagten. Überdies sei die Beklagte von dieser Vorschrift gar nicht betroffen. Art. 114 SchKG beziehe sich einzig auf das Verfahren vor der paulianischen Anfechtung i.S.v. Art. 288 SchKG, in welchem die Beklagte nicht Partei gewesen sei resp. habe sein können, und tangiere die Interessen Dritter i.S.v. Bereicherten nach Art. 288 SchKG nicht, weil die fünfjährige Anfechtungsfrist mit dem Tage des Pfändungsvollzugs resp. nicht mit der Zustellung der Pfändungsurkunde beginne. Daher könnten keine Interessen Dritter (Beklagte) betroffen sein. Da O.________, sein Beistand und sein Rechtsbeistand auf die Geltendmachung verzichtet hätten, wäre die Berufung auf eine angebliche Nichtigkeit rechtsmissbräuchlich und würde gegen Treu und Glauben verstossen. Somit liege weder eine nichtige Handlung des Betreibungsamtes vor noch sei die Beklagte legitimiert, eine allfällige Nichtigkeit geltend zu machen. Die Vorinstanz habe aus gerichtsnotorischen Gründen gewusst, dass die verzögerte Zustellung der Pfändungsurkunde nachvollziehbar gewesen sei, da die Betreibungen bis vor Bundesgericht angefochten, mehrfach sistiert worden und ebenfalls vor erster Instanz und Kantonsgericht hängig gewesen seien (KG-act. 7, S. 7-11).
b) Vorweg ist festzustellen, dass die Beklagte einräumt, die Nichtzustellung der Abschrift der Pfändungsurkunde an den Schuldner verletze keine öffentlichen Interessen oder Interessen Dritter und habe keine Nichtigkeit (der Betreibung und des Verlustscheins) zur Folge (KG-act. 1, S. 5 f. N 12). Ausserdem entspricht dies der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 89 IV 77 E. I.4.g S. 81; in diesem Entscheid führte das Bundesgericht weiter aus, eine solche Unterlassung gäbe dem Schuldner nur das Recht, beim Betreibungsamt oder auf dem Beschwerdeweg die nachträgliche Zustellung einer Abschrift der Pfändungsurkunde zu verlangen).
c) Das Betreibungsamt stellt den Gläubigern und dem Schuldner nach Ablauf der 30-tägigen Teilnahmefrist unverzüglich eine Abschrift der Pfändungsurkunde zu (Art. 114 SchKG). Ist kein pfändbares Vermögen vorhanden, erhält gemäss Art. 115 SchKG der Gläubiger eine Abschrift der Pfändungsurkunde als Verlustschein im Sinne von Art. 149 SchKG (Jaeger/Walder/Kull, SchKG, 5. A., 2006, N 2 zu Art. 114 SchKG). Es wird keine Teilnahmefrist ausgelöst und das Betreibungsamt kann nicht 30 Tage mit der Zustellung der Pfändungsurkunde zuwarten, sondern hat sie zügig zuzustellen, sobald die Höhe des Verlustes feststeht (Art. 149 Abs. 1bis SchKG), damit der Gläubiger seine Rechte aus dem Verlustschein (Art. 149 Abs. 2 und 3 SchKG) sobald als möglich wahrnehmen kann. Wenn das Betreibungsamt die Pfändungsurkunde bspw. erst sechs Monate nach dem Pfändungsvollzug zustellt, handelt es rechtswidrig (BGer, Urteil 5A_306/2007 vom 19. September 2007 E. 4.4.1; vgl. ferner Zondler, in: Kren Kostkiewicz/Vock, Kommentar SchKG, 4. A., 2017, N 2 zu Art. 114 SchKG).
Art. 114 SchKG bzw. Art. 113 aSchKG stellen Ordnungsvorschriften dar, welche auf die Gültigkeit der Pfändung grundsätzlich keinen Einfluss, sondern nur zur Folge haben, dass der Beginn der Frist zur Beschwerde über diese so lange hinausgeschoben wird, als die Abschrift nicht zugestellt wurde und vorher keine weiteren Betreibungshandlungen vorgenommen werden dürfen, insbesondere einem Verwertungsbegehren des Gläubigers keine Folge geleistet werden darf, falls sich der Schuldner diesem widersetzt (Jaeger/Walder/Kull, a.a.O., N 3 f. zu Art. 114 SchKG; Kren Kostkiewicz, Kommentar SchKG, 19. A., 2016, N 2 und 4 zu Art. 114 SchKG; Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrecht, 9. A. 2013, § 11 N 3; BGE 108 III 15; BGer, Urteil 5A_567/2013 vom 28. August 2013 E. 4). Eine Ordnungsvorschrift regelt den zeitlichen Ablauf des Verfahrens und setzt den Vollstreckungsorganen zur Vornahme der ihnen obliegenden Amtshandlungen eine Frist. Wird sie nicht eingehalten, kann sich der Betroffene wegen Rechtsverzögerung beschweren (Amonn/Walther, a.a.O., § 11 N 3). Daher ist die Ausstellung der Pfändungsurkunde durch das Betreibungsamt Sattel vom 26. Juni 2018 nicht nichtig, auch wenn die Pfändung bereits fast drei Jahre vorher bzw. am 27. August 2015 durchgeführt wurde.
Fest steht, dass weder die Gläubiger (Kläger) noch der Schuldner (O.________) jemals eine verspätete Zustellung der Pfändungsurkunde rügten. O.________ kann sich deshalb nach Abschluss der Betreibung und Ausstellung des Verlustscheins wegen des Grundsatzes von Treu und Glauben nicht mehr auf allfällige Zustellungsfehler (im Zusammenhang mit dem Zahlungsbefehl) berufen und daraus die Nichtigkeit des Verlustscheines ableiten. Gleiches gilt für die Beklagte, gegen die sich die Anfechtungsklage richtet (vgl. BGer, Urteil 5C.127/2005 vom 4. Oktober 2005 E. 2.2). Daher muss sich die Beklagte die fehlende Anfechtung seitens O.________ anrechnen lassen resp. kann mit der Einrede der verspäteten Zustellung der Pfändungsurkunde nicht gehört werden. Entgegen dem Vorbringen der Beklagten liegt keine Rechtswidrigkeit vor. Es ist somit nicht nachvollziehbar, inwieweit O.________ (und somit auch die Beklagte) an der Ausstellung einer Abschrift der Pfändungsurkunde ein Interesse gehabt haben könnte, zumal die fünfjährige Frist der Absichtsanfechtung nach Art. 288 SchKG mit dem Tag des Pfändungsvollzugs bzw. nicht mit der Zustellung der Pfändungsurkunde beginnt (Maier, in: Kren Kostkiewicz/Vock, a.a.O., N 14 zu Art. 288 SchKG).
Darüber hinaus steht fest, dass die Kläger im November 2008 gegen O.________ einen Erbteilungsprozess rechtshängig machten, letzterer nach dem Pfändungsvollzug vom 27. August 2015 in diesem Prozess Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz vom 9. Juni 2015 an das Bundesgericht einreichte, welches mit Verfügung vom 7. Oktober 2015 das Gesuch der Beschwerdegegner um Entzug der aufschiebenden Wirkung abwies und mit Urteil vom 27. März 2017 den Entscheid des Kantonsgerichts bestätigte (Vi-KB 11). Auch ist erstellt, dass O.________ mit negativer Feststellungsklage i.S.v. Art. 85a SchKG vom 15. April 2016 insbesondere beantragte, es sei festzustellen, dass die Betreibungen Nr. zz bis ss des Betreibungsamtes Sattel (jeweils Fr. 68‘005.45 und Fr. 4‘449.90 pro Kläger, vgl. Vi-KB 4) einzustellen seien (vgl. Beschluss ZK2 2016 40 – 45 vom 16. November 2016, S. 2), und dass dieser Rechtsstreit erst mit Urteil des Bundesgerichts vom 16. März 2018 ein Ende fand (vgl. angef. Urteil, E. 2.3.2.4, S. 9 unten mit Verweis auf BGer, Urteil 5A_966/2016 vom 16. März 2018). Daher erscheint es nachvollziehbar, dass das Betreibungsamt Sattel vor Eintritt der Rechtskraft dieser beiden Verfahren in der Sache keine weiteren Betreibungshandlungen vornahm und insbesondere die Pfändungsurkunden nicht zustellte.
Aus allen diesen Gründen erweisen sich die Vorbringen der Beklagten als nicht zutreffend.
2. Die Vorinstanz hielt dafür, dass die angefochtenen Handlungen des Schuldners (O.________), also die Übertragung seiner beiden Miteigentumsanteile an den Grundstücken GB xx und GB yy an die Beklagte vom 2. Juli 2010, die Gläubiger (Kläger) geschädigt hätten, dass O.________ diese Eigentumsübertragungen in schädigender Absicht vorgenommen habe, weil er aufgrund seiner Einkommens- und Vermögenssituation habe voraussehen können, dass dadurch die Kläger benachteiligt würden, und dass es der durch die angefochtene Handlung begünstigten und gestützt auf Art. 288 Abs. 2 SchKG beweisbelasteten Beklagten nicht gelinge, den Beweis zu erbringen, sie habe die Benachteiligungsabsicht nicht erkennen können. Daher seien sämtliche Voraussetzungen nach Art. 288 SchKG erfüllt und die Anfechtungsklage der Kläger gutzuheissen (angef. Urteil, E. 3 S. 11-19).
3. Weil die Kläger die der Pfändung zugrundeliegende Betreibung gegen O.________ am 26. Juni 2015 einleiteten (vgl. angef. Urteil, E. 2.6.2 S. 11; KG-act. 1 und 7), erfolgte die am 2. Juli 2010 vorgenommene Übertragung der Miteigentumshälften an den Grundstücken GB xx und GB yy (nachfolgend: die beiden Grundstücke) an die Beklagte innerhalb der fünfjährigen Verdachtsfrist von Art. 288 SchKG, was ohnehin unbestritten blieb.
4. Mit der Absichtsanfechtung können gestützt auf Art. 288 Abs. 1 SchKG Rechtshandlungen angefochten werden, welche der Schuldner innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Pfändung (vgl. E. 3 vorne) in der dem anderen Teil (Begünstigten) erkennbaren Absicht vornahm, seine Gläubiger zu benachteiligen oder einzelne Gläubiger zum Nachteil anderer zu begünstigen.
4.1 Vorerst ist zu prüfen, ob eine Gläubigerschädigung vorliegt.
a) Die Vorinstanz führte aus, da sämtliche Kläger Verlustscheinsgläubiger seien und gegen den Schuldner O.________ einen Verlustschein in der Höhe von je Fr. 73'321.20 sowie anteilsmässig einen solchen von total Fr. 20'574.35 (Gerichtskostenersatz und Anspruch auf Parteientschädigung) besässen, sei eine Gläubigerschädigung zu vermuten. Die Beklagte vermöge diese Vermutung nicht umzustossen. Denn gemäss Expertise des Schweizerischen Bauernverbandes vom 22. April 2010 seien die beiden Grundstücke nicht als landwirtschaftliches Gewerbe zu qualifizieren, weshalb das BGBB nicht anwendbar sei und die Frage, ob bei der Übertragung der Miteigentumsanteile an den beiden Grundstücken der volle Gegenwert geleistet worden sei, ausschliesslich der Verkehrswert bzw. nicht der Ertragswert massgebend sei. Weil der Verkehrswert der beiden Grundstücke Fr. 644'000.00 betrage und die Beklagte lediglich die Hypothekarschulden von Fr. 97'000.00 übernommen habe, fehle es an der Leistung des vollen Gegenwerts, zumal sie weder substanziiert darlege noch beweise, die Eigentumsübertragung der beiden Grundstücke sei als Lohn bzw. Entgelt für ihre 20-jährige Mitarbeit auf dem Betrieb aufzufassen (angef. Urteil, E. 3.3-3.7 S. 11-13).
b) Eine Gläubigerschädigung liegt vor, wenn die angefochtene Handlung die Gläubiger oder einzelne von ihnen tatsächlich schädigt, indem sie das Vollstreckungssubstrat oder ihren Anteil daran vermindert oder ihre Stellung im Vollstreckungsverfahren in anderer Weise verschlechtert (BGE 135 III 276 E. 6.1.2 S. 280 = Pra 2009 Nr. 112; BGE 135 III 517 E. 3.1 S. 515; BGer, Urteil 5A_95/2019 vom 18. September 2019 E. 3.1; Maier; a.a.O., N 4 zu Art. 288 SchKG). Der Eintritt einer solchen Schädigung wird zugunsten der Verlustscheingläubiger (und der Konkursmasse) vermutet. Dem Beklagten steht der Gegenbeweis offen, dass die angefochtene Handlung keine solche Schädigung nach sich zog, weil der Kläger selbst dann einen Verlust erlitten hätte, wenn die anfechtbare Handlung nicht vorgenommen worden wäre (BGE 137 III 268 E. 4.1 S. 283; BGE 135 III 517 E. 3.1 S. 515; BGE 135 III 276 E. 6.1.1 S. 279 f. = Pra 2009 Nr. 112; Maier; a.a.O., N 6 zu Art. 288 SchKG).
Eine Schädigung der Gläubiger tritt ein, wenn die angefochtene Rechtshandlung des Schuldners in der Beteiligung an einem Rechtsgeschäft (z.B. einem Kaufvertrag) besteht, das ihm für seine Leistung keine gleichwertige Gegenleistung einbrachte (BGE 135 III 517 E. 3.1 S. 515). Dagegen ist eine Schädigung der Gläubiger in der Regel nicht zu bejahen, wenn die angefochtene Rechtshandlung im Austausch gleichwertiger Leistungen besteht, es sei denn, der Schuldner habe mit dem Geschäft den Zweck verfolgt, über seine letzten Aktiven zum Schaden der Gläubiger verfügen zu können (BGE 135 III 276 E. 6.1.2 S. 280 = Pra 2009 Nr. 112; BGE 135 III 517 E. 3.1 S. 515; BGer, Urteil 5A_95/2019 vom 18. September 2019 E. 3.1; BGer, Urteil 5A_19/2014 vom 25. April 2014 E. 4; Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Staehelin, Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs II, 2. A., 2010, N 9 zu Art. 288 SchKG).
c) Unbestritten ist, dass sämtliche Kläger Verlustscheinsgläubiger sind und einen Verlustschein in der Höhe je Fr. 73'321.20 und anteilsmässig einen solchen von total Fr. 20'574.35 gegen den Schuldner O.________ besitzen, weshalb eine Gläubigerschädigung zu vermuten ist. Entgegen dem Vorbringen der Beklagten (vgl. KG-act. 1, S. 9 N 18) vermag daran nichts zu ändern, dass im Zeitpunkt der Miteigentumsübertragung im Jahre 2010 noch keine tatsächliche Schädigung vorlag. Entscheidend ist, dass die Kläger letztendlich zu Schaden kamen, da sie seit 26. Juni 2018 gegen den Schuldner O.________ über Verlustscheine verfügen.
d) aa) Die Beklagte behauptet, hätte im Jahre 2010 keine Eigentumsübertragung stattgefunden, wären die Kläger gleichwohl zu Verlust gekommen. Zur Begründung führt sie aus, die ersten Hälften der Liegenschaften seien bereits im Jahre 2008 in das Eigentum der Beklagten übertragen worden und die Kläger hätten auf diesen Vermögenswert nicht greifen dürfen. Ein eventueller Verwertungserlös aus einer allfälligen Zwangsverwertung der beiden Grundstücke würde die Forderungen der Kläger nur zu einem Bruchteil decken, sodass letztere ohnehin zu Schaden gekommen wären (KG-act. 1, S. 8 N 17 mit Verweis auf zahlreiche vorinstanzliche Rechtsschriften). Die Kläger wenden ein, die Beklagte verkenne, dass die Zwangsverwertung die Forderungen zu decken vermöge, zumal die Beklagte ihr erstes hälftiges Miteigentum unter Anrechnung der offenen Hypothekarschulden und der angeblichen Arbeitsleistungen erhalten habe und die beiden Grundstücke als Ganzes zu pfänden seien (KG-act. 7, S. 11 f. zu 2.1 Ziff. 17 und 18).
bb) Die Beklagte führte im Zusammenhang mit der ersten Grundstücksübertragung im Jahr 2008 aus, weil diese Übertragung unangefochten geblieben sei, könnten die Kläger nicht das gesamte Eigentum an den in Frage stehenden beiden Grundstücken geltend machen. Strittig sei somit nur die zweite Grundstücksübertragung im Jahr 2010. Sollte das Gericht zum Schluss kommen, dass die zweite Grundstücksübertragung aus dem Jahr 2010 angefochten werden könne, könne nicht das gesamte Eigentum an den beiden Grundstücken geltend gemacht werden (Vi-act. 40, S. 4 N 6). Die Beklagte stellte im vorinstanzlichen Verfahren mithin eine Gläubigerschädigung in Frage.
Die Argumentation der Beklagten verkennt, dass die Vorinstanz lediglich die Übertragung der beiden Miteigentumshälften an den beiden Grundstücken vom 2. Juli 2010 vom Schuldner O.________ an die Beklagte für anfechtbar erklärte und letztere zwar verpflichtete, die Pfändung dieser Grundstücke in den Betreibungen der Kläger gegen O.________ als Ganzes zu dulden, aber zur Befriedigung der klägerischen Betreibungsforderungen nur die Hälfte des Verwertungserlöses einbezog, weil die andere Hälfte dieses Erlöses bei der Beklagten verbleibe (angef. Urteil, Dispositiv-Ziffer 1). Damit erweist sich das Vorbringen der Beklagten als unzutreffend.
e) aa) Die Beklagte bringt vor, die Expertise des Schweizerischen Bauernverbandes vom 22. April 2010 stelle einzig fest, dass die beiden Grundstücke im fraglichen Zeitpunkt, also am 22. April 2010, kein landwirtschaftliches Gewerbe i.S.v. Art. 7 Abs. 1 BGBB gebildet hätten, und diese Qualifikation mitunter stark mit der Arbeitsleistung der Gewerbe treibenden Person und somit mit O.________ zusammenhänge. Daher könne die Expertise nicht analog auf das vorliegende Verfahren angewendet werden, weil sie eine Momentaufnahme für das Jahr 2010 darstelle und den aktuellen Verkehrswert nicht abbilden könne (KG-act. 1, S. 10 N 19). Die Kläger wenden ein, das erwähnte Gutachten, in welchem die fehlende Gewerbequalität festgestellt worden sei, sei im vorliegenden Verfahren durchaus anwendbar, weil es die gleichen Grundstücke zum relevanten Zeitpunkt betreffe, die O.________ rechtswidrig dem Haftungssubstrat entzogen habe. Ausserdem habe das Bundesgericht rechtskräftig über die Frage der (fehlenden) Gewerbequalität entschieden. Die sich aus dem Erbteilungsprozess ergebenden Ansprüche der Kläger seien im Anfechtungsprozess als Forderungen massgeblich (KG-act. 7, S. 12 Zu 2.2 Ziff. 19).
bb) Die 1. Zivilkammer des Kantonsgerichts stellte in ihrem Urteil ZK1 2013 13 vom 9. Juni 2015 fest, dass O.________ nicht als Selbstbewirtschafter i.S.v. Art. 17 Abs. 1 BGBB gelten könne, weshalb ihm bei der Feststellung der Erbmasse die beiden Grundstücke nicht zum Ertragswert, sondern zum Verkehrswert anzurechnen seien, was das Bundesgericht mit Urteil vom 30. Januar 2013 bestätigt habe (Vi-KB 3, E. 2b und E. 3 S. 16). Insoweit steht dieser Sachverhalt auch für das vorliegende Verfahren fest.
cc) Unbestritten und aktenkundig ist, dass der Verkehrswert der beiden Grundstücke im April 2010 Fr. 644'000.00 betrug (angef. Urteil, E. 3.3.5 S. 13; Gerichtsgutachten K.________ vom 22. April 2010 = Vi-KB 30, S. 38; KG-act. 1, S. 10 N 19). Die vorliegend relevante Übertragung der beiden Miteigentumshälften an den beiden Grundstücken vom Schuldner O.________ an die Beklagte erfolgte am 2. Juli 2010 (vgl. E. 3 und E. 4.1d/bb vorne sowie
Vi-KB 6). Es ist daher nicht ersichtlich, weshalb im vorliegenden Verfahren nicht auf den im Gerichtsgutachten K.________ vom 22. April 2010 festgestellten (vgl. Vi-KB 30, S. 38), sondern auf den "momentanen" (bzw. aktuellen) Verkehrswert abgestellt werden soll. Es braucht somit nicht geprüft zu werden, ob die beiden Grundstücke im "momentanen" Zeitpunkt als landwirtschaftliches Gewerbe zu qualifizieren sind oder nicht.
f) Zutreffend ist, dass die Beklagte im Zeitpunkt der im Jahre 2010 erfolgten Übertragung der zweiten Miteigentumshälften an den beiden Grundstücken bereits hälftige Miteigentümerin war. Sie leitet daraus ab, dass nur die Hälfte des angeblichen Verkehrswertes von Fr. 644'000.00 und somit Fr. 322'000.00 zur Diskussion stehe (KG-act. 1, S. 11 N 20). Die Vorinstanz erklärte jedoch nur die Übertragung der beiden Miteigentumshälften an den beiden Grundstücken vom 2. Juli 2010 vom Schuldner O.________ an die Beklagte für anfechtbar; zwar verpflichtete sie diese, die Pfändung der Grundstücke in den Betreibungen der Kläger gegen O.________ als Ganzes zu dulden, bezog aber zur Befriedigung der klägerischen Betreibungsforderungen nur die Hälfte des Verwertungserlöses ein, weil die andere Hälfte dieses Erlöses bei der Beklagten verbleibe (vgl. E. 4.ad/bb vorne). Damit erweist sich das Vorbringen der Beklagten als unzutreffend. Das Gleiche gilt für deren damit zusammenhängendes Vorbringen, wonach bei einem Verkauf der Miteigentumsanteile an den beiden Grundstücken der von der Vorinstanz festgestellte Verkehrswert (von Fr. 644'000.00) nicht erzielt werden könne, da sich schwerlich ein Käufer finden liesse, welcher nur einen Miteigentumsanteil an Grundstücken erwerben wolle (KG-act. 1, S. 11 N 20).
g) aa) Die Beklagte hält daran fest, dass sie während 20 Jahren auf dem Betrieb ihres damaligen Ehemannes und Schwiegervaters regelmässig gearbeitet habe; sie habe bäuerliche Arbeiten wie Misten, Melken oder Heuen erbracht und sei ebenso für die Führung der Betriebsbuchhaltung zuständig gewesen. Auch während der Zeit, als sie ihren Wohnsitz nicht mehr auf dem Betrieb gehabt habe, sei sie jedes Wochenende (Freitagnachmittag bis Sonntagabend/Montagmorgen) sowie auch unter der Woche vorbeigekommen, um bäuerliche Arbeiten zu erledigen und den Schwiegervater zu pflegen. Da O.________ ihr hierfür keinen Lohn ausgerichtet habe, könne sie eine Entschädigung nach Art. 165 ZGB fordern. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach diese Entschädigung zu wenig substanziiert sei, stelle eine Verletzung der richterlichen Fragepflicht dar. Sodann legt die Beklagte dar, dass sie für ihre Mitarbeit auf dem Betrieb während 20 Jahren einen Lohnanspruch von insgesamt Fr. 1'077'840.00 habe. Damit und mittels Übernahme der bestehenden Hypothekarschulden sei die Übertragung der zweiten Miteigentumshälfte getilgt worden, weshalb es an einer Gläubigerschädigung fehle
(KG-act. 1, S. 11-13 N 21-23).
Die Kläger entgegnen, die Beklagte habe während über zehn Jahren keinen Wohnsitz mehr auf den beiden Grundstücken gehabt und keine Arbeit auf dem Landwirtschaftsbetrieb geleistet. Dessen Nutzfläche sei bereits seit dem Jahre 2000 verpachtet gewesen und zuvor sei dieser noch von J.________ sel. unter Mithilfe der Kläger geführt worden. Es sei daher nicht nachvollziehbar, welche Arbeiten die Beklagte geleistet haben solle. Sie habe lediglich während höchstens zwei bis drei Jahren sporadisch auf dem Hof mitgeholfen. Darüber hinaus habe sich die Beklagte bereits im Jahre 1998 von O.________ getrennt und letzterer habe ihr Unterhalt bezahlen müssen, sodass während dieser Zeit keine "Arbeitsleistungen" (i.S.v. Art. 165 ZGB) hätten erbracht werden können. Die Beklagte habe es im erstinstanzlichen Verfahren unterlassen, ihre Forderung zu substanziieren, was ihre Obliegenheit sei bzw. nicht unter die richterliche Fragepflicht falle. Daher sei sie mit den erstmals im Berufungsverfahren vorgetragenen unzulässigen Noven nicht zu hören. Folglich könne darüber gar kein Beweis geführt werden. Die Beklagte habe bereits bei der Übertragung der ersten Miteigentumshälften die Hypothekarschulden vollumfänglich übernommen und ihre angeblichen Arbeiten geltend gemacht
(KG-act. 7, S. 13-16 Zu 2.3 Ziff. 21 bis Zu 2.4 Ziff. 23).
bb) Hat ein Ehegatte im Beruf oder Gewerbe des andern erheblich mehr mitgearbeitet, als sein Beitrag an den Unterhalt verlangt, so hat er dafür Anspruch auf eine angemessene Entschädigung (Art. 165 Abs. 1 ZGB). Ein Entschädigungsanspruch besteht nur für aussergewöhnliche Leistungen, welche die in der betreffenden Familie üblichen Unterhaltsbeiträge markant übersteigen. Die ausserordentliche Arbeitsleistung muss im Beruf und Gewerbe des andern Gatten erfolgen und ausserdem über das in der betreffenden Familie Übliche in aussergewöhnlicher Weise hinausgehen. Zu berücksichtigen sind insbesondere die Dauer, das Ausmass, die Regelmässigkeit und die Bedeutung des Arbeitseinsatzes. Auch ist einzubeziehen, ob der ansprechende Ehegatte neben seiner Mitarbeit zusätzlich Familienarbeit leistete. Ein aussergewöhnlicher Arbeitseinsatz ist in der Regel dann zu bejahen, wenn die betreffende Arbeit andernfalls von einer zu entlöhnenden Drittperson hätte erbracht werden müssen. Bei Gütertrennung liegt ein Anspruch nach Art. 165 ZGB eher vor, weil sonst der mitarbeitende Ehegatte an Einkommens- und Vermögenssteigerungen des andern nicht partizipieren könnte. Die Entschädigung entspricht nicht dem Äquivalent für die erbrachten Sonderleistungen, sondern bezweckt einen ehe-individuell angepassten Ausgleich. Daher ist die Abgeltung nicht einfach dem Lohn gleichzusetzen, den eine Drittperson für die gleiche Arbeit bekäme, auch wenn darin ein Ansatz für die konkrete Bemessung liegen kann. Eine Entschädigung ist der finanziellen Leistungsfähigkeit des ausgleichungspflichtigen Ehegatten anzupassen. Es müssen ebenfalls die für den mehrleistenden Gatten entstehenden Vor- und Nachteile bei der Bemessung berücksichtigt werden (Isenring/Kessler, in: Geiser/Fountoulakis, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. A., 2018, N 2, 5, 10, 12 und 13 zu Art. 165 ZGB mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung).
cc) Die Beklagte behauptet im Berufungsverfahren nicht, sie habe im erstinstanzlichen Verfahren einen Lohn oder eine Entschädigung für ihre Arbeiten auf dem Hof substanziiert dargelegt. Sie führt nicht einmal aus, ob sie detailliertere Angaben machte als von der Vorinstanz festgehalten, wonach die Beklagte lediglich geltend gemacht habe, 20 Jahre auf dem Betrieb gelebt und gearbeitet zu haben, ohne hierfür einen Lohn erhalten zu haben, weshalb die Übertragung (der beiden Grundstücke) quasi ein Entgelt gewesen sei (angef. Urteil, E. 3.3.6 S. 13 mit Hinweis auf Vi-act. 16, N 49). Ausserdem zeigt ein Blick in die vorinstanzlichen Akten, dass die Beklagte anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. April 2019 nur festhielt, sie habe sich um den damaligen Ehemann, dessen Vater und den Hof gekümmert, sie habe gewaschen, gekocht, alles gemacht (Vi-act. 38, S. 15 oben). Somit erbringt sie keine den gesetzlichen Anforderungen genügende Substanziierung eines Entgeltes oder einer Entschädigung. Die Vorinstanz durfte und musste daher zum Schluss kommen, dass eine solche Gegenleistung nicht bestand, zumal O.________ und die Beklagte diesbezüglich auch keine Vereinbarung getroffen hatten (vgl. Vi-act. 38, S. 34 Frage 134).
Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz gestützt auf die richterliche Fragepflicht (Art. 56 ZPO) die Beklagte auf die mangelnde Substanziierung hätte hinweisen müssen. Der Zweck des Art. 56 ZPO besteht darin, dass eine Partei nicht wegen Unbeholfenheit ihres Rechts verlustig gehen soll. Die Ausübung der gerichtlichen Fragepflicht darf indessen keine Partei einseitig bevorzugen und nicht zu einer Verletzung des Grundsatzes der Gleichbehandlung der Parteien führen. Vor allem dient sie nicht dazu, prozessuale Nachlässigkeiten der Parteien auszugleichen. Wie weit das Gericht eingreifen soll, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab, namentlich von der Unbeholfenheit der betroffenen Partei. Bei anwaltlich vertretenen Parteien hat die richterliche Fragepflicht nur eine sehr eingeschränkte Tragweite (BGer, Urteil 5A_3/2019 vom 18. Februar 2019 E. 4.1). Das Gericht darf auf die Parteivorbringen abstellen, solange keine Zweifel an der Vollständigkeit der von den Parteien vorgetragenen Tatsachen bestehen (Dolge, Substantiieren und Beweisen, 2013, S. 27; BGE 125 III 231 E. 4a S. 238 f.). Die Beklagte war seit Beginn dieses Prozesses anwaltlich vertreten und kann daher nicht als unbeholfen bezeichnet werden. Die Kläger führten anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. April 2019 aus, die Beklagte habe "keine substanzielle Arbeit geleistet, vielleicht einmal eine Hilfeleistung, aber nicht wirklich Arbeit, wie man sie sich vorstellt, welche einen namhaften Gegenwert auslösen würde" (Vi-act. 38, S. 11 unten und S. 12 oben). Gleichwohl nahm die anwaltlich vertretene Beklagte auch im anschliessenden zweiten Parteivortrag keine rechtsgenügende Substanziierung vor (vgl. Vi-act. 38, S. 15 oben und vorangehender Absatz). Unter diesen Umständen kann der Vorinstanz keine Verletzung der richterlichen Fragepflicht vorgeworfen werden.
dd) Die Beklagte behauptet im Berufungsverfahren erstmals etwas detaillierter einen Lohnanspruch für ihre Mitarbeit auf dem Landwirtschaftsbetrieb (vgl. KG-act. 1, S. 12 f. N 22). Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO können neue Tatsachen und Beweismittel im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt werden, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. „Ohne Verzug“ bedeutet möglichst sofort nach ihrem Bekanntwerden bzw. binnen einer Woche oder zwei Wochen seit Entdecken (Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger, Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A., 2017, N 7 zu Art. 317 ZPO) bzw. innert zehn Tagen seit Kenntnis oder Kennenmüssen des Novums oder auch innert einer vom Gericht der Partei angesetzten Frist zur Einreichung einer Rechtsschrift, wenn die Partei während der Frist Kenntnis von einem Novum erlangt (Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A., 2016, N 47 f. zu Art. 317 ZPO). Die novenwillige Partei muss die neuen Tatsachenbehauptungen und die neuen Beweismittel sowie die Novenvoraussetzungen substanziieren und beweisen (Reetz/Hilber, a.a.O., N 34, 49 und 60 f. zu Art. 317 ZPO; Spühler, a.a.O., N 10 zu Art. 317 ZPO). Die Beklagte behauptet nicht (substanziiert), dass diese Novenvoraussetzungen vorlägen. Zudem ist augenfällig, dass die Beklagte ein Entgelt für ihre Mitarbeit ohne Weiteres bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätte substanziiert darlegen können. Daher kann die Beklagte mit ihren neuen Behauptungen und ihrem diesbezüglich neu eingereichten Beweismittel (vgl. KG-act. 1/7) nicht gehört werden.
Fehlt es nach den bisherigen Ausführungen an einer substanziierten Behauptung eines Entgeltes für die Mitarbeit der Beklagten auf dem Landwirtschaftsbetrieb, kann darüber kein Beweis abgenommen werden (vgl. Sutter-Somm/Schrank, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., N 23 zu Art. 55 ZPO).
ee) Umstritten ist ausserdem, während welcher Zeit die Beklagte auf dem Landwirtschaftsbetrieb überhaupt Arbeiten in welchem Umfang leistete (vgl. E. 4.1g/aa vorne).
Gemäss den im Recht liegenden Wohnsitzbestätigungen der Gemeinden Sattel, Arth und Pfäffikon vom 1. bzw. 2. September 2009 zog die Beklagte am 14. Januar 1992 aus Serbien nach Rothenthurm, am 31. März 1998 nach Pfäffikon, am 1. März 2005 in die Gemeinde Arth und am 1. März 2008 wieder nach Rothenthurm (Vi-KB 31-33). Entsprechend führte die Beklagte anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. April 2019 aus, sie sei im Jahre 1998 zusammen mit L.________ (ihre Tochter) ausgezogen und habe nach neun oder zehn Monaten einen Job gefunden (Vi-act. 38, S. 31 Frage 106). Überdies bestätigte sie, von 1998 bis 2004 in Freienbach gewohnt zu haben (Vi-act. 38, S. 35 Frage 147). Demgegenüber zog O.________ erst per 16. März 2002 nach Pfäffikon (vgl. Vi-KB 31 und 33), was ein Indiz dafür ist, dass die Beklagte und O.________ vom 1. April 1998 bis 15. März 2002 getrennt voneinander lebten. O.________ bezahlte denn auch Unterhalt an die Beklagte und die Kinder (vgl. definitive Veranlagungsverfügung 1999/2000 der Gemeinde Sattel vom 27. September 2000; Vi-KB 38). Die Beklagte räumte im ersten Parteivortrag vom 11. April 2019 denn auch ein, sie habe nie behauptet, vom 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2010 oder bis heute immer auf dem Landwirtschaftsbetrieb gewesen zu sein. Sie habe ganz klar mit O.________ Probleme gehabt; es habe einmal Streit gegeben, dann sei man wieder auseinandergegangen, habe aber wieder zusammengefunden
(Vi-act. 38, S. 13 unten). Im Jahre 2000 verpachtete die Beklagte den Landwirtschaftsbetrieb an einen Dritten (M.________; Vi-act. 28, S. 19 N 9 und S. 22 N 40).
Neben den Parteivorbringen und den Parteibefragungen (hinsichtlich der Beklagten vgl. Vi-act. 38, insbesondere S. 33-35 Fragen 132-134, 142, 144 und 146) liegen Aussagen verschiedener Zeugen vom 11. April 2019 im Recht. O.________ gab zu Protokoll, er sei von der Beklagten geschieden, habe aber ein gutes Verhältnis zu ihr (Vi-act. 38, S. 19 Fragen 2 f.). Seine vormalige Ehefrau habe alles gemacht, überall geholfen in der Landwirtschaft und im Haus; sie habe geheut und manchmal gemolken, sie habe immer gut zu ihm und seinem Vater geschaut. Sie und er hätten zusammen auf dem Hof gearbeitet (Vi-act. 38, S. 20Fragen 13 und 21 sowie S. 22 f. Fragen 45-48). L.________, Tochter der Beklagten und von O.________, erklärte, ihre Mutter habe während Jahren zusammen mit ihrem Vater zum Grossvater geschaut, sie habe alles für ihn gemacht, gewaschen und gekocht (Vi-act. 38, S. 24 f. Fragen 54, 58 und 63). N.________ sagte aus, er habe die Parteien lange nicht mehr gesehen und habe keine Beziehung zu ihnen, er sei neutral
(Vi-act. 38, S. 28 Fragen 79-81). Er wisse nicht, was die Aufgabe der Beklagten und von O.________ auf dem Hof gewesen sei. Er bestätigte, dass sie auf dem Hof gearbeitet hätten. Sie hätten dies eine Weile gemacht. So viel er wisse, habe die Beklagte etwa zwei bis drei Jahre mitgeholfen (Vi-act. 38, S. 29 Fragen 95-97).
Vor dem Hintergrund dieser Sachdarlegung steht wegen ungenügender Substanziierung seitens der Beklagten nicht fest, in welchem Zeitraum und Umfang sie auf dem Landwirtschaftsbetrieb tatsächlich mitarbeitete. Darüber hinaus fehlt es diesbezüglich ohnehin an rechtsgenüglichen Beweisen.
ff) O.________ übertrug am 18. September 2008 die erste Hälfte des Grundeigentums an den beiden Grundstücken an die Beklagte (Vi-KB 5). Er sagte auf die Frage, ob die Beklagte bei der Übertragung der ersten Grundstückseigentumshälften nur die Hypothek resp. die beiden Schuldbriefe habe übernehmen müssen, als Zeuge aus, diese habe einfach alles übernehmen müssen (Vi-act. 38, S. 20 Frage 14 und 18 f.). Eine weitere Gegenleistung seiner damaligen Ehefrau sei darin zu erblicken, dass sie immer gut zu ihm und ihrem Vater geschaut habe (Vi-act. 38, S. 20 Frage 21). Auch die Beklagte selber räumte bei ihrer Befragung ein, sie habe sich bei der Unterzeichnung des Vertrags verpflichtet, alles zu übernehmen, wobei der Kaufpreis Fr. 97'000.00 betragen habe, was genau der Höhe der übernommenen Hypothek entspreche (Vi-act. 38, S. 31 f. Fragen 110 und 112-117). Überdies habe sie auch auf dem Hof gearbeitet und zu ihrem Schwiegervater geschaut
(Vi-act. 38, S. 32 f. Frage 123). Diese behaupteten Gegenleistungen erfolgten im Zusammenhang mit der Übertragung der ersten Grundstückseigentumshälften (vgl. Vi-act. 38, S. 32 f. Fragen 118, 121 und 128). Dass die von der Beklagten behaupteten Arbeiten auf dem Landwirtschaftsbetrieb die Übertragung der ersten Grundeigentumshälften betreffen, ergibt sich ebenfalls aus dem Schreiben von Rechtsanwalt R.________ (Rechtsvertreter der Beklagten im Prozess betreffend Erbteilung/Herabsetzung) vom 9 September 2009, worin dieser ausdrücklich erklärte, der Grund der Veräusserung einer Miteigentumshälfte durch O.________ an seine Ehefrau sei darin zu erblicken, dass letztere ihren Ehemann in der Vergangenheit bei der Bewirtschaftung des Landwirtschaftsbetriebs tatkräftig unterstützt habe (Vi-KB 39, S. 2).
gg) Zusammenfassend steht fest, dass die beweispflichtige Beklagte weder ausreichende Arbeiten auf dem Landwirtschaftsbetrieb noch ein entsprechendes Entgelt substanziiert behauptete. Noch weniger vermag sie hierfür einen Beweis zu erbringen. Die Übernahme der Hypothekarschuld von Fr. 97'000.00 erfolgte bereits bei der Übertragung der ersten Grundstücksmiteigentumshälften. Ebenfalls allfällige von der Beklagten erbrachte Leistungen auf dem Hof würden sich bis zu einem Betrag von Fr. 225'000.00 (Verkehrswert des Grundstücks von Fr. 644'000.00 ./. ½ dieses Werts resp. Fr. 322'000.00 ./. Hypothekarschuld von Fr. 97'000.00) auf die Übertragung der ersten Grundstücksmiteigentumshälften beziehen. Die Beklagte vermag somit nicht (rechtsgenügend) zu beweisen, dass die Kläger selbst dann einen Verlust erlitten hätten, wenn die Übertragung der zweiten Grundstücksmiteigentumshälften im Jahre 2010 nicht vorgenommen worden wäre. Ihr gelingt es nicht, die gesetzliche Vermutung der Schädigung der Kläger und Verlustscheinsgläubiger umzustossen.
4.2 Die Vorinstanz schliesst aus der zeitlichen Korrelation zwischen den geltend gemachten erbrechtlichen Forderungen der Kläger einerseits und den vorgenommenen Übertragungen der Grundeigentumsanteile andererseits sowie aus dem Umstand, dass die finanziellen Verhältnisse von O.________ damals prekär waren, auf dessen Schädigungsabsicht, zumal beweismässig (Zeugenaussagen O.________, L.________ und N.________ sowie Parteibefragungen und Schreiben von N.________ an die Beklagte vom 22. August 2018) nicht erhärtet sei, dass die Eigentumsübertragungen an die Beklagte aufgrund eines angeblichen "Herzenswunsches" von J.________ sel. erfolgt seien. Selbst wenn ein solcher Wunsch bestanden hätte, wäre nicht zu rechtfertigen gewesen, dass bei der Eigentumsübertragung der Liegenschaften von O.________ auf die Beklagte auf eine adäquate Gegenleistung verzichtet worden sei. Ausserdem wäre eine (vollständige) Übertragung der Liegenschaften, insbesondere zum damaligen Zeitpunkt, nicht zwingend erforderlich gewesen, um dem "Herzenswunsch" des Erblassers nachzukommen. Dessen Wille hätte auch befolgt werden können, wenn O.________ Eigentümer geblieben wäre. Der Beklagten hätte der Verbleib auf dem Hof anderweitig gesichert werden können (angef. Urteil, E. S. 14-19 N 3.5.2-3.5.3.6).
a) Die Beklagte bringt vor, die Kläger hätten im vorinstanzlichen Verfahren immer wieder sehr ausfallend ausgeführt, dass die geistigen Fähigkeiten von O.________ beschränkt seien. In Widerspruch dazu hätten sie behauptet, O.________ sei fähig gewesen, die Übertragungen der Miteigentumshälften derart zu terminieren, um die Kläger zu schädigen. O.________ habe aber die Fähigkeit gefehlt, die Bedeutung der angeblichen Forderungen der Gegenpartei verstehen zu können. Es sei ihm nicht bewusst gewesen, dass er den Klägern aus erbrechtlichen Streitigkeiten höhere Summen schulde, weil dies zur Zeit der Eigentumsübertragung nicht festgestanden sei. Daran vermöge auch das Ergebnis der Gerichtsexpertise vom 22. April 2010 nichts zu ändern, da O.________ diese nicht habe verstehen können. Ihm habe eine Schädigungsabsicht gefehlt, weil er in guten Treuen davon ausgegangen sei, die beiden Grundstücke von seinem Vater rechtmässig zum Ertragswert erworben zu haben und diese weiterverkaufen zu können. O.________ habe lediglich den Herzenswunsch seines Vaters erfüllt, die beiden Grundstücke der Beklagten zu übertragen. Denn Vater und Sohn hätten zusammen mit der Beklagten seit Jahrzehnten den Familienbetrieb geführt. Sie habe den Vater von O.________ während Jahren im Alltag unterstützt. O.________ und sie hätten eine Tochter. Daher habe sich J.________ sel. gewünscht, dass der Familienbetrieb durch O.________ und die Beklagte weitergeführt werde und letztere zusammen mit ihrer Tochter auf dem Hof verbleiben könne. Zwischen der Beklagten und J.________ sel. habe ein gutes Verhältnis bestanden. Dies werde belegt durch die Aussagen der Zeugen N.________ und L.________, durch das Schreiben von N.________ vom 22. August 2018 und durch die Befragung der Beklagten als Partei. Zu Unrecht habe die Vorinstanz die erwähnten Zeugenaussagen stark relativiert. Ebenso wenig treffe zu, dass selbst das Vorliegen eines "Herzenswunsches" von J.________ sel. bezüglich der Eigentumsübertragung der beiden Grundstücke an die Beklagte eine adäquate Gegenleistung nicht ausgeschlossen hätte, da die Beklagte eine gleichwertige Gegenleistung erbracht habe. Es sei daher irrelevant gewesen, ob eine Eigentumsübertragung der beiden Grundstücke zwingend erforderlich gewesen wäre, da O.________ einzig den Wunsch seines Vaters habe erfüllen wollen (KG-act. 1, S. 18-28 N 27-39).
Die Kläger wenden ein, J.________ sel. habe den Landwirtschaftsbetrieb bis in das Jahr 1998 weitergeführt; O.________ sei einzig formell als Pächter aufgeführt worden, damit ersterer die Direktzahlungen über das Pensionsalter hinaus habe erhältlich machen können. Auch nach der Eigentumsübertragung der beiden Grundstücke auf O.________ im Jahre 1998 habe J.________ sel. die Hauptarbeit auf dem Hof geleistet unter Mithilfe der Beklagten während zwei bis drei Jahren, bis der Betrieb im Jahre 2000 an einen Dritten verpachtet worden sei. Die Beklagte vermöge aus den Defiziten von O.________ nichts zu ihren Gunsten abzuleiten, da sie selbst beim Wegschaffen der Vermögenswerte federführend gewesen sei. Die erste Eigentumsübertragung sei erst erfolgt, nachdem O.________ und die Beklagte gewusst hätten, dass Forderungen aus der Erbteilung auf sie zugekommen seien und die beiden Grundstücke das einzige Vermögenssubstrat gebildet hätten. O.________ habe die von den Klägern eingeklagte Forderung wie auch die Expertise des Bauernverbandes verstehen können, weil er bereits damals anwaltlich vertreten gewesen sei. Aus den fehlenden Eigentumsübertragungsdokumenten hätte die schädigende Absicht von O.________ herausgelesen werden können. Doch habe die Beklagte es unterlassen, diese einzureichen. Es könne keine Rede davon sein, dass O.________ mit der Eigentumsübertragung der beiden Grundstücke den Herzenswunsch seines Vaters erfüllt habe. Zwischen der Beklagten und J.________ sel. habe keine nahe Bindung bestanden. Im Gegenteil habe die Beklagte ihn erniedrigt und ausgenutzt. Die Vorinstanz habe die Beweise richtig gewürdigt, untermauert durch zahlreiche Fakten. Zudem hätte J.________ sel. einen entsprechenden Wunsch gewiss testamentarisch festgehalten. Eine Gegenleistung der Beklagten für die zweite Eigentumsübertragung an den beiden Grundstücken habe nicht bestanden (KG-act. 7, S. 18-25).
b) Eine Schädigungsabsicht liegt vor, wenn der Schuldner voraussehen konnte und musste, dass die angefochtene Handlung Gläubiger benachteiligt oder einzelne Gläubiger gegenüber anderen bevorzugt. Nicht erforderlich ist, dass der Schuldner mit seiner Handlung die Benachteiligung von Gläubigern oder die Begünstigung einzelner Gläubiger geradezu bezweckte. Es genügt vielmehr, wenn sich der Schuldner darüber Rechenschaft geben konnte und musste und gleichsam in Kauf nahm, dass als natürliche Folge seiner Handlung Gläubiger geschädigt werden (BGer, Urteil 5A_19/2014 vom 25. April 2014 E. 5; BGE 137 III 268 E. 4.2 S. 521). Die Schädigungsabsicht des Schuldners betrifft eine innere Tatsache, welche sich unmittelbar nur durch dessen Beweisaussage und indirekt durch Schlussfolgerungen aus dem äusseren Verhalten des Betroffenen und den äusseren relevanten Gegebenheiten erschliessen lässt. War bei objektiver Betrachtung für den Schuldner voraussehbar, dass seine Handlung bei natürlichem Kausalverlauf mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Gläubigerschädigung führen könnte, so ist darin ein gewichtiges Indiz für das Vorliegen eines Eventualvorsatzes zu erblicken (Maier, a.a.O., N 8 zu Art. 288 SchKG). Die effektive missliche Vermögenslage des Schuldners im Zeitpunkt der erfolgten angefochtenen Rechtshandlung oder der ungewöhnliche Charakter des Rechtsgeschäfts stellen solche Indizien dar und bilden eine natürliche Vermutung für eine Schädigungsabsicht und deren Kenntnis und es obliegt dem Anfechtungsbeklagten, diese Vermutung durch ausreichenden Beweis zu widerlegen (Staehelin, a.a.O., N 16 und 23 zu Art. 288 SchKG).
c) Hinsichtlich der zeitlichen Korrelation zwischen den von den Klägern geltend gemachten erbrechtlichen Forderungen und den von O.________ der Beklagten übertragenen Eigentumshälften an den beiden Grundstücken und den daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen ist zunächst auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (vgl. § 45 Abs. 5 JG sowie angef. Urteil, E. 3.5.2.1 und 3.5.2.2 S. 15 f.). Es ist nicht ersichtlich, was der unbestrittene Umstand, wonach die Verhandlung im Schlichtungsverfahren betr. Erbteilung/Ausgleichung erst nach der Übertragung der Grundstücke vom 18. September 2008 (Vi-act. 16, S. 11 N 53; Vi-act. 38, S. 12, zu S. 11; KG-act. 1, S. 19 N 28; KG-act. 7, S. 19), gemeint ist die Übertragung der ersten Grundstückseigentumshälften, stattfand, etwas daran ändern soll. O.________ war bereits am 6. Mai 2008 (vgl. Vi-KB 9) und somit auch im Zeitpunkt, zu welchem der klägerische Rechtsvertreter das Schlichtungsgesuch stellte (18. Juli 2008; vgl. Vi-KB 10), und als die Übertragung der ersten Grundstücksmiteigentumshälften erfolgte, anwaltschaftlich vertreten, sodass nicht nachvollziehbar ist, weshalb er mit dessen Hilfe das Ausmass der klägerischen Forderungen nicht verstanden haben soll, sondern vielmehr bereits vor der Übertragung der ersten Grundstücksmiteigentumshälften mit der Möglichkeit eines erbrechtlichen Ausgleichs in der Höhe von mindestens ca. Fr. 380'000.00 rechnen musste (vgl. Vi-KB 8 und 10). Aus dem gleichen Grund erweist sich der Einwand der Beklagten als unbegründet, sie und O.________ hätten die Gerichtsexpertise des Schweizerischen Bauernverbandes vom 22. April 2010 nicht verstanden. Nach Eingang dieser Expertise, in welcher ein aktueller Verkehrswert der beiden Grundstücke von insgesamt Fr. 644'000.00 festgestellt wurde (Vi-KB 30, S. 38; Vi-KB 3, S. 48), musste O.________ mit einer erhöhten Möglichkeit rechnen, dass eine erhebliche Forderung der Kläger auf ihn zukomme. Nur rund zwei Monate später resp. am 2. Juli 2010 übertrug O.________ die zweiten Hälften der beiden Grundstücke an die Beklagte (Vi-KB 6). Vor diesem Hintergrund fällt nicht ins Gewicht, dass die zweite Hälfte der Grundstücksübertragungen nicht umgehend, sondern erst rund sechs Monate nach mit Verfügung vom 12. Januar 2010 erfolgter Löschung der auf den beiden Grundstücken lastenden Grundbuchsperren (vgl. Vi-KB 23) stattfand. Die zeitliche Abfolge der Geschehnisse im Vorfeld der Eigentumsübertragungen an den beiden Grundstücken spricht dafür, dass O.________ voraussehen konnte und musste, die Übertragung der zweiten Grundstücksmiteigentumshälften würde die Kläger mit hoher Wahrscheinlichkeit benachteiligen. Denn er verfügte neben den beiden Grundstücken über keine weiteren Vermögenswerte und war damals – entgegen dem Vorbringen der Beklagten (Vi-act. 16, S. 12 N 57) – seit dem Jahre 2005 von der Fürsorge abhängig, wie er selber anlässlich seiner Befragung vom 29. Oktober 2009 einräumte (Vi-KB 12, S. 51 Fragen 436-441) und was sich aus der Bewilligung seines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege im Mai 2009 (Vi-KB 25 f.) und seiner Stellungnahme vom 17. Dezember 2010 zum (wiederholt) beantragten Entzug der unentgeltlichen Rechtspflege
Vi-KB 27, S. 2 N 1) ergibt. Es ist nachfolgend zu prüfen, ob die Beklagte diese klaren Indizien für eine Schädigungsabsicht durch ausreichenden Gegenbeweis zu widerlegen vermag.
d) aa) Weder rechtsgenüglich behauptet noch bewiesen ist, dass die Beklagte Arbeiten auf dem Landwirtschaftsbetrieb leistete (vgl. E. 4.1g/ee-gg vorne). Es ist deshalb nicht davon auszugehen, dass sie zusammen mit ihrem Ehemann und dessen Vater seit Jahrzehnten den Familienbetrieb führte bzw. die beiden letzteren während Jahren im Alltag unterstützte.
bb) Bereits aufgrund der Parteivorbringen im erstinstanzlichen Verfahren war umstritten, in welchem Verhältnis die Beklagte und J.________ sel. zueinanderstanden bzw. ob die Beklagte ihn schlecht behandelte oder sich immer um ihn kümmerte und zu ihm schaute (vgl. Vi-act. 38, S. 10, 14 unten und 15 oben).
Die Kläger berufen sich für ihre Auffassung auf ihre eigenen Aussagen anlässlich der Befragung vom 29. Oktober 2009 (vgl. Vi-act. 38, S. 10 f. mit Hinweis auf Vi-KB 12, S. 42-44 Fragen 370-375) und vom 11. April 2019 (vgl.
Vi-act. 38, S. 36 f. N 149 und 153 f.), woraus ersichtlich ist, dass deren Aussagen detailliert sind und sich nicht widersprechen. Es ist diesbezüglich auch auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (vgl. § 45 Abs. 5 JG und angef. Urteil, E. 3.5.3.5 S. 18). Allerdings ist bei der Glaubwürdigkeit der Kläger zu berücksichtigen, dass sie als Partei am Ausgang des Prozesses ein erhebliches Interesse haben. Insoweit wird dem Einwand der Beklagten (vgl. KG-act. 1, S. 25 f. N 37) Rechnung getragen.
Die Beklagte führte bei ihrer Befragung vom 11. April 2019 mit Bezug auf ihr Verhältnis zu J.________ sel. aus, sie habe immer zu ihm geschaut. Als sie nicht mehr auf dem Hof gewohnt habe, er etwas gebraucht und sie deswegen angerufen habe, sei sie gekommen, falls sie Zeit gehabt habe. Wenn er geplant habe wegzugehen, habe sie die Kleider für ihn vorbereitet, ihm saubere Kleider gegeben. In diesem Sinne sei sie immer für die Familie dagewesen (Vi-act. 38, S. 32 f. Frage 123). Weitere Ausführungen der Beklagten zu diesem Thema liegen nicht vor. Da die Beklagte ebenfalls Partei ist, hat auch sie ein erhebliches Interesse am Prozessausgang, was bei deren Glaubwürdigkeit zu beachten ist.
Den Aussagen der Zeugen O.________ und N.________ vom 11. April 2019 lassen sich mit Ausnahme, dass die Beklagte auf dem Hof arbeitete, keine Ausführungen zum Verhältnis der Beklagten zu J.________ sel. entnehmen (vgl. Vi-act. 38, S. 18-23 und 27-30). Die Zeugin L.________ gab diesbezüglich zu Protokoll, die Beklagte resp. ihre Mutter habe zusammen mit ihrem Vater während Jahren zu J.________ sel. geschaut. Ihre Mutter habe für ihren Schwiegervater gewaschen, gekocht, also alles für ihn gemacht. Es sei eine enge bzw. nahe Beziehung gewesen. Ihr Grossvater habe ihre Mutter als eigene Tochter angeschaut (Vi-act. 38, S. 25 Frage 63). Die Aussagen von L.________ sind allgemein gehalten. Es wird nicht ersichtlich, weshalb – neben dem Kochen und Waschen – die Beziehung zwischen der Beklagten und ihrem Schwiegervater eng gewesen sein soll. Ausserdem gilt es bei der Glaubwürdigkeit dieser Zeugin ihre persönliche Nähe zur Beklagten, sie ist deren Tochter, und ihr persönliches Interesse am Ausgang des Verfahrens als Erbin zu beachten und zu relativieren.
Aufgrund dieser Sachdarlegung bleibt unbewiesen, wie das Verhältnis zwischen der Beklagten und J.________ sel. war bzw. ob es getrübt oder herzlich war.
cc) Schon im vorinstanzlichen Verfahren war umstritten, ob es der Herzenswunsch von J.________ sel. war, dass die Beklagte die beiden Grundstücke (gegen Übernahme der Hypothek) erhalten soll (Vi-act. 16, S. 7 f. N 31 und S. 12 N 57; Vi-act. 38, S. 10 f. und 16; Vi-act. 42, S. 3). Feststeht, dass die Beklagte während einigen Jahren auf dem Landwirtschaftsbetrieb anwesend war. Indessen ist ungeklärt, während welcher Zeit und in welchem Umfang die Beklagte tatsächlich auf dem Hof mitarbeitete (vgl. E. 4.1g/ee vorne).
aaa) Die Vorinstanz fasste die Aussagen des Zeugen O.________ zum Herzenswunsch von J.________ sel. zusammen und gelangte zum Schluss, dass diese ambivalent seien. Es scheine, dass es der eigene Wunsch von O.________ gewesen sei, seine damalige Ehefrau und heutige Beklagte zu begünstigen. An der Intention der Eigentumsübertragung (Herzenswunsch von J.________ sel.) bestünden berechtigte Zweifel. Die Begründung von O.________, wonach er die beiden Grundstücke der Beklagten abgetreten habe, weil sie eine gute und starke Frau sei, vermöge in Anbetracht des zeitlichen Kontextes keinesfalls zu überzeugen (angef. Urteil, E. 3.5.3.1 S. 16). Auf diese zutreffenden Erwägungen ist zu verweisen (vgl. § 45 Abs. 5 JG), zumal die Beklagte diese nicht in Frage stellt (vgl. KG-act. 1, S. 22 N 33). Ergänzend anzumerken ist, dass nach den vorinstanzlichen Bemerkungen O.________ bei seiner Befragung zögernd antwortete, sehr leise und langsam sprach sowie unsicher und schwerfällig wirkte (Vi-act. 38, S. 38), was die Beklagte ebenso wenig in Abrede stellt (vgl. KG-act. 1, S. 21 f. N 32 f.).
bbb) Die Erstinstanz hielt ebenfalls die Aussagen der Zeugin L.________ zum Herzenswunsch von J.________ sel. fest und schloss daraus zutreffend, dass deren Aussagen lediglich auf Hörensagen gründen würden. Überdies führte die Vorinstanz aus, es sei nicht aktenkundig, dass O.________ bereits vor dem Ableben von J.________ sel. die Absicht geäussert haben soll, den Hof verlassen zu wollen, oder dass eine Scheidung bereits zu diesem Zeitpunkt zur Diskussion gestanden sei. Im Gegenteil habe die Beklagte bei ihrer Parteibefragung selber erwähnt, dass die Scheidung im Jahre 2008 noch kein Thema gewesen sei. Es erscheine daher unwahrscheinlich, dass J.________ sel. vor seinem Tod im Jahre 2007 im Hinblick auf eine spätere Übertragung des Eigentums an den beiden Grundstücken von O.________ auf die Beklagte diese Thematik vorsorglich in seine Überlegungen miteinbezogen haben solle. Dass die Beklagte nach einem allfälligen Wegzug von O.________ weiterhin "zuhause gut schaut", sei überdies als Begründung für eine Übertragung der Grundstücke nicht ausreichend, weil die Beklagte auch ohne eine solche Übertragung auf dem Betrieb ihres damaligen Ehemannes hätte verbleiben können (angef. Urteil, E. 3.5.3.2 S. 16 f.). Die Beklagte geht auf diese vorinstanzliche Begründung nicht (substanziiert) ein (vgl. KG-act. 1, S. 21 f. N 32 f.), weshalb auf darauf zu verweisen ist (vgl. § 45 Abs. 5 JG). Zudem führte die Vorinstanz zutreffend aus, dass die Aussagen dieser Zeugin wegen ihrer persönlichen Nähe zur Beklagten und ihres persönlichen Interesses am Ausgang des Verfahrens erheblich zu relativieren seien (angef. Urteil, E. 3.5.3.2 S. 16 unten), wogegen die Beklagte nichts einwendet, sondern nur erwähnt, die Vorinstanz habe ausser Acht gelassen, dass die Kläger allesamt am Ausgang des Prozesses ein grosses finanzielles Interesse hätten
(KG-act. 1, S. 22 N 33), was zutrifft und auch bei der Würdigung derer Aussagen zu beachten ist (vgl. E. 4.2d/bb vorne).
ccc) Im Recht liegt ein Schreiben von N.________ vom 22. August 2018, worin dieser ausführte, J.________ sel. habe ihm im Frühling 2007 bei einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, es sei sein Wunsch, dass die gesamte Liegenschaft "S.________" einmal an seine Schwiegertochter A.________ verschrieben werden solle, soweit er sich noch zu erinnern vermöge. J.________ sel. habe den Herzenswunsch geäussert, dass sein Sohn O.________ dem baldmöglichst nachkommen solle, weil A.________ immer zur Familie geschaut und diese zusammengehalten habe. J.________ sel. sei auch der Meinung gewesen, dass er auf dem S.________ bleiben könne (Vi-BB 3). Dieses Schreiben erfolgte jedoch ohne vorangehenden Hinweis auf die Ermahnung zur Wahrheit (Art. 171 ZPO) und die strafrechtlichen Folgen einer falschen Aussage (Art. 307 StGB), weshalb dessen Beweiswert eingeschränkt ist. Es kann auf die zutreffende Begründung der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. § 45 Abs. 5 JG; angef. Urteil, E. 3.5.3.3 S. 17 f.). Was die Beklagte dagegen vorträgt (vgl. KG-act. 1, S. 23 f. N 34), überzeugt nicht. Es ist nicht ersichtlich, weshalb N.________ am 22. August 2018 ein zwischen ihm und J.________ sel. im Frühling 2007 erfolgtes Gespräch zu Papier bringt, wenn nicht auf Initiative der Beklagten. Daran vermag ebenso wenig dessen Aussage anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. April 2019 etwas zu ändern, wonach er nicht kürzlich mit einer der Parteien über das Verfahren gesprochen habe (Vi-act. 38, S. 28 Frage 85), da von "kürzlich mit einer Partei gesprochen" nicht mehr die Rede sein kann, wenn das Gespräch ca. acht Monate zurückliegt: N.________ machte seine Aussage am 11. April 2019, wogegen das Gespräch zwischen ihm und der Beklagten kurze Zeit vor dem 22. August 2018 stattgefunden haben soll (vgl. Vi-BB 3). Die Aussage von N.________ vom 11. April 2019 vermag somit nicht in Frage zu stellen, dass er das Schreiben vom 22. August 2018 auf Initiative der Beklagten erstellte.
Am 11. April 2019 wurde N.________ insbesondere nach Ermahnung zur Wahrheit und nach Hinweis auf die strafrechtlichen Folgen einer falschen Zeugenaussage als Zeuge einvernommen (Vi-act. 38, S. 27 N 1.3). Im Zusammenhang mit der Übertragung des Eigentums an den beiden Grundstücken von O.________ an die Beklagte führte N.________ aus, er kenne den Hintergrund nicht. J.________ sel. habe ihm lediglich gesagt, O.________ habe den S.________ nun der Schwiegertochter überschrieben; er sei froh und könne nun dortbleiben; auf eine Art sei es ihm egal, wenn die Schwiegertochter den Hof übernehme bzw. dass es nun so sei, da er weiterhin oben bleiben könne (Vi-act. 38, S. 28-30 Fragen 86-94 und 99). Anders als in seinem Schreiben vom 22. August 2018 ist in diesen Aussagen von N.________ nicht die Rede davon, J.________ sel. habe sich die Übertragung der beiden Grundstücke von seinem Sohn auf seine Schwiegertochter A.________ gewünscht bzw. die Übertragung der beiden Grundstücke habe deshalb einem Herzenswunsch von J.________ sel. entsprochen, weil die Beklagte immer zur Familie geschaut und diese zusammengehalten habe. Überdies bestätigte N.________ mehrfach die Frage, ob J.________ sel. ihm gesagt habe, dass die Schwiegertochter den S.________ "übercho heig" (Vi-act. 38, S. 30 N 101-103). Zum Zeitpunkt des behaupteten Gesprächs zwischen N.________ und J.________ sel. konnte die erste Hälfte der beiden Grundstücke aber noch nicht auf die Beklagte übertragen worden sein, weil diese erst am 18. September 2008 erfolgte (Vi-KB 5) und J.________ sel. bereits am ________ verstarb. Unabhängig davon kann den Aussagen von N.________ einzig die Äusserung von J.________ sel. entnommen werden, letzterer könne zufolge der Grundstücksübertragung auf die Beklagte weiterhin auf dem S.________ wohnen. Dagegen kann aus seinen Aussagen nicht geschlossen werden, die Übertragung der beiden Grundstücke auf die Schwiegertochter habe dem Herzenswunsch von J.________ sel. entsprochen. Selbst wenn ein solcher Herzenswunsch bestanden hätte, könnte daraus nicht ohne Weiteres gefolgert werden, J.________ sel. habe mit der Grundstücksübertragung an seine Schwiegertochter gewollt, dass damit die Dienste der Schwiegertochter abgegolten würden und dies erst noch zu einem Wert von mehreren Fr. 100'000.00. Der Einwand der Beklagten, wonach sie eine gleichwertige Gegenleistung erbracht habe (KG-act. 1, S. 24 N 35), ist abgesehen davon unbegründet, weil eine solche Gleichwertigkeit weder substanziiert behauptet noch bewiesen ist (vgl. E. 4.1g vorne).
ddd) Die Vorinstanz erklärte, die Beklagte selber habe anlässlich ihrer Parteibefragung den Grund für eine Übertragung (des hälftigen Grundstücks) nie mit einem Herzenswunsch von J.________ sel. begründet. Im Weiteren hielt die Erstinstanz fest, welche Gründe die Beklagte für die Grundstücksübertragung anführte (angef. Urteil, E. 3.5.3.4).
Die Beklagte bringt vor, sie habe in den erstinstanzlichen Rechtsschriften und auch anlässlich ihrer Parteibefragung klar zum Ausdruck gebracht, es sei der Wunsch ihres Schwiegervaters gewesen, dass sie das Grundstück erhalte. Überdies lasse die Vorinstanz ausser Acht, dass sie während Jahren mit ihrem Schwiegervater zusammengewohnt, dort gearbeitet und ihn in diversen alltäglichen Dingen unterstützt habe (KG-act. 1, S. 24 f. N 36). Die Kläger schliessen sich der vorinstanzlichen Auffassung an. Die Beklagte habe lediglich von 1992 bis 1998 bei ihrem Schwiegervater gewohnt, während welcher Zeit er sie habe unterhalten müssen und von ihr gequält, erniedrigt und ausgenutzt worden sei (KG-act. 7, S. 23).
Die Beklagte nannte bei ihrer Parteibefragung vom 11. April 2019 den Wunsch ihres Schwiegervaters nur im Zusammenhang mit der angeblichen Äusserung ihres damaligen Ehemannes O.________ (vgl. Vi-act. 38, S. 32 Frage 122). Im Übrigen erwähnte die Beklagte andere Gründe für die Grundstücksübertragung (vgl. Vi-act. 38, S. 32 f. Fragen 118 und 126 sowie S. 35 Frage 140). Hinzuweisen ist dabei, dass die Beklagte ihre Tochter als einen Hauptgrund für die hälftige Grundstücksübertragung bezeichnete (Vi-act. 38, S. 33 Frage 126). Dass die Beklagte in den Rechtsschriften wiederholt vorbrachte, die Übertragung auf sie habe einem Herzenswunsch von J.________ sel. entsprochen, ändert nichts daran, dass sie dies anlässlich ihrer Parteibefragung so nicht vortrug. Ebenso wenig ist substanziiert behauptet oder belegt, dass die Beklagte während Jahren auf dem Landwirtschaftsbetrieb arbeitete und J.________ sel. umsorgte (vgl. E. 4.1g vorne).
eee) Aus diesem Beweisergebnis wird ersichtlich, dass die beweispflichtige Beklagte (vgl. E.4.2b vorne) nicht nachzuweisen vermag, O.________ habe bei den Grundstücksübertragungen vom 18. September 2008 und 2. Juli 2010 (vgl. Vi-KB 5 f.) keine Schädigungsabsicht gehabt. Im Gegenteil wird die gesetzliche Vermutung der Schädigungsabsicht durch das Beweisverfahren bekräftigt. Denn selbst wenn es dem Herzenswunsch von J.________ sel. entsprochen hätte, dass die beiden Grundstücke der Beklagten übertragen würden, was nicht bewiesen ist (vgl. E. 4.2d/cc/aaa-ddd vorne), könnte einerseits – wie bereits die Vorinstanz zutreffend ausführte (vgl. angef. Urteil, E. 3.5.3.6 S. 19) – ein solcher Herzenswunsch von J.________ sel. zwar ein Indiz dafür sein, dass O.________ nur den Willen seines Vaters befolgen wollte. Eine (vollständige) Übertragung der Liegenschaften, insbesondere zum damaligen Zeitpunkt, wäre indessen nicht zwingend erforderlich gewesen, um der Beklagten den Verbleib auf dem Hof zu sichern. Dieses Ziel hätte z.B. auch durch Einräumung eines Wohnrechts an die Beklagte erreicht werden können, sodass O.________ hätte Eigentümer bleiben können. Andererseits könnte auch aus einem solchen Herzenswunsch von J.________ sel. nicht gefolgert werden, er habe mit der Grundstücksübertragung an seine Schwiegertochter gewollt, dass damit deren unsubstanziierten und unbewiesenen Arbeiten von angeblich mehreren Fr. 100'000.00 abgegolten würden (vgl. E. 4.2d/cc/ccc vorne). Die wiederholt vorgetragenen Einwendungen der Beklagten
(vgl. KG-act. 1, S. 26 f. N 38) erweisen sich als nicht überzeugend.
4.3 Die Vorinstanz führte aus, im Zeitpunkt der Grundstücksübertragungen hätten die Beklagte und ihr damaliger Ehemann weder über Einkommen noch über Vermögen verfügt. Die Beklagte habe im Rahmen der Parteibefragung zugestanden, Kenntnis von der schlechten finanziellen Situation ihres damaligen Ehemannes gehabt zu haben. Auch habe die Beklagte gewusst, dass zwischen ihm und seinen Geschwistern ein Streit um das Erbe von J.________ sel. entbrannt sei und letztere gegen ihn eine Forderung von je rund Fr. 60'000.00 eingeklagt hätten (angef. Urteil, E. 3.5.1 S. 14). Die Vor-instanz schliesst daraus, dass die Beklagte die Schädigungsabsicht von O.________ gekannt habe.
a) Die Beklagte bringt vor, es treffe nicht zu, dass sie im Zeitpunkt der Grundstücksübertragungen (weder im Jahr 2008 noch im Jahr 2010) von der schlechten finanziellen Situation ihres damaligen Ehemannes Kenntnis gehabt habe. Sie und er seien stets in der Lage gewesen, den Lebensunterhalt für die ganze Familie zu bestreiten. Sie hätten im Jahre 2010 keine Betreibungen gehabt und seien solvent gewesen. Es habe keine dramatische Situation vorgelegen; weder habe eine Überschuldung vorgelegen noch eine Illiquidität gedroht. Ausserdem habe damals kein rechtskräftiger Entscheid vorgelegen, welche die klägerische Forderung belegt hätte. Ebenso wenig sei es in den Jahren 2008 und 2010 absehbar gewesen, dass die Kläger angebliche Erbansprüche tatsächlich hätten durchsetzen wollen. Vielmehr sei allen Erben bewusst gewesen, dass, dem Wunsch von J.________ sel. entsprechend, O.________ die beiden Grundstücke erhalten solle unter Verzicht auf eine allfällige Ausgleichung. Für sie sei daher keine Schädigungsabsicht erkennbar gewesen (KG-act. 1, S. 15-17 N 24-26).
Die Kläger wenden ein, die Beklagte und O.________ seien bereits im Jahr 2009 von der Fürsorge abhängig gewesen. Die Beklagte habe von der schlechten finanziellen Lage von O.________ Kenntnis gehabt. Daher habe die Beklagte auch keine Beweise eingereicht, welche ihre Solvenz und jene von O.________ bewiesen hätte. Die Beklagte sei sich der Forderungen der Kläger bewusst gewesen und habe spätestens mit Schreiben vom 29. Februar 2008 ebenso gewusst, dass sie nicht auf ihren Erbanteil verzichten würden bzw. O.________ diese werde begleichen müssen, da sie im Hintergrund die Fäden sämtlicher Verfahren geführt habe. Daher sei die Schädigungsabsicht für die Beklagte erkennbar gewesen (KG-act. 7, S. 16 unten bis S. 18 Mitte).
b) Die Schädigungsabsicht des Schuldners muss für den Begünstigten erkennbar gewesen sein. Gemäss Abs. 2 von Art. 288 SchKG trägt bei der Anfechtung einer Handlung zugunsten einer nahestehenden Person des Schuldners diese die Beweislast dafür, dass sie die Benachteiligungsabsicht des Schuldners nicht erkennen konnte. Diesfalls hat der Anfechtungskläger lediglich das Vorliegen eines Näheverhältnisses zu beweisen. Die unmittelbar an der Vermögensverschiebung beteiligten Personen sind in der Lage, die Kriterien offenzulegen, welche bei der Vermögensentäusserung des Schuldners massgebend waren (Maier, a.a.O., N 19 zu Art. 288 SchKG; Kren Kostkiewicz, a.a.O., N 19 zu Art. 288 SchKG). Weil O.________ im relevanten Zeitpunkt der Grundstücksübertragung vom 2. Juli 2010 (und auch schon vom 18. September 2008; vgl. Vi-KB 5 f.) der Ehemann der Beklagten und somit eine dieser nahestehenden Person war, ist zu prüfen, ob die Beklagte zu beweisen vermag, dass sie damals die Benachteiligungsabsicht bzw. Schädigungsabsicht von O.________ nicht erkennen konnte. Als erkennbar gilt alles, was bei Anwendung der durch die konkreten Verhältnisse gebotenen Aufmerksamkeit ohne Fahrlässigkeit erkannt werden konnte (BGer, Urteil 5A_835/2012 vom 16. Mai 2013 E. 4.1). Hätte der Anfechtungsbeklagte bei Anwendung der erwähnten Sorgfalt erkennen können und müssen, dass als Folge der Verfügung durch den Schuldner möglicherweise eine Gläubigerschädigung eintritt, war für ihn die Bevorzugungsabsicht offenbar. Massgebend ist der Kenntnisstand des Begünstigten im Zeitpunkt der entäussernden Verfügung des Schuldners (Maier, a.a.O., N 10 zu Art. 288 SchKG).
c) O.________ verfügte im Zeitpunkt der Grundstücksübertragungen in den Jahren 2008 und 2010 neben den Grundstücken über keine weiteren Vermögenswerte und war damals seit dem Jahre 2005 von der Fürsorge abhängig (vgl. E. 4.2c vorne). Auch die Beklagte war damals mittellos, führte O.________ in seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 15. Mai 2009 doch ausdrücklich aus, aufgrund der Einkommenssituation und Fürsorgeabhängigkeit der Eheleute A+O.________ seien die Banken nicht bereit, die auf der Liegenschaft lastende Hypothek zu erhöhen (Vi-KB 25), weshalb der damalige Bezirksgerichtspräsident mit Verfügung vom 19. Mai 2009 das Armenrechtsgesuch bewilligte (Vi-KB 26). Überdies hielt O.________ in der Stellungnahme vom 17. Dezember 2010 zum (wiederholt) beantragten Entzug der unentgeltlichen Rechtspflege fest, er und seine Ehefrau seien mittellos und ihre wirtschaftlichen Verhältnisse hätten sich seit der Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege noch verschlechtert (Vi-KB 27, S. 2 N 1). Mit Urteil vom 6. Juli 2011 bewilligte das Bezirksgericht Schwyz das Armenrechtsgesuch (Vi-KB 28, S. 21 f. Dispositiv-Ziffer 8). Ausserdem führte O.________ bei seiner Parteibefragung am 29. Oktober 2009 aus, seine Frau sei arbeitslos, suche aber immer Arbeit (Vi-KB 12, S. 51 f. Frage 442). Zudem gab die Beklagte im vorliegenden Prozess bei der Parteibefragung auf die Frage, ob sie im damaligen Zeitpunkt über die finanzielle Situation ihres Ehemannes Kenntnis gehabt habe, dass nicht viel da sei, wie er heute gesagt habe, zu Protokoll, ja, manchmal laufe es nicht so wie man denke und man müsse dann positiv sein (Vi-act. 38, S. 35 Frage 141). Sie habe gemeinsam mit ihm die Buchhaltung gemacht (Vi-act. 38, S. 35 Frage 142). Diese Aussagen können nicht anders verstanden werden, als dass die Beklagte wusste, dass O.________ nicht über viel Geld verfügte. Ausserdem stellt die Beklagte die Bemerkung der Vorinstanz nicht in Abrede, wonach O.________ nicht behaupte, dass er seine Schulden, insbesondere die von den Klägern bereits geltend gemachten Erbansprüche, hätte bezahlen können, was aufgrund der Einkommens- und Vermögensverhältnisse von O.________ auch nicht möglich gewesen sei (angef. Urteil, E. 3.5.1 S. 14; KG-act. 1, S. 14-17 N 2.4).
G.________ (Kläger Ziff. 5) führte anlässlich der Parteibefragung vom 11. April 2019 aus, es sei allen Kindern (von J.________ sel.) bewusst gewesen, dass der Vater die Grundstücke an O.________ überschreiben wolle
(Vi-act. 38, S. 36 Frage 149). Daraus kann indessen nicht geschlossen werden, alle Erben hätten damit gerechnet, dass J.________ sel. sich gewünscht habe, diese Überschreibung solle unter Verzicht auf eine allfällige Ausgleichung erfolgen. Im Gegenteil liess der klägerische Rechtsvertreter O.________ mit Schreiben vom 29. Februar 2008 wissen, dass er wegen der Übernahme der beiden landwirtschaftlichen Grundstücke zum Ertragswert statt zum Verkehrswert seinen sechs Geschwistern insgesamt werde mind. Fr. 384'000.00 bezahlen müssen, worauf er einen Rechtsanwalt aufsuchte und sich von ihm beraten liess (vgl. E. 4.1c vorne). Ausserdem kann dem Gerichtsgutachten K.________ vom 22. April 2010 ein Verkehrswert der beiden Grundstücke im April 2010 von Fr. 644'000.00 entnommen werden. Dieser Umstand, welcher sich vor der vorliegend relevanten zweiten Grundstücksüberschreibung vom 2. Juli 2010 zutrug, musste O.________ noch klarer machen, dass die Kläger auf die Durchsetzung ihrer Forderungen nicht verzichten würden. Hierfür war das Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids nicht notwendig.
Die Beklagte stellt die zutreffende vorinstanzliche Sachdarlegung nicht in Abrede, wonach sie den Streit um das Erbe ihres Schwiegervaters zwischen ihrem Ehemann und seinen Geschwistern mitbekommen habe und bereits damals eine Forderung der Kläger gegenüber O.________ über je Fr. 60'000.00 im Raum gestanden sei (angef. Urteil, E. 3.5.1 S. 14 mit Hinweis auf Vi-act. 38, S. 34 Fragen 135 ff.; KG-act. 1, S. 15-17 N 24-26). Zudem führte die Beklagte im vorinstanzlichen Verfahren im Zusammenhang mit dem Gutachten vom 22. April 2010 aus, sie und ihr ehemaliger Mann hätten damals in diesem Verfahren noch ein anderes Gutachten beantragen wollen (Vi-act. 38, S. 14, Abs. 5), und deren Tochter erklärte als Zeugin, es sei logisch, dass um das Grundstück gestritten werde, weil ihre Mutter und ihr Vater bereits seit Jahren prozessieren würden (Vi-act. 38, S. 26 Frage 73). Diese Aussagen sprechen dafür, dass die Beklagte in die verschiedenen Prozesse von O.________ involviert war.
Zusammenfassend steht fest, dass der Beklagten die damalige finanzielle Lage von O.________ und die Forderungen der Kläger gegenüber O.________ bekannt waren. Die Beklagte hätte somit bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt erkennen können und müssen, dass die am 2. Juli 2010 erfolgte Grundstücksübertragung von O.________ auf sie die Kläger möglicherweise schädigen würde, sodass für sie die Bevorzugungsabsicht offenbar war. Umso weniger vermag die beweispflichtige Beklagte (vgl. E. 4.3b vorne) den Beweis zu erbringen, dass sie die Benachteiligungsabsicht nicht hätte erkennen können. Somit ist ebenfalls die dritte Voraussetzung von Art. 288 SchKG zu bejahen.
5. Die Parteien stimmen mit der Vorinstanz überein, dass mit der Übertragung der beiden Miteigentumsanteile des Schuldners O.________ an die Beklagte vom 2. Juli 2010 letztere von der Miteigentümerin zur Alleineigentümerin wurde (vgl. angef. Urteil, E. 4.1 und 4.2 S. 19 f.; KG-act. 1, S. 30 f. N 40-43; KG-act. 7, S. 25 f.). Die Vorinstanz folgert daraus, obwohl das erwähnte Rechtsgeschäft zivilrechtlich gültig bleibe, seien nicht nur die mit der zweiten Übertragung erworbenen Miteigentumsanteile der Beklagten, sondern deren gesamte Grundstücke der Zwangsvollstreckung zuzuführen bzw. zu pfänden. Denn der positive Anfechtungsentscheid bezwecke den Erhalt des Haftungssubstrates bzw. es interessiere weder, wer Eigentümer sei noch das sachenrechtliche Schicksal einer übertragenen Sache. Dass die Grundstücke nicht (mehr) auf den Namen des Schuldners O.________ lauten würden, stehe der Pfändung nicht entgegen, sondern sei gestützt auf Art. 10 Abs. 1 Ziff. 3 VZG möglich, wenn die Gläubiger glaubhaft machen würden, dass der Grundbucheintrag unrichtig sei. Dies treffe vorliegend zu, weil der Schuldner O.________ eine Liegenschaft veräussert habe, welche nach den Umständen eine Rückerstattung gemäss Art. 285 ff. SchKG rechtfertige. Dagegen sei der vollstreckungsrechtliche Einbezug gegenständlich auf die Hälfte des Werts der Vermögensobjekte zu beschränken bzw. die andere Hälfte des Verwertungserlöses verbleibe der Beklagten, da nur hinsichtlich der zweiten Übertragung eine anfechtungsrelevante Vermögensverschiebung stattgefunden habe (angef. Urteil, E. 4 S. 19-21).
a) aa) Die Beklagte bringt vor, weil die Übertragung der beiden Grundstücksmiteigentumsanteile vom 2. Juli 2010 zivilrechtlich gültig sei, gelange Art. 10 Abs. 1 Ziff. 3 VZG nicht zur Anwendung mit der Folge, dass die beiden Grundstücke nicht als Ganzes der Vollstreckung zugeführt, sondern nur die mit der zweiten Übertragung erworbenen Miteigentumsanteile gepfändet werden dürften. Ausserdem habe die Vorinstanz die Dispositionsmaxime verletzt, weil sie die Beklagte verpflichtet habe, die Pfändung der Grundstücke als Ganzes zu dulden, obwohl die Kläger lediglich beantragt hätten, dass eventuell die Pfändung der hälftigen Miteigentumsanteile zu dulden sei (KG-act. 1, S. 30 f. N 40-43). Die Kläger wenden ein, die Vorinstanz habe Art. 10 Abs. 1 Ziff. 3 VZG entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung weit ausgelegt, wonach diese Bestimmung insbesondere anzuwenden sei, wenn der Schuldner eine Liegenschaft veräussert habe, welche nach den Umständen eine Rückerstattung gemäss Art. 285 ff. SchKG rechtfertige. Ebenso wenig habe die Vorinstanz die Dispositionsmaxime verletzt, weil aus den Rechtsbegehren der Kläger eindeutig hervorgehe, dass die Pfändung der Grundstücke im Ganzen zu dulden sei (KG-act. 7, S. 25 f.).
bb) Grundstücke, die im Grundbuch auf einen anderen Namen als denjenigen des Schuldners eingetragen sind, dürfen u.a. nur gepfändet werden, wenn der Gläubiger glaubhaft macht, dass der Grundbucheintrag unrichtig ist (Art. 10 Abs. 1 Ziff. 3 VZG). Diese Bestimmung ist weit auszulegen, weil sie gerade bezweckt, die Zwangsvollstreckung ausnahmsweise entgegen dem formellen Grundbucheintrag zu ermöglichen (BGer, Urteil 5A_96/2008 vom 11. Juli 2008 E. 3.3; BGer, Urteil 5A_145/2008 vom 11. April 2008 E. 3.3; BGer, Urteil 7B.5/2007 vom 3. Mai 2007 E. 2.3; BGE 114 III 88 E. 3a S. 90; BGE 117 III 29 E. 3 S. 31 = Pra 1993 Nr. 16). Art. 10 Abs. 1 Ziff. 3 VZG ist daher etwa dann anzuwenden, wenn der Schuldner das ihm gehörende Grundstück unter Umständen veräusserte, die den Widerruf dieser Übertragung (BGE 114 III 88 E. 3a S. 90) bzw. konkret eine Rückerstattung gemäss Art. 285 ff. SchKG rechtfertigen, wobei der Gläubiger nur die Anfechtbarkeit der Handlung glaubhaft machen muss (BGer, Urteil 5A_96/2008 vom 11. Juli 2008 E. 3.3; BGer, Urteil 5A_145/2008 vom 11. April 2008 E. 3.3).
Der Schuldner O.________ verkaufte am 2. Juli 2010 die zweiten Hälften der beiden Grundstücke an die Beklagte (Vi-KB 6). Dabei handelte er in Schädigungsabsicht (vgl. E. 4.2d/cc/eee vorne) und die Beklagte hätte bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt erkennen können und müssen, dass die am 2. Juli 2010 erfolgte Grundstücksübertragung von O.________ auf sie die Kläger möglicherweise schädigen würde (vgl. E. 4.3c vorne). Ist unter diesen Umständen daher eine Rückerstattung der Grundstücke gemäss Art. 288 SchKG gerechtfertigt, sind die beiden Grundstücke als Ganzes der Vollstreckung zuzuführen resp. zu pfänden.
cc) Die Kläger stellten mit Eingabe vom 19. September 2018 das Rechtsbegehren, es sei die Beklagte zu verpflichten, die beiden Grundstücke, eventuell zur Hälfte bzw. im Umfang des hälftigen Eigentums, zurückzugeben, und die Pfändung (evtl. die Pfändung des hälftigen Miteigentumsanteils) dieser Grundstücke in den Betreibungen der Kläger gegen O.________ zu dulden (Vi-act. 1, S. 2). Die Pfändung des hälftigen Miteigentumsanteils betraf somit nur den Eventualantrag. Daher kann der Vorinstanz keine Verletzung der Dispositionsmaxime vorgeworfen werden.
b) Die Beklagte trägt weiter vor, die Vorinstanz hätte bei einer allfälligen Verwertung ebenfalls die Hypothekarschuld, welche hälftig auch für die zweite Grundstücksübertragung bestehe, berücksichtigen müssen (KG-act. 1, S. 31 N 44). Die Kläger bestreiten dies mit der Begründung, die Beklagte habe die ganze Hypothek mit der ersten hälftigen Eigentumsübertragung übernommen, welche Übertragung wegen Verjährung nicht als Haftungssubstrat herangezogen werden könne (KG-act. 7, S. 26). Dass das Vorbringen der Beklagten nicht zutrifft, wurde bereits dargelegt (vgl. E. 4.1g/ff vorne). Zudem steht fest, dass die Vorinstanz nur die Hälfte des Verwertungserlöses zur Befriedigung der klägerischen Betreibungsforderungen einbezog (vgl. E. 4.1d/bb vorne). Damit erübrigen sich an dieser Stelle weitere Ausführungen. Das beklagtische Vorbringen ist unzutreffend.
c) Weil die beiden Grundstücke als Ganzes gepfändet werden können (vgl. E. 5a/bb vorne), erweist sich der Schluss der Beklagten, welche sie daraus zieht, dass nur die zweite Miteigentumsübertragung an den Grundstücken der Verwertung zugeführt werden dürfe (vgl. KG-act. 1, S. 31 f. N 45), als unzutreffend.
6. Die Vorinstanz führte aus, die beiden Grundstücke stünden den Klägern als einzige Vermögenswerte zur Sicherung ihrer ausgewiesenen Erbansprüche zur Verfügung. Daher seien die Verfügungsbeschränkung sowie das Veränderungs- und Veräusserungsverbot gemäss Verfügung vom 22. Dezember 2015 über die Rechtskraft des Anfechtungsurteils hinaus bis zur Mitteilung der Pfändung der beiden Grundstücke an das Grundbuchamt durch das Betreibungsamt aufrechtzuerhalten (angef. Urteil, E. 5 S. 21-23).
a) Die Beklagte macht geltend, es bestehe keine Gefahr, dass die Vollstreckung des allfälligen Anspruchs ohne vorsorgliche Massnahme vereitelt oder wesentlich erschwert würde. Denn sie habe mehrfach dargelegt, dass sie die Grundstücke nicht veräussern würde, weil diese ihr Zuhause seien und sie dort tief verwurzelt sei. Zudem hätte sie in der Periode zwischen der Grundstücksübertragung und dem Erlass der vorsorglichen Massnahme die Grundstücke längstens verkaufen können, wenn sie dies gewollt hätte, was sie aber nicht getan habe. Es bestehe somit kein ausreichender Verfügungsgrund mehr für die Aufrechterhaltung der vorsorglichen Verfügung, weshalb diese aufzuheben sei (KG-act. 1, S. 32 f. N 4). Die Kläger wenden ein, würde die Verfügungsbeschränkung nicht aufrechterhalten, wäre damit zu rechnen, dass die Beklagte die zu pfändenden Vermögenswerte umgehend ausser Reichweite schaffen würde und die klägerischen erbrechtlichen Ansprüche restlos und für immer verloren wären. Ebenso wenig zeige die Beklagte Gründe für die Aufhebung der Verfügungsbeschränkung auf, zumal es nicht zutreffe, dass die beiden Grundstücke deren Zuhause sein solle und sie dort verankert sei, wobei dies ohnehin mit einer weiteren Verfügungsbeschränkung nichts zu tun habe (KG-act. 7, S. 26 f.).
b) Es ist unbestritten, dass die beiden Grundstücke den Klägern als einzige Vermögenswerte zur Sicherung ihrer ausgewiesenen Erbansprüche (vgl. E. 4 vorne) zur Verfügung stehen. Daher haben die Kläger ein hohes Interesse an der Aufrechterhaltung der Verfügungsbeschränkung und des Verbots, die beiden Grundstücke unter Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB zu verändern, zu belasten oder zu veräussern (vgl. vorsorgliche Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Schwyz vom 22. Dezember 2015, Vi-KB 15). Es ist nicht ersichtlich, welches berechtigte Interesse die Beklagte an der Aufhebung der vorsorglichen Massnahmenverfügung haben soll, selbst wenn sie mit den beiden Grundstücken tief verwurzelt wäre, da wegen der bevorstehenden Verpfändung und Verwertung dieser Grundstücke sie ohnehin nicht mehr sicher sein kann, dort bleiben zu können. Daran vermag nichts zu ändern, dass die Beklagte in der Zeit zwischen der Grundstücksübertragung vom 2. Juli 2010 bis zum Erlass der vorsorglichen Massnahme vom 22. Dezember 2015 die Grundstücke nicht veräusserte, da damals – anders wie heute – eine Pfändung der beiden Grundstücke nicht bevorstand. Ohnehin bleibt unklar, ob diese landwirtschaftlichen Grundstücke damals überhaupt in dieser kurzen Zeit verkäuflich gewesen wären. Damit erweist sich das Vorbringen der Beklagten als unzutreffend.
7. Die Vorinstanz führte aus, die Kläger seien mit ihren Rechtsbegehren vollumfänglich durchgedrungen. Denn angefochten worden sei die zweite Eigentumsübertragung vom 2. Juli 2010, welche als anfechtbar zu erklären sei. Überdies würden sich die klägerischen Rechtsbegehren darauf richten, dass die Pfändung beider Grundstücke als Ganzes von der Beklagten zu dulden sei und dass die Verfügungsbeschränkung sowie das Verbot gemäss Verfügung vom 22. Dezember 2015 über die Rechtskraft des Hauptsachenentscheides hinaus zu verlängern seien. Daher seien auch die Kosten des vorsorglichen Massnahmenverfahrens der Beklagten aufzuerlegen (angef. Urteil, E. 6.1 und 6.2 S. 24).
a) Die Beklagte bringt vor, die Kläger würden mit ihren Rechtsbegehren nicht vollumfänglich durchdringen, weil die Vorinstanz ihnen mehr zugesprochen habe, als sie beantragt hätten, die Kläger neben der Eigentumsübertragung im Jahre 2010 auch jene aus dem Jahre 2008 angefochten hätten, in diesem Punkt aber unterlegen seien. Die Prozesskosten, Entscheidgebühren und Parteientschädigung seien daher neu festzulegen (KG-act. 1, S. 34 f. N 47 f.). Die Kläger bestreiten das Vorbringen der Beklagten. Sie hätten eine Entschädigung für das Verfahren der vorsorglichen Massnahmen geltend gemacht, weshalb die entsprechenden Kosten auch von der Vorinstanz pflichtgemäss festzusetzen gewesen seien (KG-act. 7, S. 27).
b) aa) Es wurde bereits dargelegt, dass die Vorinstanz den Klägern nicht mehr zusprach, als sie beantragten. Auf die entsprechenden Ausführungen kann verwiesen werden (vgl. E. 5a/cc vorne).
bb) Die Kläger beantragten mit Anfechtungsklage vom 19. September 2018, die Beklagte sei zu verpflichten, die beiden Grundstücke zurückzugeben, eventuell zur Hälfte bzw. im Umfang des hälftigen Eigentums, zurückzugeben, und die Pfändung (evtl. die Pfändung des hälftigen Miteigentumsanteils) dieser Grundstücke in den Betreibungen des Betreibungsamtes Sattel zu dulden. Zudem sei das Betreibungsamt Sattel anzuweisen, diese Betreibungen unter Einbezug der beiden Grundstücke weiterzuführen (Vi-act. 1, S. 2, Antrag-Ziff. 1). Die Beklagte ist zu verpflichten, die Pfändung der beiden Grundstücke als Ganzes zu dulden (vgl. E. 5a/bb vorne). Diesbezüglich dringen die Kläger somit durch, auch wenn zur Befriedigung der klägerischen Betreibungsforderungen nur die Hälfte des Verwertungserlöses einzubeziehen ist, weil die andere Hälfte dieses Erlöses bei der Beklagten verbleibt (vgl. angef. Urteil, Dispositiv-Ziffer 1b letzter Satz).
Hinsichtlich der Aufrechterhaltung der vorsorglich erlassenen Verfügungsbeschränkung über die beiden Grundstücke und des Verbots, diese Grundstücke unter Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB zu verändern, zu belasten oder zu veräussern (vgl. Vi-KB 15), obsiegen die Kläger ebenfalls vollumfänglich (vgl. angef. Urteil, Dispositiv-Ziffer 2 und 3; E. 6 vorne).
cc) Zufolge des ganzheitlichen Obsiegens der Kläger wird einzig die Beklagte für das erstinstanzliche Verfahren kosten- und entschädigungspflichtig. In Bezug auf die Höhe der diesbezüglichen Kosten kann auf das überzeugende angefochtene Urteil verwiesen werden (vgl. angef. Urteil, E. 6.2 und 6.3.1-6.3.3), zumal sich die Beklagte im Berufungsverfahren nicht dazu äussert (vgl. KG-act. 1, S. 34 f. N 47 f.).
8. Die Beklagte ersucht für das Berufungsverfahren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. KG-act. 2 und 2/1-2/10).
a) Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 ZPO). Begehren sind als aussichtslos anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie – zumindest vorläufig – nichts kostet. Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen Prüfung der Prozessaussichten, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs massgebend sind (BGE 142 III 138 E. 5.1 S. 139 f.).
b) Aufgrund der Erwägungen 1 bis 7 vorne, worauf verwiesen werden kann, wird klar, dass die Gewinnaussichten der beklagtischen Berufungsbegehren beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Eine Partei, welche über die nötigen Mittel verfügt, hätte sich bei vernünftiger Überlegung nicht zu einer Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 11. Dezember 2019 entschlossen. Dies war bereits im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege am 27. Januar 2020 klar. Daher ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Berufungsbegehren abzuweisen, ohne dass zu prüfen wäre, wie es sich um die Mittelosigkeit der Beklagten verhält.
9. Zusammenfassend ist die Berufung abzuweisen, weshalb die Beklagte für das Berufungsverfahren kosten- und entschädigungspflichtig wird.
Die Kosten des Berufungsverfahrens sind auf pauschal Fr. 3‘500.00 festzulegen. Die Höhe der Parteientschädigung ist nach pflichtgemässem Ermessen festzusetzen, da die Kläger keine spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit und ihre Auslagen einreichen (vgl. § 6 Abs. 1 Satz 3 GebTRA). Vorliegend beträgt der Streitwert unbestrittenermassen rund Fr. 300'000.00 (vgl. angef. Urteil, E. 1.1.2 S. 7; KG-act. 1, S. 3 N 3; KG-act. 7, S. 4; KG-act. 5), sodass von einem Grundhonorar zwischen Fr. 5'500.00 bis Fr. 39'600.00 auszugehen ist (vgl. § 8 Abs. 2 GebTRA). Im Rahmen dieses Mindest- und Höchstansatzes ist die Vergütung nach den Gesichtspunkten der §§ 1 und 2 GebTRA frei zu bestimmen, wobei im Berufungsverfahren das Honorar 20 bis 60 % der in § 8 festgesetzten Ansätze beträgt (§ 11 GebTRA). Die Streitsache kann in Anbetracht dessen, dass das Erbe der Kläger im Wesentlichen lediglich die beiden Grundstücke umfasst, nicht als unwichtig bezeichnet werden, und ist ebenso wenig als einfach aufzufassen. Ausserdem ist zu beachten, dass der klägerische Rechtsvertreter eine Berufungsschrift von über 30 Seiten lesen (mehr als zehn Seiten der Berufungsschrift betrafen unnötige Wiederholungen der vorinstanzlichen Erwägungen) und eine umfassende Berufungsantwort ausarbeiten musste. In Anbetracht sämtlicher Umstände erscheint es als angemessen, die zu Gunsten der Kläger auszusprechende Parteientschädigung auf Fr. 4‘000.00 (inkl. Auslagen und MWST) festzusetzen;-

erkannt:
1. Die Berufung wird abgewiesen und das angefochtene Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 11. Dezember 2019 bestätigt.
2. Die Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von pauschal Fr. 3‘500.00 werden der Beklagten auferlegt.
3. Die Beklagte ist verpflichtet, den Klägern für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 4‘000.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.
4. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfahren wird abgewiesen.
5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt rund Fr. 300'000.00.

6. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwalt Dr. I.________ (7/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).
Namens der 1. Zivilkammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident

Der Gerichtsschreiber










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15. Oktober 2020 kau
Quelle: https://www.kgsz.ch
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