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Strafgesetzbuch (StGB)

Art. 87 StGB vom 2021

Art. 87 Strafgesetzbuch (StGB) drucken

Art. 87

1. Wer vorsätzlich in einer Zeit, da Truppen zum aktiven Dienste auf­geboten sind, die Unternehmungen der schweizerischen Armee unmit­telbar stört oder gefährdet, wer insbesondere der Armee dienende Ver­kehrs- oder Nachrichtenmittel, Anlagen oder Sachen beschädigt oder vernichtet, oder den Betrieb von Anstalten, die der Armee dienen, hin­dert oder stört, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren bestraft.

2. Wer vorsätzlich in einer Zeit, da Truppen zum aktiven Dienste auf­geboten sind, die Unternehmungen der schweizerischen Armee mittel­bar stört oder gefährdet, wer insbesondere die öffentliche Ordnung stört oder Betriebe, die für die Allgemeinheit oder die Armeeverwal­tung wichtig sind, hindert oder stört, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter sechs Monaten bestraft.150

3. In schweren Fällen kann auf lebenslängliche Freiheitsstrafe erkannt werden.151

4. Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

150 Fassung gemäss Ziff. II 2 des BG vom 19. Juni 2015 (Änderungen des Sanktionenrechts), in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2016 1249; BBl 2012 4721).

151 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 20. März 1992, in Kraft seit 1. Sept. 1992 (AS 1992 1679; BBl 1991 II 1462, IV 184).


Dieser Gesetzesartikel ist im Jahr 2021 in Kraft getreten. Es besteht kein Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit/Richtigkeit. Wir verweisen Sie dazu auf www.admin.ch.

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Art. 87 Strafgesetzbuch (StGB) - Anwendung bei den Gerichten

Anwendung im Kantonsgericht

Dieser Gesetzesartikel wurde bei folgenden kantonalen Gerichtsentscheiden referenziert/angewendet (nicht abschliessend):

KantonFallnummerLeitsatz/StichwortSchlagwörter
ZHSB080592Die Probezeit bei bedingter Entlassung aus dem Strafvollzug berechnet sich nach neuem Recht, weshalb i.d.R. als Länge der Probezeit der Strafrest gilt.Probezeit; Bedingte; Entlassung; Bedingten; Angeklagte; Vollzug; Recht; Entscheid; Rückversetzung; Bestimmungen; Kantons; Zusammenhang; Beging; Entlassen; Vorinstanz; Obergericht; Verfügung; Rechtskräftig; Bemessung; Vollzugsregime; Täter; Verurteilt; Schlussbestimmungen; Vollzuges; Botschaft; Bundesrates; Ansetzung; Restes
SGST.2008.15Entscheid Art. 86 Abs. 1, Art. 87, Art. 89 Abs. 1, 2 und 6, Art. 49 Abs. 1, Art. 344 Abs. 2 StGB (SR 311.0). Begeht der bedingt Entlassene während der Probezeit ein Verbrechen oder ein Vergehen, ordnet das für die Beurteilung der neuen Tat zuständige Gericht die Rückversetzung an. Diese Regelung ist auch auf Täter anwendbar, welche nach altem Recht verurteilt wurden (Erw. 7a). Trifft ein im Rückversetzungsverfahren entstandener Strafrest mit einer neuen, vollziehbaren Freiheitsstrafe zusammen, hat der bedingt Entlassene Anspruch auf die Bildung einer Gesamtstrafe (Erw. 7d). Die Gesamtstrafe ist nicht wesentlich niedriger zu bemessen, als eine Kumulation der Einzelstrafen ergäbe. Allenfalls ist die Höhe des Verschuldens des Täters am Widerruf zu berücksichtigen, mithin wie rasch und wie massiv er nach der bedingten Entlassung rückfällig geworden ist (Erw. 7e) (Kantonsgericht, Strafkammer, 30. April 2008, ST.2008.15). Bedingt; Gesamtstrafe; Bedingte; Rückversetzung; Strafvollzug; Probezeit; Bedingten; Strafkammer; Entlassung; Gericht; Freiheitsstrafe; Strafe; Urteil; Während; Strafrest; September; Vollzugs; Verurteilte; Mehrere; Monate; Führt; Zuständig; Täter; Entlassene; Verurteilt; Vollzugsbehörde; Kantons; Beantragt
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Anwendung im Verwaltungsgericht

KantonFallnummerLeitsatz/StichwortSchlagwörter
ZHVB.2009.00346Bedingte Entlassung aus dem StrafvollzugBeschwerde; Beschwerdeführer; Entlassung; Vollzug; Justiz; Recht; Bedingte; Beschwerdeführers; Vollzug; Recht; Rekurs; Justizdirektion; Verfahren; Entscheid; Verfahren; Vorinstanz; Risiko; Justizvollzug; Unentgeltliche; Gutachten; Vollzugs; Verhalten; Freiheit; Ehefrau; Negativ; Legalprognose; Rechtsbeistand; Einzelrichter; Neffen
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Anwendung im Bundesgericht

BGERegesteSchlagwörter
142 IV 56 (6B_513/2015)Lebenslängliche Freiheitsstrafe, Verwahrung (Art. 64 Abs. 1 StGB); Verhältnis. Die Verwahrung im Sinne von Art. 64 Abs. 1 StGB ist auch bei Ausfällung einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe anzuordnen, wenn die in dieser Bestimmung genannten Voraussetzungen erfüllt sind (E. 2). Verwahrung; Freiheit; Freiheitsstrafe; Entlassung; Bedingte; Angeordnet; Lebenslängliche; Täter; Lebenslänglichen; Vollzug; Vollzug; Ordnete; Angeordnete; Probezeit; Gericht; Anordnung; Voraussetzung; Voraussetzungen; Bedingten; Bewährung; Weisungen; Erfüllt; Massnahme; Täters; Bewährungshilfe; Entlassene; Angeordneter; Sicherheit
135 IV 146 (6B_765/2008)Art. 87, Art. 388 Abs. 1 und 3, Art. 89 Abs. 6 StGB in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 StGB; Übergangsrecht, Gesamtstrafenbildung im Rückversetzungsverfahren, Vollzug der Gesamtstrafe. Die vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts rechtskräftig gewordene Verfügung der Verwaltungsbehörde betreffend die Probezeit bei einer bedingten Entlassung bleibt auch in Bezug auf die verhängte Dauer bestehen. Es erfolgt keine Anpassung an das neue Recht (E. 1). Voraussetzungen und Methodik der Gesamtstrafenbildung im Rückversetzungsverfahren nach Art. 89 Abs. 6 StGB (E. 2.4). Die Gesamtstrafe kann weder bedingt noch teilbedingt ausgesprochen werden (E. 2.4.2). Gesamtstrafe; Probezeit; Freiheitsstrafe; Vollzug; Recht; Bilde; Urteil; Bedingten; Beschwerde; Ausgefällt; Rückversetzung; Vollzug; Vorstrafe; Bildet; Ausgefällte; Vollziehbar; Vorinstanz; Gericht; Täter; Taten; Kantons; Rests; Taten; Beschwerdeführer; Teilbedingt; Reststrafe; Rückversetzungsverfahren; Entlassung; Vorstrafenrest; Rests

Anwendung im Bundesverwaltungsgericht

BVGELeitsatzSchlagwörter
D-4505/2015Asyl (ohne Wegweisungsvollzug)Beschwerde; Beschwerdeführer; Recht; Befehl; Eritreische; Gefängnis; Person; Flüchtling; Rechts; Vorinstanz; Recht; Soldat; Eritrea; Eritreischen; Soldaten; Verfügung; Erstellt; Personen; Beweis; Befehle; Bataillon; Müsse; Schweiz; Familie; Flüchtlinge; Unterstellt
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