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Value Added Tax Act (VAT)

Art. 86VAT from 2020

Art. 86 Value Added Tax Act (VAT) drucken

Art. 86 Payment of the tax

1 The taxable person must settle the tax claim that arose in the reporting period within 60 days of the end of that period.

2 If the taxable person makes no payment or a payment that is obviously insufficient, the FTA, after issuing a reminder, shall seek to enforce its claim for the tax amount provisionally payable for the reporting period in question. If no return has been filed for the taxable person or the return is obviously inadequate, the FTA shall first make an assessment according to its best judgement of the tax amount provisionally payable.

3 By filing his opposition, the taxable person instigates the procedure to have his opposition set aside. The FTA is responsible for setting aside the opposition in the ruling and appeal procedure.

4 The ruling on the opposition may be contested by filing an objection with the FTA within 10 days of it being issued. The objection decision is final, subject to paragraph 5.

5 If the tax amount provisionally payable that is the subject of the enforcement proceedings is the result of an assessment made by the FTA according to its best judgement, an appeal may be filed in the Federal Administrative Court against the objection decision. The appeal has no suspensive effect, unless the court so orders on justified application. The Federal Administrative Court makes the final decision.

6 Article 85a of the Federal Act of 11 April 18891 on Debt Collection and Bankruptcy (DCBA) does not apply.

7 The collection of a tax amount under paragraph 2 does not affect the final tax claim under Articles 72, 78 and 82 from being established. If the tax claim cannot be established due to a failure of the taxable person to act, in particular because he fails to correct errors under Article 72 or to request a ruling under Article 82, on the prescription of the right to establish the tax, the tax amounts established by the FTA under paragraph 2 become the tax claim.2

8 Instead of a payment of the tax amount, the taxable person may provide security in accordance with to Article 93 paragraph 7.

9 Immediately after receipt of the payment or the security, the FTA shall withdraw its debt enforcement claim.


1 SR 281.1
2 Amended by No I of the FA of 30 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2018 (AS 2017 3575; BBl 2015 2615).


Dieser Gesetzesartikel ist im Jahr 2020 (prüfen Sie auf Aktualität) in Kraft getreten. Es besteht kein Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit/Richtigkeit. Wir verweisen Sie dazu auf www.admin.ch.

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Anwendung im Bundesgericht

BGERegesteSchlagwörter
144 I 340 (2C_287/2018)Art. 56 VwVG; Art. 98 BGG; Art. 86 Abs. 2-5 MWSTG; Art. 6 Ziff. 1, 8 Ziff. 1, 13 und 14 EMRK. Es ist mit der EMRK vereinbar, dass über den einspracheweise festgesetzten provisorisch geschuldeten Mehrwertsteuerbetrag keine verwaltungsunabhängige Instanz entscheiden kann. Unterscheidung zwischen definitiver Steuerforderung und bloss provisorisch geschuldetem Steuerbetrag. Dieser wird gemäss Art. 86 Abs. 2 MWSTG in einem präliminaren Verfahren sui generis erhoben und stellt eine vorsorgliche Massnahme dar. Der Einspracheentscheid der ESTV hierüber unterliegt grundsätzlich keinem Rechtsmittel (E. 2.2). Abgaberechtliche Verpflichtungen sind, vorbehältlich des Steuerstrafrechts, von Art. 6 EMRK ausgenommen. Folglich gilt auch deren Vollstreckung nicht als zivilrechtlicher Anspruch im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK, sodass kein konventionsrechtliches Recht auf Zugang zu einem Gericht besteht. Dies trifft auch auf Art. 86 Abs. 2 MWSTG zu, zumal es sich dabei um eine (die Hauptsache nicht präjudizierende) vorsorgliche Massnahme handelt (E. 3.3). Akzessorische Natur des Anspruchs auf wirksame Beschwerde (Art. 13 EMRK; E. 3.4) und des Diskriminierungsverbots (Art. 14 i.V.m. Art. 8 Ziff. 1 EMRK). Mangels hinreichender Rügen keine Prüfung von Art. 86 MWSTG unter diesen Gesichtspunkten (E. 3.5). Recht; MWSTG; Steuer; Recht; Zivil; Zivilrechtlich; Steuerbetrag; Provisorisch; Beschwerde; Geschuldet; Urteil; Geschuldete; Zivilrechtliche; Steuerforderung; Abrechnung; Einsprache; Person; Geschuldeten; Verfahren; Verpflichtungen; Betreibung; Rechts; Gericht; Anspruch; Rüge; Verfahren; Zahlung; Mehrwertsteuer; Konvention; Einspracheentscheid
140 II 80Art. 1 Abs. 3 lit. c, Art. 6 und 81 Abs. 1 MWSTG; Rechtsweg bei Streitigkeiten über die Überwälzung der Mehrwertsteuer im privatrechtlichen und im öffentlich-rechtlichen Verhältnis (hier: Beleihung). Erfolgen die steuerbaren Leistungen auf Grundlage eines privatrechtlichen Rechtsverhältnisses, richtet sich die Überwälzung der Steuer nach den privatautonomen Vereinbarungen. Bei Streitigkeiten ist Zivilklage vor der Ziviljustiz zu erheben (E. 2.4). Beruhen die steuerbaren Leistungen auf öffentlichem Recht, richtet sich entgegen dem Wortlaut von Art. 6 MWSTG auch die Überwälzung nach dem öffentlichen Recht. Das Rechtsverhältnis zwischen der Billag AG und den Gebührenpflichtigen ist öffentlich-rechtlicher Natur. Streitigkeiten bei der Überwälzung der etwaigen Mehrwertsteuer auf der Empfangsgebühr sind verfügungsweise zu regeln (E. 2.5). Mehrwertsteuer; MWSTG; Steuer; Billag; Leistung; Leistung; Verfügung; Überwälzung; Urteil; öffentlich-rechtliche; Partei; Gebühr; öffentlich-rechtlichen; BAKOM; Gebühren; Beschwerde; Steuerpflichtig; Rechtsverhältnis; Streit; Eidgenössische; Leistungsempfangende; Vorinstanz; Privatrechtlichen; Person; Steuerpflichtigen; Objektiv; Leistungen; Zuständig; Erhebung

Anwendung im Bundesverwaltungsgericht

BVGELeitsatzSchlagwörter
A-4544/2019MehrwertsteuerBeschwerde; MWSTG; Beschwerdeführerin; Fremdarbeit; Steuer; Vorinstanz; Arbeit; Rechnung; Urteil; Leistung; Fremdarbeiten; Material; Arbeitsleistungen; Reine; Ermessen; Umsatz; BVGer; MWSTG; AMWSTG; Steuerperiode; Ermessens; Recht; Höhe; Rechnungen; Mehrwertsteuer; Schätzung; Verbucht; Gewiesenen; Einsprache; Liegende
A-2978/2019MehrwertsteuerBeschwerde; Steuer; MWSTG; Beschwerdeführerin; Leistung; Vorinstanz; Urteil; Spende; Einsprache; Leistungen; Recht; Bekanntmachungsleistung; Kommunikation; Jährung; Bekanntmachungsleistungen; Mehrwertsteuer; Steuerforderung; Entgelt; Bundesverwaltungsgericht; Einspracheentscheid; Verjährung; Leistung; Verfügung; Spenden; Mentar; BVGer; Einnahmen; Verfahren; Handel; Liegende

Kommentare zum Gesetzesartikel

AutorKommentarJahr
DIEGO CLAVADETSCHERKommentar2012
Steuersicherung gehört GUIDO MÜLLER Kommentar, Geiger, Schluckebier [Hrsg.]2012
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