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Strafgesetzbuch (StGB)

Art. 73 StGB vom 2021

Art. 73 Strafgesetzbuch (StGB) drucken

Art. 73

1. Wer Waffen, Munition, Ausrüstungsgegenstände, Pferde, Fahr­zeuge oder andere ihm dienstlich anvertraute oder überlassene Sachen missbräuchlich verwendet, veräussert, verpfändet, beiseite schafft, im Stiche lässt, vorsätzlich oder fahrlässig beschädigt, Schaden nehmen oder zugrunde gehen lässt,

wer solche ihm zugängliche Sachen missbräuchlich verwendet,

wird, sofern keine andere Strafbestimmung zutrifft, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

2. In leichten Fällen erfolgt disziplinarische Bestrafung.

3. In Kriegszeiten kann auf Freiheitsstrafe erkannt werden.


Dieser Gesetzesartikel ist im Jahr 2021 in Kraft getreten. Es besteht kein Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit/Richtigkeit. Wir verweisen Sie dazu auf www.admin.ch.

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Art. 73 Strafgesetzbuch (StGB) - Anwendung bei den Gerichten

Anwendung im Kantonsgericht

Dieser Gesetzesartikel wurde bei folgenden kantonalen Gerichtsentscheiden referenziert/angewendet (nicht abschliessend):

KantonFallnummerLeitsatz/StichwortSchlagwörter
ZHSB170457Erpressung etc. und WiderrufPrivatkläger; Schuldig; Beschuldigte; Staat; Konto; Dispositivziffer; Berufung; Privatklägers; Staatsanwaltschaft; Urteil; Beschuldigten; Deckung; Beschlagnahmte; Gericht; Verfahren; Genugtuung; Verwertung; Unentgeltlich; Verfahrens; Amtlich; Beschlagnahmten; Schaden; Unentgeltliche; Amtliche; Verteidigung; Vermögenswerte; Konti; Verfahrenskosten
ZHSB150503Gewerbsmässiger Betrug etc.Schuldig; Schuldigte; Beschuldigte; Digten; Recht; Zuzüglich; Privatkläger; Beschuldigten; Einziehung; Vorinstanz; Verteidigung; Betrage; Einziehungsbetrag; Staat; Einziehungsbetrages; Rechtskraft; Eintritt; Wiesen; Verfahren; Geschädigte; Einziehungsbetrages; Verfahrens; Gericht; Geschädigten; Schaden; Berufung; Ersatz; Schwere; Verfahrensbeteiligte; Gerichtskasse
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Anwendung im Bundesgericht

BGERegesteSchlagwörter
145 IV 237 (6B_1065/2017)Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB in Verbindung mit Art. 70 StGB; Zusprechung von Vermögenswerten, die infolge strafbarer Handlungen gegen Individualinteressen, namentlich Eigentum und Vermögen, eingezogen worden sind, an den Geschädigten; Aktivlegitimation des Versicherers, der den Geschädigten entschädigt hat. Wenn aus einer strafbaren Handlung gegen individuelle Rechtsgüter des Geschädigten, namentlich Eigentum und Vermögen, erlangte Vermögenswerte nach Art. 70 StGB eingezogen werden, lässt Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB es zu, ihm diese subsidiär, anstelle der direkten Aushändigung nach Art. 70 Abs. 1 a.E. StGB, zuzusprechen (E. 3.2 und 3.3). Der Versicherer, der den Geschädigten entschädigt hat, kann seinerseits die in Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB vorgesehene Zusprechung an sich verlangen (E. 5.1).
Regeste b
Art. 73 Abs. 2 StGB; Voraussetzung der Abtretung nach Art. 73 Abs. 2 StGB. In diesem besonderen Kontext, in welchem die Zusprechung mit einer Einziehungsmassnahme verbunden ist, welche als im Interesse des Geschädigten liegend anzusehen ist, rechtfertigt es sich, von der Voraussetzung einer Abtretung gemäss Art. 73 Abs. 2 StGB abzusehen (E. 5.2).
Consid; Lésé; Allocation; Cit; Confiscation; été; L'allocation; Infra; Condition; Infraction; Cession; Dommage; D'une; Précité; Créance; Arrêt; L'Etat; Canton; Cantonal; Mesure; Assurance; Jugement; était; Recourante; Cantonale; Leurs; Contre; Intérêts; SCHMID; Octobre
145 IV 80 (6B_91/2018)Art. 96 Abs. 1 StPO; Bekanntgabe und Verwendung von Personendaten bei hängigem Strafverfahren. Die Strafbehörden sind nach Art. 96 Abs. 1 StPO berechtigt, Personendaten aus einem hängigen Strafverfahren zwecks Verwendung in einem anderen hängigen Straf-, Zivil- oder Verwaltungsverfahren von sich aus weiterzugeben, wenn anzunehmen ist, dass die Daten wesentliche Aufschlüsse geben könnten und der Bekanntgabe keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen (E. 1.4).
Regeste b
Vorgehen bei Pfändung eines aus der strafprozessualen Beschlagnahme zu entlassenden Vermögenswerts durch das Betreibungsamt. Belegt das Betreibungsamt einen aus der strafprozessualen Beschlagnahme zu entlassenden Vermögenswert mit zwangsvollstreckungsrechtlichem Beschlag, hat die Strafbehörde den Vermögenswert an das Betreibungsamt herauszugeben. Es ist nicht Sache der Strafbehörden, die Rechtmässigkeit bzw. Formgültigkeit des Pfändungsbeschlags zu beurteilen. Entsprechende Rügen sind im SchKG-Verfahren vorzubringen. Das Verfahren nach Art. 267 Abs. 4 und 5 StPO ist nur einschlägig, wenn mehrere Personen materiell begründete Ansprüche an den freizugebenden Vermögenswerten erheben (E. 2.3).
Betreibungs; Betreibungsamt; Verfahren; Staatsanwaltschaft; Beschwerde; Person; Daten; Hängige; Personen; Beschwerdeführer; Verfahren; Personendaten; Behörde; Hängigen; Vorinstanz; Recht; Behörden; Zivil; Beschlag; Rechtlich; Prozessordnung; Betrag; Beschlagnahme; Weite; Botschaft; Verwaltungsverfahren; Weitergabe; E-StPO

Anwendung im Bundesstrafgericht

BSGLeitsatzSchlagwörter
BB.2017.113Indemnité du défenseur d'office (art. 135 al. 3 CPP).Schuldig; Paket; Beschuldigte; Bundes;Stunden; Urteil; Recht; Beschuldigten; Recht; Handgranate; Täter; Verfahren; Gericht; Bundesgericht; Paketbombe; Bundesgerichts; Redaktion; Auslagen; Waffe; Anklage; Zeitung; Entschädigung; Verfahrens; Person; Geldstrafe; Waffen; Draht; Privatkläger; Schlüsse
SK.2017.31Mehrfacher versuchter Mord (Art. 112 StGB i.V.m Art. 22 Abs. 1 StGB), Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. a und Abs. 5 sowie Art. 12, Art. 15 Abs. 1 und Art. 16a WG)Schuldig; Paket; Beschuldigte; Bundes;Stunden; Urteil; Recht; Beschuldigten; Recht; Handgranate; Täter; Verfahren; Gericht; Bundesgericht; Paketbombe; Bundesgerichts; Redaktion; Auslagen; Waffe; Anklage; Zeitung; Entschädigung; Verfahrens; Person; Geldstrafe; Waffen; Draht; Privatkläger; Schlüsse

Kommentare zum Gesetzesartikel

AutorKommentarJahr
Niklaus Schmid Kommentar Einziehung2007
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