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Schweizerische Strafprozessordnung (StPO)

Art. 69 StPO vom 2021

Art. 69 Schweizerische Strafprozessordnung (StPO) drucken

Art. 69

Grundsätze

1 Die Verhandlungen vor dem erstinstanzlichen Gericht und dem Berufungsgericht sowie die mündliche Eröffnung von Urteilen und Beschlüssen dieser Gerichte sind mit Ausnahme der Beratung öffentlich.

2 Haben die Parteien in diesen Fällen auf eine öffentliche Urteilsverkündung verzichtet oder ist ein Strafbefehl ergangen, so können interessierte Personen in die Urteile und Strafbefehle Einsicht nehmen.

3 Nicht öffentlich sind:

a.
das Vorverfahren; vorbehalten bleiben Mitteilungen der Strafbehörden an die Öffentlichkeit;
b.
das Verfahren des Zwangsmassnahmengerichts;
c.
das Verfahren der Beschwerdeinstanz und, soweit es schriftlich durchgeführt wird, des Berufungsgerichts;
d.
das Strafbefehlsverfahren.

4 Öffentliche Verhandlungen sind allgemein zugänglich, für Personen unter 16 Jahren jedoch nur mit Bewilligung der Verfahrensleitung.


Dieser Gesetzesartikel ist im Jahr 2021 in Kraft getreten. Es besteht kein Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit/Richtigkeit. Wir verweisen Sie dazu auf www.admin.ch.

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Art. 69 Schweizerische Strafprozessordnung (StPO) - Anwendung bei den Gerichten

Anwendung im Kantonsgericht

Dieser Gesetzesartikel wurde bei folgenden kantonalen Gerichtsentscheiden referenziert/angewendet (nicht abschliessend):

KantonFallnummerLeitsatz/StichwortSchlagwörter
ZHUH180371AuflagenBeschwerde; Fentlichkeit; Öffentlichkeit; Gericht; Verfügung; Ausschluss; Hauptverhandlung; Vorinstanz; Interesse; Verfahren; Beschwerdegegner; Recht; Beschwerdeführer; Recht; Opfer; Verhandlung; Entscheid; Person; Bundesgerichts; Beschuldigte; öffentlich; Angefochtene; Gerichtsschreiber; Interessen; Gerichtsberichterstatter; Gerichtliche; Urteil; Auflagen; Unterschrift; Vorfall
ZHUH180059AkteneinsichtBeschwerde; Akten; Beschwerdeführer; Verfahren; Akteneinsicht; Interesse; Fentlichkeit; Gericht; Recht; Sterbehilfe; Einsicht; Anklage; öffentlich; Verfahrens; Verfahren; Urteil; Öffentlichkeit; Schützenswerte; Entscheid; Bezirksgericht; Bundesgericht; Medien; Zenswertes; Person; Schützenswertes; Kanton; Akteneinsichtsverordnung; Staat; Verfahrens; Schweiz
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Anwendung im Verwaltungsgericht

KantonFallnummerLeitsatz/StichwortSchlagwörter
ZHVB190009Aufsichtsbeschwerde gegen ein Schreiben eines Bezirksgerichts betr. Fotoaufnahme eines GerichtssaalsGericht; Beschwerde; Recht; Beschwerdeführerin; Aufsichts; Verhandlung; Beschwerdegegner; Zugänglich; Bezirksgericht; Aufsichtsbeschwerde; Gerichtsverhandlung; Gerichtssaal; Interesse; Dietikon; Verhandlungen; Informationen; Zugängliche; Quelle; Fotoaufnahme; Anspruch; Obergericht; Medien; Informationsfreiheit; Fotoaufnahmen; Beschwerdegegners; Verweigerung; Medienfreiheit; öffentlich; Aufsichtsrechtlich; Kommentar
ZHVB150002Aufsichtsbeschwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 26. Februar 2015 (BV150003-F)Beschwerde; Urteil; Beschwerdeführer; Verfahren; Akten; Horgen; Bezirksgericht; Verfahrens; Entscheid; Akteneinsicht; Einsicht; Gesuch; Recht; Bezirksgerichts; Entscheide; Obergericht; Verfahren; Anspruch; Urteils; Kammer; Verfahrensnummer; Verhandlung; Bundesgericht; Anonymisierte; Zustellung; Mündlich; Gerichtsberichterstatter; Öffentlichkeit
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Anwendung im Bundesgericht

BGERegesteSchlagwörter
143 IV 151 (6B_1/2017)Art. 69, 365 Abs. 1, 390 Abs. 5 und 393 ff. StPO; Öffentlichkeit einer mündlichen Verhandlung im Beschwerdeverfahren. Wird in einem Beschwerdeverfahren mündlich verhandelt, sind die Verhandlung und die Entscheideröffnung grundsätzlich öffentlich (E. 2.4). Verhandlung; Beschwerde; Mündlich; öffentlich; Mündliche; Obergericht; Beschwerdeverfahren; Entscheid; Mündlichen; Gericht; Vorinstanz; Prozessordnung; Urteil; Therapeutische; Massnahme; Hinweis; Stationäre; Justizöffentlichkeit; Schriftlich; Öffentlichkeit; Sachen; Bundesgericht; Antrag; Handbuch; Ordnete;
143 I 194 (1B_349/2016)Art. 16, 17, 30 Abs. 3 und 36 BV; Art. 6 Ziff. 1 EMRK; Art. 14 UNO-Pakt II; Art. 69 und 70 StPO; § 11 Abs. 2 AEV/ZH; Ausschluss der Medien von der Berufungsverhandlung und Urteilseröffnung. Die rechtsstaatliche und demokratische Bedeutung des Grundsatzes der Justizöffentlichkeit gebietet, einen Ausschluss des Publikums und der Medienschaffenden in gerichtlichen Strafverfahren nur sehr restriktiv, mithin bei überwiegenden entgegenstehenden Interessen, zuzulassen (E. 3.1). Zur Wahrung gewichtiger Anliegen des Kinder-, Jugend- oder Opferschutzes kommt eine Zugangsverweigerung nur dann in Frage, wenn sich weniger weitgehende Einschränkungen als zweckuntauglich erweisen; sie ist auf diejenigen Verfahrensabschnitte zu beschränken, in denen schwergewichtig besonders sensible Umstände thematisiert werden, die in der Öffentlichkeit auszubreiten den betroffenen Personen nicht zugemutet werden kann (E. 3.6.1). Im vorliegenden Fall verletzte der vollständige Ausschluss der akkreditierten Gerichtsberichterstatterinnen und -erstatter von der Berufungsverhandlung und mündlichen Urteilsverkündung den Grundsatz der Justizöffentlichkeit und die Medien- und Informationsfreiheit, zumal die Interessen am Schutz der Privatkläger nicht gegen die Interessen der Medienschaffenden an der Informationsbeschaffung bzw. -verbreitung und an einer wirksamen Justizkontrolle aufzukommen vermochten (E. 3.6 und 3.7). Urteil; Medien; Gericht; Öffentlichkeit; Urteils; Verfahren; Interesse; Richter; Berufung; öffentlich; Justiz; Ausschluss; Privatkläger; Interessen; Verfahrens; Verfahren; Gerichtsberichterstatter; Justizöffentlichkeit; Recht; Mündlich; Urteilsverkündung; Akkreditierten; Schutz; Mündliche; Berufungsverhandlung; -erstatter; Gerichtsberichterstatterinnen; Grundsatz; Mündlichen; Publikum

Anwendung im Bundesverwaltungsgericht

BVGELeitsatzSchlagwörter
A-1878/2018ÖffentlichkeitsprinzipBeschwerde; Einsicht; Gebühr; Vorinstanz; Schwerdeführer; Bescheid; Beschwerdeführer; Gebühren; Bescheide; Verfügung; Geheim; öffentlich; Verfahren; Interesse; Entscheid; Steuergeheimnis; Anonymisiert; Urteil; Recht; Justizöffentlichkeit; Anonymisierung; Beantragt; Verfahren; Bundesverwaltungsgericht; Grundsatz; Gesuch; Entscheide; Medien; Person; Gericht
A-3402/2018ÖffentlichkeitsprinzipBeschwerde; Beschwerdeführer; Bundes; Vorinstanz; Entscheid; Recht; Verfahren; Medien; Verfügung; Newsletter; Anonymisiert; Bundesverwaltungsgericht; Einsicht; Anonymisierte; Urteil; Medienschaffende; Entscheide; Verfahren; Swissmedic; Zustellung; Öffentlichkeit; Rechtliche; Partei; Schweizer; Verfahrens; Befehl; Spruch; Informationen; Medienschaffenden

Anwendung im Bundesstrafgericht

BSGLeitsatzSchlagwörter
CA.2019.27Unbefugte Entgegennahme von Publikumseinlagen (Art. 46 Abs. 1 lit. a BankG)

Berufung (vollumfänglich) vom 29. Oktober 2019 gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2019.8 vom 9. Oktober 2019
Berufung; Berufungsführer; Bundes; FINMA; Recht; Stell; Urteil; Verfahren; Berufungsführers; Bundesgericht; Rechtlich; Verfahren; Sachverhalt; Publikums; Rechtliche; Kammer; Vorinstanz; Verteidigung; BankV; Gericht; Publikumseinlage; Publikumseinlagen; Bundesstrafgericht; Verfahrens; Bundesgerichts; Zwang; Finanzmarkt; Bundesstrafgerichts; BankG
CN.2020.2Akteneinsicht (Art. 101 Abs. 3 StPO)Gesuch; Gesuchsgegner; Bundes; Akten; Verfahren; Interesse; Einvernahme; Akteneinsicht; Recht; Einvernahmeprotokolle; Kammer; Verfahren; Bezug; Bundesstrafgericht; Zeugen; Hauptverhandlung; Verfahrens; Berufung; Schützenswert; Beantragt; Private; Gesuchsgegners; Urteil; Schützenswerte; Verfahrens; Staatsanwalt; Usbekistan; Partei; Bundesstrafgerichts; Vertraulichkeit

Kommentare zum Gesetzesartikel

AutorKommentarJahr
BotschaftSchweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, Zürich, St. Gallen1152
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