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Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG)

Art. 63 VwVG vom 2020

Art. 63 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG) drucken

Art. 63 J. Beschwerdeentscheid / III. Verfahrenskosten

III. Verfahrenskosten

1 Die Beschwerdeinstanz auferlegt in der Entscheidungsformel die Verfahrenskosten, bestehend aus Spruchgebühr, Schreibgebühren und Barauslagen, in der Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten ermässigt. Ausnahmsweise können sie ihr erlassen werden.

2 Keine Verfahrenskosten werden Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bundesbehörden auferlegt; anderen als Bundesbehörden, die Beschwerde führen und unterliegen, werden Verfahrenskosten auferlegt, soweit sich der Streit um vermögensrechtliche Interessen von Körperschaften oder autonomen Anstalten dreht.

3 Einer obsiegenden Partei dürfen nur Verfahrenskosten auferlegt werden, die sie durch Verletzung von Verfahrenspflichten verursacht hat.

4 Die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter erhebt vom Beschwerdeführer einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten. Zu dessen Leistung ist dem Beschwerdeführer eine angemessene Frist anzusetzen unter Androhung des Nichteintretens. Wenn besondere Gründe vorliegen, kann auf die Erhebung des Kostenvorschusses ganz oder teilweise verzichtet werden.1

4bis Die Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien. Sie beträgt:

a.
in Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse 100–5000 Franken;
b.
in den übrigen Streitigkeiten 100–50 000 Franken.2

5 Der Bundesrat regelt die Bemessung der Gebühren im Einzelnen.3 Vorbehalten bleiben Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 20054 und Artikel 73 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 20105.6


1 Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).
2 Eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).
3 Fassung gemäss Anhang Ziff. 10 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).
4 SR 173.32
5 SR 173.71
6 Fassung des zweiten Satzes gemäss Anhang Ziff. II 3 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3267; BBl 2008 8125).


Dieser Gesetzesartikel ist im Jahr 2020 in Kraft getreten. Es besteht kein Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit/Richtigkeit. Wir verweisen Sie dazu auf www.admin.ch.

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Anwendung im Bundesgericht

BGERegesteSchlagwörter
144 II 56 (12T_2/2016)Administrative Aufsicht des Bundesgerichts (Art. 1 Abs. 2 BGG); Aufsichtskompetenz, Kostenvorschuss bei unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden, Rechtsverweigerung, Einschränkung des Zugangs zum Gericht. Die Aufsichtskompetenz der Verwaltungskommission des Bundesgerichts beschränkt sich auf die Kontrolle, ob die administrativen Mechanismen bei einem erstinstanzlichen Gericht des Bundes eine übermässige Einschränkung des Zugangs zur Justiz bewirken (E. 2). Bei Beschwerden von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden soll in der Regel auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet werden. Die Erhebung eines Kostenvorschusses erweist sich in diesen Fällen als unzulässige Beschränkung des Zugangs zum Gericht (E. 5.3). Hier liegt ein besonderer Grund für einen Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG vor (E. 6). Fédéral; Tribunal; Droit; Administratif; Recours; Frais; Surveillance; Décision; Administrative; Mineur; Commission; Avance; Accompagné; Mineurs; Autorité; D'une; été; Enfant; Accès; Droits; Délai; Matière; Cause; Ainsi; Relative; Justice; Particulier; D'asile; être
133 II 209 (13Y_1/2007)Art. 28 BGG; Art. 15, 54 und 64 BGerR; Art. 1-4, 7 und 8 BGÖ; Anspruch auf Einsichtnahme in die Protokolle des Gesamtgerichts und der Verwaltungskommission. Verfahren zur Geltendmachung von Ansprüchen gemäss Art. 28 BGG (E. 1). Eine Einsichtnahme in amtliche Dokumente der Leitungsorgane des Bundesgerichts ist unter den allgemeinen Voraussetzungen des Bundesgesetzes über das Öffentlichkeitsprinzip gestützt auf Art. 28 BGG möglich, wenn ein Verwaltungsakt zur Diskussion steht, der nicht unmittelbar die Kernkompetenzen des Gerichts berührt (E. 2 und 3). Die Bestellung der einzelnen Abteilungen ist ein mit der Rechtsprechung verbundener Organisationsakt, weshalb kein Anspruch auf Einsichtnahme in die entsprechenden Unterlagen besteht; die Grundlagen und Diskussionen über das Gerichtsreglement haben hingegen als Gesetzgebung zu gelten und sind deshalb gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz auf Gesuch hin zugänglich zu machen, da und soweit keine schutzwürdigen Interessen im Sinne von Art. 7 BGÖ hiergegen sprechen (E. 4). Die Rekurskommission erhebt für Verfahren über Ansprüche gemäss Art. 28 BGG nur bei Mutwilligkeit Kosten (E. 5). Bundes; Öffentlichkeit; Verwaltung; Bundesgericht; Öffentlichkeitsgesetz; Bundesgerichts; Zugang; Dokument; Entscheid; Gesuch; Öffentlichkeitsprinzip; BGerR; Interesse; Amtliche; Protokoll; Einsicht; Interessen; Gesamtgericht; MADER; Bundesrat; Dokumente; Verwaltungskommission; Beschwerde; Gericht; Rechtsprechung; Organisation; Verfahren; Präsident; Generalsekretär; Protokolle

Anwendung im Bundesverwaltungsgericht

BVGELeitsatzSchlagwörter
D-3835/2020Asyl (ohne Wegweisungsvollzug)Beschwerde; Beschwerdeführerin; Afghanistan; Verfolgung; Ehemann; Verfügung; Flüchtling; Familie; Wegweisung; Bundesverwaltungsgericht; Rückkehr; Ehemannes; Schweiz; Asylgesuch; Flüchtlingseigenschaft; Begründet; Zuweisen; Provinz; Ausgesetzt; Zusammenhang; Verwandte; Recht; Drohe; Glaubhaft; Scheiden; Focht; Werde; Vorinstanzliche; Begründung; Wegweisungsvollzug
A-3912/2020VerfahrenskostenVerfahren; Beschwerde; Urteil; Verfahrens; Beschwerdeführerin; Partei; Bundesverwaltungsgericht; Bundesgericht; Parteien; Parteientschädigung; Gericht; Schlussverfügung; Vorinstanz; Verfahrenskosten; Höhe; Richter; Bezahlung; Bundesgerichtlichen; Bundesverwaltungsgerichtliche; Gerichtsurkunde; Auferlegt; Folgend:; öffentlich-rechtlichen; Angefochten; Amtshilfe; Frist; Verfahrensnummer; Bundesverwaltungsgerichts; Angelegenheiten; Erhob

Anwendung im Bundesstrafgericht

BSGLeitsatzSchlagwörter
RR.2020.5Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Schweden. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG).Beschwerde; Recht; Beschwerdeführer; Bundes; Triage; Rechtshilfe; Recht; Verfahren; Verfahrens; Unterlagen; Behörde; Verfahrensakten; Schlussverfügung; Gehör; Entscheid; Schwedische; Akten; Bundesstrafgericht; Isenring; Teilnahme; Bundesstrafgerichts; Schwedischen; Gericht; OStA; Gestellten; Verfügung; Beschwerdekammer; Gehörs; Sichergestellten; Hausdurchsuchung
RR.2020.79Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Schweden. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG).Beschwerde; Beschwerdeführer; Recht; Triage; Unterlagen; Bundes; Verfahren; Schlussverfügung; Beschwerdegegnerin; Akten; Verfahrens; Rechtshilfe; Entscheid; Gehör; Behörde; Verfahrensakten; Entsiegelung; Hohler; Verfahren; Triage-Verhandlung; Bundesstrafgericht; Gestellten; Verfügung; Bundesstrafgerichts; Gehörs; Schwedische; Angefochten; Elektronisch; Bezug; Teilnahme

Kommentare zum Gesetzesartikel

AutorKommentarJahr
MICHAEL BEUSCH Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungs- verfahren [VwVG]2008
MICHAEL BEUSCH Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren VwVG, Zürich2008
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