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Strafgesetzbuch (StGB)

Art. 32 StGB vom 2021

Art. 32 Strafgesetzbuch (StGB) drucken

Art. 132

216

1. Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Androhung gegen­wärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder nachdem er den Betroffenen zum Widerstand unfähig gemacht hat, einen Diebstahl begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.217

Wer, bei einem Diebstahl auf frischer Tat ertappt, Nötigungshandlun­gen nach Absatz 1 begeht, um die gestohlene Sache zu behalten, wird mit der gleichen Strafe belegt.

2. Der Räuber wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr218 bestraft, wenn er zum Zweck des Raubes eine Schusswaffe oder eine andere gefährliche Waffe mit sich führt.

3. Der Räuber wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft,

wenn er den Raub als Mitglied einer Bande ausführt, die sich zur fort­gesetzten Verübung von Raub oder Diebstahl zusammengefunden hat,

wenn er sonst wie durch die Art, wie er den Raub begeht, seine beson­dere Gefährlichkeit offenbart.

4. Die Strafe ist Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren, wenn der Täter das Opfer in Lebensgefahr bringt, ihm eine schwere Körperverletzung zufügt oder es grausam behandelt.

216 Fassung gemäss Ziff. II des BG vom 17. Juni 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 2290; BBl 1991 II 969).

217 Fassung erstes Lemma gemäss Ziff. II 2 des BG vom 19. Juni 2015 (Änderungen des Sanktionenrechts), in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2016 1249; BBl 2012 4721).

218 Ausdruck gemäss Ziff. II 1 Abs. 10 des BG vom 21. März 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 3389; BBl 1999 1979). Diese Änd. wurde im ganzen zweiten Teil des ersten Buches berücksichtigt.


Dieser Gesetzesartikel ist im Jahr 2021 in Kraft getreten. Es besteht kein Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit/Richtigkeit. Wir verweisen Sie dazu auf www.admin.ch.

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Art. 32 Strafgesetzbuch (StGB) - Anwendung bei den Gerichten

Anwendung im Kantonsgericht

Dieser Gesetzesartikel wurde bei folgenden kantonalen Gerichtsentscheiden referenziert/angewendet (nicht abschliessend):

KantonFallnummerLeitsatz/StichwortSchlagwörter
ZHUE190016Einstellung Beschwerde; Beschwerdeführerin; Jugendanwaltschaft; Beschwerdegegner; Einstellung; Einstellungsverfügung; Antrag; Hausfriedensbruch; Hausfriedensbruchs; Bundesgerichts; See/Oberland; Aussagen; Person; Stellten; Erklärt; Urteil; Anträge; Auszugehen; Gestellten; Körperverletzung; Empfang; Rechtsanwalt; Verfahren; Nachteil; Tätlichkeit; Punkt
ZHSB130329Widerhandlung gegen das Ausländergesetz und WiderrufSchuldig; Beschuldigte; Beschuldigten; Berufung; Staatsanwaltschaft; Bedingte; Verfahren; Freiheitsstrafe; Urteil; Befehl; Amtlich; Amtliche; Kantons; Entscheid; Erstinstanzliche; Vollzug; Bedingten; Geldstrafe; Bundesgericht; Migration; Gericht; Abteilung; Zürich; Zürich-Sihl; Entlassung; Beschwerde; Amtlicher; Verteidiger; Widerhandlung; Tagessätzen
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Anwendung im Bundesgericht

BGERegesteSchlagwörter
145 IV 491 (6B_1326/2018)Art. 86 Abs. 1 EBG; Art. 382 Abs. 1 i.V.m. Art. 115 Abs. 1 StPO; Betreten des Bahnbetriebsgebiets ohne Erlaubnis, Legitimation der SBB AG zur Berufung gegen ein freisprechendes Strafurteil. Werden durch Straftaten nur öffentliche Interessen verletzt und private Interessen bloss mittelbar beeinträchtigt, ist die mittelbar beeinträchtigte Person nicht Geschädigte im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO (E. 2.3.3). Die Rechtsmittelberechtigung im Sinne von Art. 382 Abs. 1 StPO entscheidet sich nach der Rechtsgutsqualifizierung (E. 2.4.1 und 2.4.2). Die SBB AG kann im Sinne von Art. 382 Abs. 1 StPO grundsätzlich durch ihre Bevollmächtigten ein Rechtsmittel ergreifen; die Berechtigung im Sinne der Sachurteilsvoraussetzung steht ihr aber einzig unter den Bedingungen von Art. 115 StPO zu (E. 2.4.7). Art. 86 Abs. 1 EBG dient der Sicherheit des Bahnbetriebs auf dem Bahnbetriebsgebiet und damit öffentlichen Interessen. Die SBB AG ist in casu nicht als Geschädigte im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO anzuerkennen (E. 2.4.13). Bahnbetrieb; Schädigt; Interesse; Bahnbetriebs; Bahnbetriebsgebiet; Urteil; Person; Schützt; Mittelbar; Geschädigte; Eisenbahn; Interessen; Beeinträchtigt; Beschwerde; Gefährdung; Unmittelbar; Tatbestand; Geschützt; Antrag; Rechtsgut; Rechtlich; Erfolg; Bundes; Betrieb; Verletzt; Geschützte; Vorinstanz; Rechtsmittel; Handlung
143 IV 209 (6B_1199/2016)Berufsgeheimnis des Vertrauensarztes eines Arbeitgebers; Art. 321 StGB. Der Vertrauensarzt, der von einem Arbeitgeber eingesetzt wird, um die Arbeitsfähigkeit eines Arbeitnehmers zu beurteilen, untersteht dem Berufsgeheimnis gemäss Art. 321 Ziff. 1 StGB (E. 1.2). Gestützt auf die Ermächtigung des Arbeitnehmers, dem Arbeitgeber ein Arztzeugnis zuzustellen, darf der Vertrauensarzt dem Arbeitgeber keine über den Rahmen von Art. 328b OR hinausgehende Information erteilen (E. 2.3). Arbeitgeber; Beschwerde; Beruf; Geheim; Vertrauens; Beschwerdeführer; Vertrauensarzt; Berufsgeheimnis; Umfasse; ärztliche; Arbeitsunfähigkeit; Untersuchung; Arbeitnehmer; Umfassend; Zeugnis; Informationen; Arbeitgeberin; Arbeitnehmers; Vorinstanz; Zeugnisse; Zeugnisses; Arbeitsverhältnis; Unfall; Medizinische; Arbeitgebers; Zuhanden; Gutachten; Entbindung; Wird; Bericht

Anwendung im Bundesverwaltungsgericht

BVGELeitsatzSchlagwörter
D-5025/2015Asyl und WegweisungBeschwerde; Beschwerdeführer; Person; Staat; Wegweisung; Chinesische; Bundesverwaltungsgericht; Nepal; Herkunft; Tibet; Staatsangehörigkeit; Verfügung; Indien; Flüchtling; Beschwerdeführers; China; Aufenthalt; Vollzug; Flüchtlingseigenschaft; Recht; Glaubhaft; Vorinstanz; Alltag; Behörde; Ausreise; Heimat; Schweiz
A-5113/2014DatenschutzBeschwerde; Beschwerdeführer; Beschwerdeführerin; Vorinstanz; Bundesverwaltungsgericht; Urteil; Daten; Recht; Unterlagen; Partei; Verfahren; Auskunft; CONCORDIA; Akten; Recht; Beweis; Verfügung; Verfahrens; Bundesverwaltungsgerichts; Unentgeltliche; Parteien; Beweis; Person; Vorhandene; Angefochtene; Streit; Verfahrenskosten; Kranken; Entscheid

Anwendung im Bundesstrafgericht

BSGLeitsatzSchlagwörter
CA.2019.24Vorteilsannahme (Art. 322sexies StGB)
Berufung (teilweise) vom 14. Oktober 2019 gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2019.25 vom 4. Juni 2019
Schuldig; Beschuldigte; Beschuldigten; Berufung; Vorteil; Verfahren; Bundes; Verfahren; Recht; Jagdferien; Urteil; Entschädigung; Verfahrens; Beweis; Vorteils; Kamtschatka; Sexies; Sachverhalt; Russland; Tatbestand; Moskau; Staat; Ziffer; Erstinstanzliche; Reise; Schweiz; Über; Russische
RR.2019.220Entsiegelung im internationalen Amtshilfeverfahren, Zuständigkeit, Verfahren, Siegelung von IT Datenträgern (Art. 15 BBA i.V.m. Art. 115e Abs. 2 ZG, Art. 50 Abs. 3 VStrR).Daten; Bundes; Recht; Verfahren; Entsiegelung; Amtshilfe; Internationale; Recht; Internationalen; Gesuch; Rechtshilfe; Gesuchsgegnerin; Bundesstrafgericht; Datenträger; Forensische; Durchsuchung; Amtshilfeverfahren; Beschwerde; Siegelung; Bundesstrafgerichts; Datenkopie; Bereich; Beweis; Behörde; Unterlagen; Urteil; Entsiegelungsgericht; Beschwerdekammer
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