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Strafgesetzbuch (StGB)

Art. 145 StGB vom 2021

Art. 145 Strafgesetzbuch (StGB) drucken

Art. 145

244

1. Wer jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt,

wer eine solche Beschuldigung oder Verdächtigung weiter verbreitet,

wird auf Antrag des Verletzten oder der zur Erteilung des Befehles zur Anhebung der Voruntersuchung zuständigen Stelle mit Geldstrafe bestraft.245

2. In leichten Fällen erfolgt disziplinarische Bestrafung.

3. Beweist der Beschuldigte, dass die von ihm vorgebrachte oder wei­ter verbreitete Äusserung der Wahrheit entspricht oder dass er ernst­hafte Gründe hatte, sie in guten Treuen für wahr zu halten, so ist er nicht strafbar.

4. Der Beschuldigte wird zum Beweis nicht zugelassen und ist strafbar für Äusserungen, die ohne Wahrung öffentlicher Interessen oder sonst wie ohne begründete Veranlassung vorwiegend in der Absicht vorgebracht oder verbreitet werden, jemandem Übles vorzuwerfen, insbesondere, wenn sich die Äusserungen auf das Privat- oder Familienleben beziehen.

5. Nimmt der Täter seine Äusserungen als unwahr zurück, so kann er milder bestraft oder ganz von Strafe befreit werden.

6. Hat der Beschuldigte den Wahrheitsbeweis nicht erbracht, oder sind seine Äusserungen unwahr oder nimmt der Beschuldigte sie zurück, so hat der Richter dies im Urteil oder in einer andern Urkunde festzustel­len.

7. ...246

244 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 21. Dez. 1950, in Kraft seit 1. Juli 1951 (AS 1951 437; BBl 1949 II 137).

245 Fassung gemäss Ziff. II 2 des BG vom 19. Juni 2015 (Änderungen des Sanktionenrechts), in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2016 1249; BBl 2012 4721).

246 Aufgehoben durch Ziff. I 2 des BG vom 23. März 1979, mit Wirkung seit 1. Jan. 1980 (AS 1979 1037; BBl 1979 II 1).


Dieser Gesetzesartikel ist im Jahr 2021 in Kraft getreten. Es besteht kein Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit/Richtigkeit. Wir verweisen Sie dazu auf www.admin.ch.

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Art. 145 Strafgesetzbuch (StGB) - Anwendung bei den Gerichten

Anwendung im Kantonsgericht

Dieser Gesetzesartikel wurde bei folgenden kantonalen Gerichtsentscheiden referenziert/angewendet (nicht abschliessend):

KantonFallnummerLeitsatz/StichwortSchlagwörter
ZHRB190032Persönlichkeitsverletzung (unentgeltliche Rechtspflege)Vorinstanz; Entscheid; Beklagten; Beschwerde; Verfahren; Bezirksgericht; Klägers; Recht; Schuldbriefe; Klage; Persönlichkeit; Recht; Erwägungen; Unentgeltliche; Kreuzlingen; Rechtspflege; Ausführungen; Begründung; Bundesgericht; Urteil; Kammer; Beweismittel; Persönlichkeitsverletzung; Bezirksgerichts; Unentgeltlichen; Auseinander; Gesuch; Geschäfts-Nr
ZHRB190012PersönlichkeitsverletzungBeschwerde; Entscheid; Recht; Vorinstanz; Beklagten; Verfahren; Klägers; Rechtspflege; Unentgeltliche; Bezirksgericht; Prozess-Nr; Gesuch; Urteil; Beschluss; Bringe; Klage; Erwägungen; Kammer; Unentgeltlichen; Aussichtslosigkeit; Eingabe; Gehör; Obergericht; Bundesgericht; Bezirksgerichtes; Begründung; Gewährung
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Anwendung im Bundesgericht

BGERegesteSchlagwörter
130 I 360Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 36 Abs. 1 BV, Art. 145 StPO/BE, Art. 58 StGB; Eigentumsgarantie; Vernichtung beschlagnahmten Hanfs während des Untersuchungsverfahrens. Die Bestimmung der Berner Strafprozessordnung über die vorzeitige Verwertung beschlagnahmter Gegenstände bildet keine hinreichende gesetzliche Grundlage für die Anordnung der vorzeitigen Vernichtung beschlagnahmten Hanfs durch den Untersuchungsrichter (E. 14.2). Möglichkeit eines zeitlich vorgezogenen selbständigen Einziehungsverfahrens und entsprechenden Antrages an den dafür zuständigen Richter (E. 14.3). Vernichtung; Beschlagnahmte; Untersuchungsrichter; Urteil; Eigentum; Grundlage; Beschwerde; Vorzeitig; Eigentumsgarantie; Einziehung; Hanfpflanzen; Pflanzen; Eingriff; Bundesgericht; Beschlagnahmter; Interesse; Vorzeitige; Gesetzliche; Beschluss; Anklagekammer; Beschlagnahmten; Gesuch; Verfügung; Ordnete; Schweren; Eindeutige; Freigabe; Richter; Unterhalt; Publ
120 Ia 220Art. 88 OG; Legitimation zur staatsrechtlichen Beschwerde wegen Verletzung von Parteirechten. Der Einzelne ist legitimiert, mit staatsrechtlicher Beschwerde zu rügen, er sei in einem kantonalen Strafverfahren zu Unrecht nicht als Geschädigter zugelassen worden (E. 2a). Art. 4 BV; Art. 261 StGB; Begriff des Geschädigten im zürcherischen Strafverfahren. Es ist willkürlich, in einem Strafverfahren wegen Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit (Art. 261 StGB) den in seinen religiösen Überzeugungen Verletzten nicht als Geschädigten gemäss §§ 40 und 395 Abs. 1 Ziff. 2 der Zürcher Strafprozessordnung anzuerkennen (E. 3). Recht; Recht; Geschädigte; Beschwerde; Religiöse; Rechtlich; Überzeugung; Staatsanwaltschaft; Friede; Verfahren; Glauben; Religiösen; Beschwerdeführer; Überzeugungen; Geschützt; Geschädigten; Mittelbar; Bundesgericht; Geschützte; Staatsrechtliche; Rechtsgut; Interesse; Frieden; Glaubens; Unmittelbar; Geschädigtenstellung; Kanton; Verfahren; Rechtsprechung; Einstellung

Kommentare zum Gesetzesartikel

AutorKommentarJahr
NiggliPraxiskommentar StGB2018
Trechsel, PiethPraxiskommentar StGB2018
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