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Strafgesetzbuch (StGB)

Art. 135 StGB vom 2022

Art. 135 Strafgesetzbuch (StGB) drucken

Art. 135

173

1 Wer Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Gegenstände oder Vorführungen, die, ohne schutzwürdigen kulturellen oder wis­sen­schaftlichen Wert zu haben, grausame Gewalttätigkeiten gegen Men­schen oder Tiere eindringlich darstellen und dabei die elementare Würde des Menschen in schwerer Weise verletzen, herstellt, einführt, lagert, in Verkehr bringt, anpreist, ausstellt, anbietet, zeigt, überlässt oder zugänglich macht, wird mit Frei­heitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

1bis Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft,174 wer Gegenstände oder Vorführungen nach Absatz 1, soweit sie Gewalt­tätigkeiten gegen Menschen oder Tiere darstellen, erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt.175

2 Die Gegenstände werden eingezogen.

3 Handelt der Täter aus Gewinnsucht, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Mit Freiheitsstrafe ist eine Geld­strafe zu verbinden.176

173 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 23. Juni 1989, in Kraft seit 1. Jan. 1990 (AS 1989 2449; BBl 1985 II 1009).

174 Strafdrohungen neu umschrieben gemäss Ziff. II 1 Abs. 16 des BG vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 3459; BBl 1999 1979).

175 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 5. Okt. 2001 (Strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität; Verbot des Besitzes harter Pornografie), in Kraft seit 1. April 2002 (AS 2002 408; BBl 2000 2943).

176 Ausdruck gemäss Ziff. II 1 Abs. 7 des BG vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 3459; BBl 1999 1979). Diese Änd. wurde im ganzen zweiten Buch berücksichtigt.


Dieser Gesetzesartikel ist im Jahr 2022 in Kraft getreten. Es besteht kein Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit/Richtigkeit. Wir verweisen Sie dazu auf www.admin.ch.

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Art. 135 Strafgesetzbuch (StGB) - Anwendung bei den Gerichten

Anwendung im Kantonsgericht

Dieser Gesetzesartikel wurde bei folgenden kantonalen Gerichtsentscheiden referenziert/angewendet (nicht abschliessend):

KantonFallnummerLeitsatz/StichwortSchlagwörter
ZHSB180115öffentlichen Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalttätigkeit etc.Schuldig; Beschuldigte; Beschuldigten; Freiheitsstrafe; Predigt; Verteidigung; Recht; Verbrechen; Gewalttätigkeit; Recht; Aufforderung; Landes; Urteil; Berufung; Erwerb; Erwerbstätigkeit; Gebet; Staatsanwaltschaft; Bewilligung; Bilder; Geldstrafe; Übersetzung; Amtlich; Übrigen; Äusserung; Moschee; Schweiz
ZHSB170070Mehrfacher und teilweise gewerbsmässiger Betrug etc. und WiderrufSchuldigte; Beschuldigte; Position; Privatkläger; Digten; Schaden; Recht; Beschuldigten; Schadenersatz; Urteil; Privatklägerin; Verteidigung; Freiheitsstrafe; Teilweise; Vorinstanz; Delikt; Tivziffer; Adresse; Staat; Dispositiv; Sitivziffer; Positivziffer; Berufung; Recht; Amtlich; Dispositivziffer; Schuld; Amtliche
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Anwendung im Verwaltungsgericht

KantonFallnummerLeitsatz/StichwortSchlagwörter
BSSB.2017.73 (AG.2019.386)ad 1: Brandstiftung, Gewaltdarstellungen, Sachbeschädigung, mehrfacher Betrug, Nötigung, versuchte Nötigung, Ausnützung der Notlage, mehrfache versuchte Ausnützung der Notlage, Förderung der Prostitution, mehrfache versuchte Förderung der Prostitution, Pornografie etd. (Beschwerde beim BG)Berufung; Berufungskläger; Aussage; Mehrfach; Aussagen; Mehrfache; Werden; Erstinstanzlich; Beweis; Halten; Berufungsklägers; Urteil; Erstinstanzliche; Worden; Weiter; Verfahren; Verteidigung; Zeugin; Vorinstanz; Welche; Sachbeschädigung; Dieser; Tänzerin; Anklage; Mehrfachen; Stellt; Protokoll; Versucht; Gemäss; Einvernahme
BSSB.2015.52 (AG.2017.447)mehrfache Verleumdung (planmässig), mehrfache Verleumdung, mehrfache harte Pornografie, Rassendiskriminierung, mehrfache falsche Anschuldigung sowie Irreführung der Rechtspflege (BGer 6B_976/2017 vom 14.11.18)Berufung; Kläger; Berufungskläger; Lehre; Lehrer; Gericht; Ordner; Titel:; Schuldig; Berufungsklägers; Recht; Staatsanwalt; Recht; Staatsanwaltschaft; Akten; Verleumdung; Gerichts; Mehrfache; Urteil; Blogs; Blogch; Person; Bundesgericht; blogspotcom; Vorinstanz; Mobbing; Anschuldigung; Basler; Regie
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Anwendung im Bundesgericht

BGERegesteSchlagwörter
134 III 591 (4A_289/2008)Unterbrechung der Verjährung durch Schuldanerkennung (Art. 135 Ziff. 1 OR). Eine Akontozahlung unterbricht die Verjährung, wenn der Schuldner damit seine Zahlungspflicht im Grundsatz anerkennt und das Bestehen einer Restschuld nicht ausschliesst. Vorbehalte oder Ungewissheit bezüglich der Höhe der Schuld ändern daran nichts (E. 5). Beschwerde; Verjährung; Schuld; Zahlung; Akonto; Beschwerdegegnerin; Akontozahlung; Beschwerdeführerin; Schuldner; Recht; Unterbrechung; Höhe; Abschlagszahlung; Vorinstanz; Anerkennung; Restschuld; Forderung; Schliesst; Betrag; Hinweis; Urteil; Verjährungsunterbrechend; Gläubiger; Leistung; Erkennt; Antrag; Ausschliesst; Unterbrechende; Handelsgericht; Schuldanerkennung
127 IV 122Anstiftung zur Verletzung des Amtsgeheimnisses (Art. 24 Abs. 1, Art. 320 Ziff. 1 Abs. 1 StGB); Rechtfertigung (Art. 27bis StGB, Art. 17 BV, Art. 32 StGB, Wahrnehmung berechtigter Interessen). Zur Verletzung des Amtsgeheimnisses stiftet an, wer wissend, dass der zuständige Bezirksanwalt Angaben über die Vorstrafen von festgenommenen Personen verweigerte, eine Verwaltungsassistentin der Staatsanwaltschaft um entsprechende Auskünfte ersucht, ihr per Fax eine Liste dieser Personen mit der Bitte übermittelt, ihm die entsprechenden Angaben auf Grund der Eintragungen im EDV-Register zu machen, zu dem sie mittels eines Passwortes Zugang hatte, und sie dadurch veranlasst, ihm die geheimen Angaben zukommen zu lassen. Begriff des "Bestimmens" zu einer Straftat (E. 2). Begriff des "Geheimnisses" in Bezug auf Strafen, die in öffentlicher Verhandlung verkündet wurden und in amtliche Register eingetragen sind (E. 3). Anstiftungsvorsatz (E. 4). Die Eröffnung eines Strafverfahrens wegen des Verdachts der Anstiftung zur Amtsgeheimnisverletzung verstösst nicht gegen Sinn und Zweck des Quellenschutzes gemäss Art. 27bis StGB (E. 5a). Eine Anstiftung zur Amtsgeheimnisverletzung lässt sich weder durch die Medienfreiheit noch durch angebliche journalistische Berufspflichten rechtfertigen (E. 5b). Keine Wahrnehmung berechtigter Interessen (E. 5c). Person; Beschwerdeführer; Verwaltungsassistentin; Personen; Vorstrafe; Vorstrafen; Anstiftung; Geheim; Recht; Amtsgeheimnis; Geheimnis; Journalist; Tatsache; Verletzung; Recht; Sachen; Amtsgeheimnisses; Tatsachen; Auskunft; Geheimnisse; Festgenommen; Vorsätzlich; Bezirks; Vorinstanz; Vorsatz; Öffentlichkeit; Interesse; Staats; Liste

Anwendung im Bundesverwaltungsgericht

BVGELeitsatzSchlagwörter
E-4231/2016AsylwiderrufBeschwerde; Beschwerdeführer; Verfügung; Beschwerdeführers; Asylwiderruf; Akten; Rechtsvertreter; Vollmacht; Verwerflich; Urteil; Verfahren; Migration; Angefochtene; Bundesverwaltungsgericht; Sachverhalt; Migrationsamt; Gericht; Gehör; Akten; Taten; Verfügt; Begangen; Rechtlich; Vorinstanz; Handlung; Eingabe; Verfahrens; Wiege; Begangenen

Anwendung im Bundesstrafgericht

BSGLeitsatzSchlagwörter
CN.2022.2Schuldig; Beschuldigte; Beschuldigten; Recht; Kontakt; Berufung; Sicherheit; Besuch; Kammer; Telefon; Sicherheitshaft; Person; Urteil; Verfügung; Verfahren; Bundes; Besuche; Personen; Filter; Hinzufügen; öffnen; Verfahren; Haftanstalt; Entscheid; Stiefsohn; Untersuchung; Untersuchungs; Berufungskammer; Mutter
CN.2021.10Schuldig; Beschuldigte; Beschuldigten; Sicherheit; Kontakt; Sicherheitshaft; Bundes; Berufung; Person; Telefon; Kammer; Verfügung; Besuch; Verfahren; Personen; Untersuchung; Haftanstalt; Urteil; Untersuchungs; Entscheid; Filter; Hinzufügen; öffnen; Besuche; Recht; Zeugen; Bewilligung; BStGer; Telefonat; Entscheide

Kommentare zum Gesetzesartikel

AutorKommentarJahr
Trechsel, FingerhuthPraxiskommentar, Art. 135 StGB N. 22010
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