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Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG)

Art. 12 VwVG vom 2021

Art. 12 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG) drucken

Art. 12 D. Feststellung des Sachverhaltes / I. Grundsatz

D. Feststellung des Sachverhaltes

I. Grundsatz

Die Behörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest und bedient sich nötigenfalls folgender Beweismittel:

a.
Urkunden;
b.
Auskünfte der Parteien;
c.
Auskünfte oder Zeugnis von Drittpersonen;
d.
Augenschein;
e.
Gutachten von Sachverständigen.

Dieser Gesetzesartikel ist im Jahr 2021 (prüfen Sie auf Aktualität) in Kraft getreten. Es besteht kein Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit/Richtigkeit. Wir verweisen Sie dazu auf www.admin.ch.

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Anwendung im Bundesgericht

BGERegesteSchlagwörter
147 II 144 (2C_383/2020)
Regeste
 a Art. 42 Abs. 1 KG ; Art. 6 VwVG ; Unterscheidung zwischen den "von der Untersuchung Betroffenen" und "Dritten" mit Blick auf die Befragung aktueller und ehemaliger Organe eines untersuchungsbetroffenen Unternehmens. Der Begriff der "von der Untersuchung Betroffenen" umschliesst nur die Verfahrensparteien eines Kartellsanktionsverfahrens (E. 4.4). Ob eine Person als Verfahrenspartei zu qualifizieren ist, beantwortet sich nach Art. 6 VwVG (E. 4.5). Personen, die in einem untersuchungsbetroffenen Unternehmen eine Organfunktion bekleiden, verfügen nicht aus eigenem Recht über die Parteistellung; weil sie in diesem Verfahren allerdings eine juristische Person vertreten, der Parteistellung zukommt, sind sie trotzdem als Partei zu behandeln (E. 4.6). Demgegenüber ist ein ehemaliges Organ ein "Dritter" (E. 4.7).
Recht; Organ; Person; Unternehmen; Aussage; Verfahren; Tenetur; Verfahren; Zeuge; Ehemalige; Zeugen; Personen; Partei; Tenetur-Grundsatz; Organe; Nemo-tenetur-Grundsatz; Untersuchung; Recht; Verfahrens; Untersuchungsbetroffene; Urteil; Beschwerde; Vorinstanz; Juristische; Sanktion; Aussageverweigerungsrecht; Rechtliche; Organs; Kartellsanktionsverfahren; Untersuchungsbetroffenen
136 V 117 (8C_84/2009)Art. 44 ATSG; Art. 12 lit. e VwVG; Mitwirkungsrechte bei Begutachtung durch die Rehaklinik Bellikon. Die fachmedizinischen Stellungnahmen der Rehaklinik Bellikon, soweit sie von der SUVA verlangt werden, sind nicht als Gutachten unabhängiger Sachverständiger zu betrachten, weshalb vorliegend Art. 44 ATSG nicht anwendbar ist und sich damit aus dieser Bestimmung auch keine Pflicht zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ergeben kann (E. 3.4).
Regeste b
Art. 10 Abs. 2 und Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 43 Abs. 2 ATSG; Recht auf Selbstbestimmung im sozialversicherungsrechtlichen Abklärungsverfahren. Die SUVA verletzt das Recht auf Selbstbestimmung, welches Teil des Anspruchs auf persönliche Freiheit bildet, und den Anspruch auf rechtliches Gehör, wenn sie die medizinische Begutachtung einer versicherten Person während eines Rehabilitationsaufenthalts durch die behandelnden Ärzte ohne Wissen der Betroffenen anordnet. Die Verpflichtung der SUVA, im Interesse der Versichertengemeinschaft keine nicht geschuldeten Leistungen zu erbringen, wiegt dasjenige der versicherten Person an einer rechtskonformen Abklärung nicht auf. Der Mangel kann im Rechtsmittelverfahren nicht geheilt werden (E. 4.2.2.1 und 4.2.2.2).
Recht; Bellikon; Rehaklinik; Sachverständige; Unfall; Anspruch; Gutachten; Verwaltung; Hinweis; Begutachtung; Medizinische; Person; Abklärung; Gehör; Interdisziplinär; Unabhängig; Gutachter; Hinweisen; Beschwerde; Stellung; Rechtliches; Interdisziplinäre; Ärzte; Unfallversicherung; Unabhängige; Gelte; Rehabilitation; Beurteilung; Stellungnahme

Anwendung im Bundesverwaltungsgericht

BVGELeitsatzSchlagwörter
D-2977/2019Asyl (ohne Wegweisungsvollzug)Beschwerde; Beschwerdeführer; Instanz; Syrische; Vorinstanz; Behörde; Akten; Sachverhalt; Dokument; Syrischen; Anhörung; Verfahren; Beschwerdeführers; Entscheid; Recht; Person; Aufgebot; Flüchtling; Verfolgung; Reichte; Register; Beweis; Verfügung; Reservedienst; Bundesverwaltungsgericht; Werden; Syrie; Behörden; Quellen; Syrien
A-6268/2020GebührenSchlichtung; Verfahren; Beschwerde; Vorinstanz; Gebühr; Verfahrens; Beschwerdeführerin; Kunde; Schlichtungsverfahren; Gebühre; Gebühren; Recht; Kunden; Verfahrensgebühr; Einigung; Bundes; Höhe; Urteil; Mehrwertdienstanbieterin; Bundesverwaltung; Bundesverwaltungsgericht; Streit; Ombudscom; Aufwand; Eintreten; Schlichtungsverfahrens; Fernmelde; BVGer; Partei; Anbieterin

Anwendung im Bundesstrafgericht

BSGLeitsatzSchlagwörter
RP.2016.74Auslieferung an Italien. Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG).Beschwerde; Auslieferung; Recht; Zelle; Beschwerdeführer; Bundes; Organisation; Verfahren; Mitglied; Z-Zelle; Italien; Ndrangheta; Kriminell; Verfahrens; Urteil; Kriminelle; Mitglieder; Urkunde; Schweiz; Entscheid; Verfahrensakten; Italienische; Kriminellen; Italienischen; Bundesstrafgericht; Sachverhalt; Rechtshilfe; Bundesgericht; Barkeit; Urteil
RR.2017.2Auslieferung an Italien. Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG).Beschwerde; Auslieferung; Beschwerdeführer; Zelle; Bundes; Organisation; Verfahren; Verfahrens; Recht; Ndrangheta; Akten; Z-Zelle; Entscheid; Urkunde; Verfahrensakten; Kriminell; Kriminelle; Verfahrensakten; Urteil; Mitglied; Schweiz; Italienische; Italien; Staat; Bundesgericht; Mitglieder; Sachverhalt; Kriminellen; Bundesstrafgericht; Verfahren

Kommentare zum Gesetzesartikel

AutorKommentarJahr
AUER, BINDER Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren VwVG2019
AUER, BINDER Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG]2019
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