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Urteil Verwaltungsgericht (LU)

Kopfdaten
Kanton:LU
Fallnummer:S 94 698
Instanz:Verwaltungsgericht
Abteilung:Sozialversicherungsrechtliche Abteilung
Verwaltungsgericht Entscheid S 94 698 vom 27.04.1995 (LU)
Datum:27.04.1995
Rechtskraft:Diese Entscheidung ist rechtskräftig.
Leitsatz/Stichwort:Art. 9 Abs. 1 UVV. Unfallbegriff bei Weitsprung. Verletzt sich eine im Weitsprung ungeübte und über keine zulängliche Sprungtechnik verfügende Person bei einem missglückten Landevorgang, ist die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors gegeben und es liegt ein Unfall im Rechtssinne vor.
Schlagwörter: Unfall; Körper; Faktor; Bewegung; Weitsprung; Recht; äusseren; Bewegungsablauf; Schlag; Körpers; Ungewöhnlichkeit; Linken; Kniegelenk; Umständen; Faktors; Knorpel; Unmittelbar; Sinnfällige; Überstreckung; Körperbewegung; Sinnfälligen; übliche; Landung; Üblichen; Hinweis; Versicherungsgericht; Rechtsprechung; Eidgenössische; Innere
Rechtsnorm:Art. 6 UVG ;
Referenz BGE:118 V 61; 116 V 138; 112 V 202;
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Entscheid
Die 1965 geborene A arbeitet als Polizeibeamtin und ist in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 10. September 1993 zog sie sich im Korpsturnen eine Verletzung am linken Knie zu, als sie bei einem Weitsprung «hart mit durchgestreckten, geraden Knien» landete und dabei einen Schlag sowie eine Überstreckung des linken Knies mit anschliessenden Schmerzen verspürte. Sie liess in der Folge wegen des Verdachts auf eine Meniskusschädigung bei der SUVA eine Unfallmeldung einreichen. Am 21. Februar 1994 führte Dr. med. B unter anderem eine Kniearthroskopie durch und diagnostizierte eine Knorpelfraktur im lateralen Tibiakopfbereich.

Mit Verfügung vom 9. Mai 1994 lehnte die SUVA einen Anspruch auf Versicherungsleistungen ab, weil weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege. Etwas Aussergewöhnliches, was den Rahmen des Üblichen beim Weitsprung überschreiten würde, habe sich nicht ereignet.

Die dagegen gerichtete Einsprache wurde mit Entscheid vom 27. Juni 1994 abgewiesen. Die unmittelbare Ursache der Beschwerden sei nicht unter speziell sinnfälligen Umständen gesetzt worden. Die Schmerzen seien vielmehr bei einem Weitsprung aufgetreten, ohne dass sich etwas zugetragen hätte, was den Rahmen des bei dieser Sportart Üblichen sprenge. Insbesondere könne das Landen mit gestreckten Beinen nicht als unüblich bezeichnet werden. Aussergewöhnlich gewesen sei lediglich die innere Wirkung eines an und für sich gewöhnlichen Vorfalles, was jedoch rechtsprechungsgemäss nicht als Unfall gelte. Zu Recht unbestritten geblieben sei, dass keine unfallähnliche Körperschädigung vorliege.

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt A die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 27. Juni 1994. Die SUVA sei zu verhalten, ihren Sturz vom 10. September 1993 als Unfall, eventualiter als unfallähnliche Körperschädigung anzuerkennen und für die Folgekosten aufzukommen.

Die SUVA beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.

Aus den Erwägungen:

1. - Zu prüfen ist primär die Frage, ob das Ereignis vom 10. September 1993 als Unfall im Rechtssinne betrachtet werden kann.

Gemäss Art. 9 Abs. 1 UVV gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. Damit wurde im wesentlichen die vom Eidgenössischen Versicherungsgericht in ständiger Rechtsprechung verwendete Definition des Unfalls übernommen (BGE 118 V 61 Erw. 2a mit Hinweisen). Nach der Definition des Unfalls bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Verumständungen in Betracht fallen (BGE 118 V 61 Erw. 2b mit Hinweisen).

2. - ...

3. - Unfreiwilligkeit und Plötzlichkeit des eingetretenen Körperschadens sind unbestritten. Strittig ist einzig, ob dieser auf einen ungewöhnlichen äusseren Faktor zurückzuführen ist.

a) Ein Unfall liegt nur vor, wenn ein äusserer Faktor auf den Körper wirkt. Das Ereignis muss sich in der Aussenwelt zutragen. Die Folgen davon können sich aber unter Umständen ausschliesslich im Körperinnern zeigen. Dies kann bei einem Schlag ohne äusserliche Verletzung der Fall sein. Bei Körperbewegungen gilt der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam «programmwidrig» beeinflusst hat (Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., S. 165f.). Als mittelbare oder unmittelbare Unfallursachen fallen Bewegungen des Körpers mit den damit verbundenen Belastungen verschiedenster Art in Betracht, so z.B. beim Absprung des Weitspringers, der bei dieser Körperbewegung ausrutscht. Mit dem Ausrutschen unmittelbar vor dem Abheben oder beim Abheben vom Boden kommt es zu einer sinnfälligen Veränderung der Körperbewegung gegenüber der Aussenwelt, womit der äussere Faktor gemäss Unfalldefinition gegeben ist. Wenn ein äusserer Faktor beim Beginn der Weitsprungbewegung gegeben sein kann, so ist nicht einzusehen, weshalb er nicht auch beim Abschluss der Weitsprungbewegung eintreten kann. Ein äusserer Faktor bei der Landung ist dann gegeben, wenn die Haltung des Körpers von dem vor der Ausführung des Weitsprungs programmierten Bewegungsablauf erheblich abweicht. Dabei muss von einer Programmwidrigkeit des Bewegungsablaufes gesprochen werden können. Eine solche liegt vor, wenn bei der mit gestrecktem Bein ausgeführten harten Weitsprunglandung ein Schlag auf das Knie einwirkt.

b) Die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors beurteilt sich im Rahmen des jeweiligen Lebensbereiches nach den objektiven Umständen des Einzelfalls (BGE 116 V 138 Erw. 3b). Ob das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit gegeben ist, ist eine Rechtsfrage, wobei nach der Rechtsprechung der aussergewöhnliche Faktor in der Regel aus nicht medizinischen Feststellungen ersichtlich sein muss; der bloss medizinische Nachweis eines Unfalls genügt nicht (SUVA-Jahresbericht 1986 S. 1). Medizinische Feststellungen dienen aber mitunter als Indizien im Beweis für oder gegen das Vorliegen eines Unfalles (RKUV 1990 S. 51 Erw. 2 mit Hinweisen). Der Richter hat bei der Entscheidung, ob im Einzelfall die Ungewöhnlichkeit im Sinn des Unfallbegriffs gegeben ist, einen Beurteilungsspielraum (BGE 112 V 202). Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in ständiger Praxis eine gewöhnliche, in der betreffenden Sportart übliche und unter vertrauten Umständen ausgeführte Bewegung nicht als ungewöhnlichen Faktor anerkannt (vgl. Murer/Stauffer/Rumo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, S. 24ff. zu Art. 6 UVG). Von einem als ungewöhnlich anerkannten programmwidrigen Bewegungsablauf ist umgekehrt dann zu sprechen, wenn von einer unvorhersehbaren, unkoordinierten Bewegung auszugehen ist und insofern das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors zu bejahen ist (RKUV 1993 S. 59f. mit Hinweisen).

c) Der SUVA ist demnach darin beizustimmen, dass es sich bei der Prüfung der Voraussetzungen eines Unfalles primär um eine rechtliche Frage handelt. Demgegenüber sind jedoch auch die medizinischen Feststellungen zu berücksichtigen, sofern aus ihnen Anhaltspunkte zur Beurteilung der Rechtsfrage zu gewinnen sind. Bezüglich der Entstehung der bei A aufgetretenen Verletzung führt Dr. B bereits in seinem Operationsbericht vom 21. Februar 1994 an, das angeschuldigte Ereignis sei geeignet gewesen, ein gesundes Kniegelenk zu verletzen und den lateralen Knorpel einzustauchen. Dr. B zeigt sich in seinen weiteren Stellungnahmen vom 24. August und 22. September 1994 (unter Hinweis auf seine Dissertation und einen Beitrag Muhr, «Der frische Knorpelschaden», im Rahmen einer Publikation anlässlich des 4. Reisensburger Workshops zur klinischen Unfallchirurgie vom 25.-27.9.1975) davon überzeugt, bei der Versicherten sei von einer indirekten Knorpelschädigung auszugehen, welche durch den forcierten Überstreckungsmechanismus im Kniegelenk entstanden sei. Dadurch hätte eine Impressionsschädigung mit Zerstörung der darunter liegenden Knochenstruktur stattgefunden.

Die tatbeständlichen Schilderungen werden durch diese medizinischen Ausführungen bestätigt, welche unwidersprochen geblieben sind. Es ist von einem Überstreckungsmechanismus als wahrscheinlicher Ursache der bei der Beschwerdeführerin aufgetretenen Knorpelschädigung auszugehen.

d) Zu prüfen bleibt, ob eine Überstreckung des Kniegelenkes im vorliegenden Fall als ungewöhnlicher Vorgang im Sinn der Rechtsprechung einzustufen ist, dieser also das Mass des beim Weitspringen Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Dabei ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Beschwerdeführerin diese Sportart - wie auch andere Leichtathletik-Disziplinen - nicht trainiert hatte. Deshalb kann lediglich von einer Person mit guter körperlicher Konstitution ausgegangen werden, für welche sich der übliche Bewegungsablauf beim Weitspringen aber bereits durch kleine Störungen zu verändern vermag.

Die übliche, günstige Flugphase beim normalen Ablauf eines Weitsprunges beinhaltet - kurz vor der Landung - eine optimale Streckung der Beine mit weit vorn-übergebeugtem Oberkörper. Vor Beendigung dieser Phase, unmittelbar vor dem Auftreffen in der Sandgrube, muss der Flug durch ein leichtes Anziehen bzw. Beugen der Beine im Kniegelenk im Hinblick auf den bevorstehenden Bodenkontakt abgebrochen werden, um eine federnde Landung zu ermöglichen (wobei anschliessend teilweise wieder auf die Seite abgestossen wird). Nur so kann auch ein Zurückfallen und damit ein Verlust an Weite vermieden werden. Selbst im Weitsprung ungewohnte Sportler verhalten sich rein vom natürlichen Bewegungsablauf des Sprunges in die Weite her in entsprechender Weise, wobei die einzelnen Bewegungsphasen deutlich weniger ausgeprägt unterschieden werden können als bei einem erfahrenen, regelmässig trainierenden Weitspringer.

Vorliegend fand eine unkoordinierte Bewegung statt, die darin bestand, dass die Beschwerdeführerin unmittelbar vor dem Auftreffen in der Sandgrube mit gestreckten statt mit leicht angezogenen Beinen bzw. gebeugten Kniegelenken zu Boden ging, was die übliche Abfederung der Körperbewegung beim Auftreffen auf dem Boden verunmöglichte und zu einer Überstreckung des linken Kniegelenkes führte. Dieser unvorhersehbare, unkoordinierte Bewegungsablauf stellt zufolge der Programmwidrigkeit zugleich einen ungewöhnlichen Faktor dar (vgl. Maurer, a.a.O., S. 176f.).

4. - a) Die SUVA erklärt in ihrem Einspracheentscheid, für gewisse typische Gesundheitsschäden, welche erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge einer Krankheit, namentlich von vorbestandenen degenerativen Veränderungen eines Körperteiles, innerhalb eines normalen Geschehensablaufes auftreten könnten, müssten die Merkmale des Unfallbegriffes besonders deutlich erfüllt sein. Vor allem müsse die unmittelbare Ursache der Schädigung unter speziell sinnfälligen Umständen (z.B. Sturz, Schlag) gesetzt worden sein, zumal sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nach der Definition des Unfalles nur auf den äusseren Faktor selber und nicht auf dessen Wirkung auf den menschlichen Körper beziehe. Ferner weist die SUVA zu Recht darauf hin, strengen Anforderungen an den Unfallnachweis unterlägen namentlich auch jene Fälle, bei denen sich die Schädigung auf das Körperinnere beschränke, denn ein Unfallereignis manifestiere sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen bestehe. So hatte sich das Eidgenössische Versicherungsgericht z.B. in einem unveröffentlichten Urteil vom 11. Juni 1982 i.S. G. geäussert.

b) Diesen Überlegungen kommt jedoch vorliegend keine entscheidende Bedeutung zu, schliessen doch die beteiligten Ärzte eine krankhafte Genese der Beschwerden aus. Es wird denn auch von der SUVA zu Recht nicht bestritten, dass die Beschwerden als Folge des Weitsprunges aufgetreten sind. Während aber ein heftiger Schlag im eigentlichen Sinn - wie von der SUVA als Beispiel eines äusseren Faktors angeführt - neben einer inneren meistens auch eine äusserlich feststellbare Wirkung zeitigt (d.h. mindestens eine sichtbare Kontusion verursacht), entspricht der «Schlag», den die Beschwerdeführerin verspürte, nicht diesem alltäglichen Sprachgebrauch. Das harte Aufschlagen mit ungewöhnlich gestrecktem Bein löste physikalische Kräfte (Überstreckung des linken Kniegelenkes) mit allein körperinnerer Wirkung (Knorpelschädigung) aus. Bei diesem ebenfalls sinnfälligen Geschehen ist demnach eine körperinnere Wirkung eingetreten, wie sie auch durch einen Schlag von aussen vorstellbar wäre. Die von der SUVA getroffene Unterscheidung, ob ein Schlag von aussen die vorliegende Verletzung verursacht oder von aussen wirkende ungewöhnliche physikalische Kräfte beim ungeschickten Bewegungsabbruch zum gleichen Ergebnis führen, lässt sich nach der Rechtsprechung nicht begründen. Für eine solche rechtliche Differenzierung fehlt es an einer entsprechenden tatbeständlichen Grundlage.

c) Im von der SUVA angeführten unveröffentlichten Urteil vom 11. Juni 1982 i.S. G. hatte das Eidgenössische Versicherungsgericht den Fall eines Hochspringers zu beurteilen. Der von einer Teilruptur der Streckaponeurose am linken Knie betroffene Hobby-Sportler hatte beim normal verlaufenden Absprung während des üblichen intensiven Hochsprungtrainings in der Mitte der linken Kniescheibe einen Stich verspürt, ohne den Sprung abbrechen zu müssen. Im vernehmlassungsweise von der SUVA zitierten unveröffentlichten Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 16. Mai 1991 i.S. A. war über plötzlich auftretende Schmerzen im Kreuzbereich bei einem Skifahrer anlässlich einer Abfahrt zu befinden. Dieser fuhr in einem steilen, buckligen Pistenabschnitt mit hohem Tempo in eine Wellenmulde. Bei der Ausfahrt und dem Aufrichten auf der Welle verspürte er in der Folge eine Blockade im Rücken.

d) Beide Sachverhalte lassen sich mit dem zu beurteilenden in mehrfacher Hinsicht nicht vergleichen. Im Gegensatz zum vorliegenden Fall mangelte es bei beiden bereits an einem äussern Faktor. Es handelte sich ausserdem um programmgemässe Bewegungsabläufe. Für einen geübten Skifahrer ist das Wellenfahren, auch bei einer stark ausgeprägten und mit hohem Tempo durchfahrenen Welle, nicht ungewöhnlich. Der regelmässig trainierende Hochspringer, welcher während normal verlaufendem Absprung in der linken Kniescheibe einen Stich verspürte, hatte bei seinem programmgemässen Bewegungsablauf - vom Stich als blosser Wirkung dieses Bewegungsablaufes abgesehen - nichts Aussergewöhnliches geltend gemacht.

Die Argumentation der SUVA vermag deshalb nicht zu überzeugen. Es leuchtet, wie bereits gesagt, nicht ein, weshalb eine Fehlhaltung des Körpers in sinnfälligen äusseren Umständen begründet sein kann, wenn der Weitspringer beim Absprung ausrutscht, nicht aber, wenn in nicht programmierter Art und Weise eine Fehlhaltung des Körpers während der Flugbewegung im Hinblick auf die Landung eintritt und zufolge eines unkoordinierten Bewegungsablaufes eine sinnfällige Veränderung zwischen Kör-per und Aussenwelt gegeben ist. Der Umstand, dass die Landungen selbst bei geübten Sportlern oft unterschiedlich ablaufen, steht dieser Betrachtungsweise nicht entgegen. Beim missglückten Landevorgang wegen offenbar fehlender Koordinationsfähigkeit und Beweglichkeit während der Flugphase sowie ungenügenden Sprunggefühls der im Weitsprung ungeübten und über keine zulängliche Sprungtechnik verfügenden Polizeibeamtin wird der Rahmen des Üblichen und Alltäglichen gesprengt. Damit ist auch die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors zu bejahen.

Die Bejahung eines Unfalles führt zur Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides.
Quelle: https://gerichte.lu.ch/recht_sprechung/publikationen
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