Voransicht der Verwaltungsgerichtsentscheide nach Jahr

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FallnummerInstanzDatum - Leitsatz/StichwortSchlagwort (gekürzt)
21 07 81Obergericht14.08.2007 - Art. 59 ff. StGB und Ziff. 2 Abs. 1 der Schlussbestimmungen der Änderungen vom 13. Dezember 2002. Bei der Überprüfung altrechtlicher Verwahrungen ist einzig zu klären, ob bei diesen die Voraussetzungen für eine therapeutische Massnahme nach Art. 59 ff. StGB gegeben sind. Werden die Voraussetzungen nicht erfüllt, ist die Verwahrung nach neuem Recht weiterzuführen.

Verwahrung; Recht; Schlussbestimmungen; Voraussetzungen; Verfahren; Entlassung; Gesuch; Vollzugs; Verwahrungen; Massnahme; Gesetzgeber;
KA 07 60Obergericht14.08.2007 - § 115 StPO; Art. 71 StGB. Bei der Beschlagnahme bzw. der Grundbuchsperre ist der Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu beachten.

Grundbuchsperre; Angeschuldigte; Grundstück; Ersatzforderung; Schmid; Verfügung; Beschlagnahme; Grundsatz; Verhältnismässigkeit;
11 07 72Obergericht13.08.2007 - Art. 257d OR. Die Zahlungsaufforderung ist dann rechtmässig, wenn der Betrag einwandfrei bestimmbar ist, etwa durch Angabe des unbezahlt gebliebenen Monates und den bisherigen Zahlungsmodus der Parteien.

Zahlung; Kündigung; Beklagten; Ausweisung; Miete; Entscheid; Ausweisungs; Instanz; Sicherheit; Zahlungsaufforderung; Frist;
11 06 168Obergericht13.08.2007 - Art. 216c OR; Art. 42 ff. BGBB. Für das Vorkaufsrecht des Pächters gilt ausschliess-lich der allgemeine Vorkaufsfall des Art. 681 ZGB i.V.m. Art. 216c OR. Eine gemischte Schenkung gilt nicht als Vorkaufsfall. Auf den erweiterten Vorkaufsfall im Sinne der Art. 42 - 48 BGBB können sich grundsätzlich nur die in Art. 42 BGBB genannten Verwandten des Veräusserers berufen.

Vorkaufsfall; Vorkaufsrecht; Grundstück; Pächters; Vorkaufsfalls; Schenkung; Sinne; Veräusserers; Pächterin; Grundstücks; Beklagten;
11 07 37Obergericht09.08.2007 - § 18 Abs. 1 ZPO; § 3 Abs. 1 KoV. Streitwertbestimmung: Der Richter darf die Rechtsbegehren der Parteien anhand deren Begründung auslegen. Wenn sich der so ermittelte Streitwert nicht mit dem wirtschaftlichen Interesse der Parteien deckt, ist dieses als Streitwert massgebend.

Streit; Streitwert; Interesse; Liegenschaft; Klage; Parteien; Teilung; Franken; Interessenwert; Zivilprozess; Vorinstanz; Rechtsbegehren;
SK 07 17Obergericht09.08.2007 - Art. 80 Abs. 2 SchKG. Für eine vor Kriminalgericht bestätigte Anerkennung einer Zivilforderung ist die definitive Rechtsöffnung zu erteilen.Forderung; Urteil; Rechtsöffnung; Kriminalgericht; SchKG; Anerkennung; Beklagten; Zivilforderung; Urteils; Gericht; Prozess; Vergleich;
KA 07 67Obergericht09.08.2007 - § 66 StPO. Das Recht auf Akteneinsicht umfasst nicht auch das Recht auf Anfertigung und Zustellung von Fotokopien der Akten.Akten; Recht; Fotokopie; Fotokopien; Parteien; Akteneinsicht; Angeschuldigte; Anfertigung; Zustellung; Gesuch; Angeschuldigten; Kopie;
22 07 84Obergericht06.08.2007 - Art. 137 ZGB. Abänderungsentscheide nach Art. 137 ZGB können grundsätzlich frühestens auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung in Kraft gesetzt werden. Aus ganz besonderen Gründen, insbesondere bei treuwidrigem Verhalten einer Partei, ist eine ausnahmsweise weitergehende Rückwirkung zulässig.Gesuchs; Gesuchsgegnerin; Unterhalt; Einkommen; Zeitpunkt; Gesuchsteller; Unterhaltsbeitrag; Abänderung; Gesuchseinreichung; Gründen;
21 07 78Obergericht26.07.2007 - Art. 89 Abs. 1 StGB. Sachliche Zuständigkeit für die Rückversetzung in den Strafvollzug nach erneuter Straffälligkeit.

Entscheid; Obergericht; Recht; Rückversetzung; Vollzug; Entlassung; Probezeit; Bestimmungen; Vollzug; Urteil; Freiheitsstrafe; Vollzugs;
22 07 73Obergericht19.07.2007 - Art. 175 ZGB. Einzige Voraussetzung für die Bewilligung des Getrenntlebens ist der unverrückbare Trennungswille.Getrenntleben; Scheidung; Ehegatte; Voraussetzung; Haushalt; Voraussetzungen; Getrenntlebens; Trennungswille; Ehegatten; Scheidungsrecht;
22 07 32.1Obergericht17.07.2007 - Art. 125 ZGB. Auch scheidungsbedingte Nachteile können unter Umständen einen Unterhaltsanspruch bewirken.Unterhalt; Gesundheit; Unterhaltspflicht; Solidarität; Unterhaltsanspruch; Kriterien; Alter; Gesundheitszustand; Beklagten; Arbeitsmarkt;
22 07 32.2Obergericht17.07.2007 - § 134 ZPO. Ein Gesuch um UR vor erster Instanz darf auch dann nicht als gegenstandslos abgeschrieben werden, wenn die in unentgeltlicher Rechtspflege prozessierende Partei nicht kostenpflichtig wird.Rechtspflege; Gesuch; Instanz; ======================================================================; Amtsgericht; Scheidungsurteil;
11 06 143Obergericht29.06.2007 - Art. 14 Abs. 3 VVG. Der Kreis der Drittpersonen ist in Art. 14 Abs. 3 VVG abschliessend definiert und kann nicht auf irgendwelche "faktischen" Beziehungen ausgedehnt werden.Fahrzeug; Bruder; Beklagten; Person; Versicherungsnehmer; Verhalten; Drittperson; Leasing; Leistung; Kreis; Drittpersonen; Ehemann;
11 07 49Obergericht29.06.2007 - § 266 lit. a ZPO; Art. 274 ff. OR. Der Nichtigkeitsgrund der Verletzung materiellen Rechts ist nur erfüllt bei willkürlicher Auslegung einer Willenserklärung oder willkürlicher Anwendung einer Rechtsnorm. Ein Einigungsversuch vor der Schlichtungsbehörde für Miete und Pacht ist auch notwendig, wenn die Vermieterin den Mieter gestützt auf Art. 41 OR für Schaden belangt, der im Rahmen der Benützung des Mietobjekts verursacht wurde.

Recht; Schaden; Miete; Amtsgericht; Vorinstanz; Sinne; Verletzung; Benützung; Amtsgerichtspräsident; Anspruch; Streitigkeit;
21 07 21Obergericht13.06.2007 - Art. 3 Abs. 4 OHG; Art. 41 und 51 Abs. 1 OR. Von der kantonalen Opferhilfestelle vorschussweise bezahlte Kosten für Leistungen der Beratungsstellen und Soforthilfe Dritter nach Art. 3 Abs. 4 OHG sind in der Regel unentgeltlich und können durch das Opfer mangels ungedeckter Schadensposition gegen den Angeklagten nicht erfolgreich adhäsionsweise durchgesetzt werden.

Opfer; Opferhilfe; Schaden; Opferhilfestelle; Angeklagte; Privatklägerin; Opfers; Recht; Schadens; Leistungen; Angeklagten; Gunsten;
SK 07 37Obergericht11.06.2007 - Art. 31 Abs. 2 SchKG; Art. 36 LugÜ. Berechnung der Monatsfrist zur Einreichung des Rechtsbehelfs gegen einen Entscheid über die Vollstreckung eines ausländischen Urteils.Wohnsitz; Frist; Entscheid; Beklagten; Ehemann; LugÜ; Rekurs; Recht; Bundesgericht; Urteil; London; Berechnung; Rekursfrist;
21 07 51Obergericht05.06.2007 - §§ 60 Abs. 1, 78 und 261 Abs. 1 Ziff. 1 StPO. Die Edition von Steuerunterlagen kann zur Klärung der finanziellen Situation des Täters für die Bussenbemessung eine zweckmässige und angemessene Massnahme sein.Amtsstatthalter; Busse; Abklärung; Behandlung; Edition; Situation; Täters; Bemessung; Verhältnisse; Gesetzes; Steuererklärung;
22 07 11Obergericht04.06.2007 - Art. 215 ZGB. Die Verrechnung der Vorschlagsbeteiligung mit nichtgüterrechtlichen Forderungen ist grundsätzlich möglich.Forderung; Forderungen; Ehemann; Verrechnung; Ehefrau; Forderungen; Schulden; Ehegatten; Beteiligungsforderung; Recht; Amtsgericht;
11 07 48.1Obergericht23.05.2007 - Art. 738 ZGB; Art. 18 Abs. 1 OR. Auslegung eines Dienstbarkeitsvertrages.Stockwerk; Untergeschoss; Beklagten; Baugesetz; Stockwerke; Grundstück; Untergeschosse; Stadt; Geschoss; Gebäude; Auslegung; Klägers;
11 07 48.2Obergericht23.05.2007 - Art. 738 ZGB und Art. 18 Abs. 1 OR. Auslegung eines Dienstbarkeitsvertrages.

Beklagten; Stockwerk; Untergeschoss; Grundstück; Baugesetz; Stockwerke; Stadt; Auslegung; Luzern; Klägers; Untergeschosse; Bundesgericht;
21 07 36Obergericht16.05.2007 - Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 70 Abs. 5 StGB. Die Möglichkeit nach Art. 70 Abs. 5 StGB, den Umfang der einzuziehenden Vermögenswerte zu schätzen, entbindet den Richter nicht von seiner Pflicht, den ermittelten Schätzbetrag rechtsgenüglich zu begründen.Schätzung; Einziehung; Rekurrentin; Entscheid; Amtsstatthalteramt; Vermögensvorteil; Werbe; Möglichkeit; Niklaus; Schmid; Gehör;
22 07 38Obergericht14.05.2007 - Art. 137 Abs. 2 ZGB. Es fällt nicht in die Kompetenz des Massnahmegerichts im Scheidungsprozess, ein umstrittenes gesellschafts- oder forderungsrechtliches Verhältnis zwischen den Parteien oder zwischen ihnen und Drittpersonen verbindlich zu regeln bzw. bei Liquidität der Verhältnisse im Befehlsverfahren nach § 226 ZPO ein vertragswidriges Verhalten einer Partei zu unterbinden oder ein vertragskonformes Verhalten zu erzwingen.Partei; Firma; Massnahme; Parteien; Befehlsverfahren; Gesuchsgegner; Scheidungsprozess; Verfahren; Verhältnis; Begehren; Rechtsvertreter;
22 07 5Obergericht07.05.2007 - Art. 8 ZGB. Mitwirkungspflicht des Unterhaltsschuldners bei der Abklärung des Sachverhalts. Methode für die Berechnung des nachehelichen Unterhalts.Unterhalts; Methode; Berechnung; Gesuchsteller; Gericht; Ehegatte; Schwenzer; Existenzminimum; Ermessen; Mitwirkungspflicht; Abklärung;
11 07 13Obergericht27.04.2007 - Art. 337 OR. Die Abmahnung hat Rüge- und Warnfunktion. Eine generelle Warnung im Arbeitsvertrag ersetzt die im Einzelfall auszusprechende Warnung nicht. Bedeutung einer Mahnung, der Arbeitnehmer müsse sich binnen einer gewissen Frist bessern.

Arbeit; Arbeitnehmer; Kündigung; Abmahnung; Verhalten; Arbeitsverhältnis; Entlassung; Warnung; Verwarnung; Warnfunktion; Arbeitgeber;
21 06 190Obergericht24.04.2007 - Art. 2 Abs. 2 StGB. Übergangsrechtliche Frage der Anwendung des revidierten Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuchs. Zur Beurteilung des milderen Rechts ist im konkreten Fall zu prüfen, nach welchem Recht der Täter für die zu beurteilende Tat besser wegkommt.Recht; Täter; Freiheitsstrafe; Gesetzbuchs; Beurteilung; Angeklagte; Urteil; Vergewaltigung; Zuchthaus; Obergericht; Inkrafttreten;
SK 06 148Obergericht12.04.2007 - Art. 81 Abs. 2 SchKG. Gehörige Vorladung im Sinne von Art. 81 Abs. 2 SchKG setzt tatsächliche Zustellung der verfahrenseröffnenden Verfügung voraus.SchKG; Sinne; Zustellung; Verfahren; Beklagten; Adressat; Vorladung; Rechtsöffnung; Gerichtsurkunden; Zeitpunkt; Empfang; Sendung;