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Urteil Kantonsgericht (SZ)

Zusammenfassung des Urteils STK 2020 9: Kantonsgericht

Das Kantonsgericht hat entschieden, dass die Berufung des Beschuldigten im Fall des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand als durch Verzicht auf Berufungserklärung erledigt abgeschrieben wird. Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten von CHF 300 gehen zu Lasten des Staates. Gegen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen Beschwerde beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Der Richter in diesem Fall war Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann.

Urteilsdetails des Kantongerichts STK 2020 9

Kanton:SZ
Fallnummer:STK 2020 9
Instanz:Kantonsgericht
Abteilung:Präsidial
Kantonsgericht Entscheid STK 2020 9 vom 02.03.2020 (SZ)
Datum:02.03.2020
Rechtskraft:In Rechtskraft
Leitsatz/Stichwort:vorsätzliches Fahren in fahrunfähigem Zustand
Schlagwörter : Berufung; March; Urteil; Kantonsgerichtsvizepräsident; Beschuldigte; Zustand; Staatsanwaltschaft; Einzelrichters; Bezirksgericht; Dispositiv; Berufungserklärung; Kommentar; Verzicht; Gerichtskosten; Staates; Bundesgericht; Vorinstanz; Verfügung; Mitwirkend; Heizmann; Sachen; Beschuldigter; Berufungsführer; Postfach; Rathausplatz; Lachen; Anklagebehörde
Rechtsnorm:Art. 386 StPO ;Art. 399 StPO ;Art. 42 BGG ;
Referenz BGE:138 IV 157;
Kommentar:
-

Entscheid des Kantongerichts STK 2020 9

STK 2020 9 vorsätzliches Fahren in fahrunfähigem Zustand

Verfügung vom 2. März 2020
STK 2020 9


Mitwirkend
Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann.

In Sachen
A.__,
Beschuldigter und Berufungsführer,

gegen

Staatsanwaltschaft March, Postfach 162, Rathausplatz 1, 8853 Lachen,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin B.__,



betreffend
vorsätzliches Fahren in fahrunfähigem Zustand
(Berufung gegen das Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. November 2019, SEO 2019 10);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:
- dass der Beschuldigte gegen das im Dispositiv eröffnete Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. November 2019 am 20. Dezember 2019 fristgerecht Berufung anmeldete (Art. 399 Abs. 1 StPO) und ihm das begründete Urteil am 31. Januar 2020 zugestellt wurde;
- dass innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO, welche am 20. Februar 2020 endete, keine Berufungserklärung einging;
- dass die Befristungen für Berufungsanmeldung und -erklärung Gültigkeitsvorschriften sind, sodass zur gültigen Einlegung einer Berufung der diesbezügliche Wille zweimal zu erklären ist, abgesehen vom Fall, in welchem ein Urteil direkt begründet zugestellt wird (BGE 138 IV 157 , E. 2.1 f.; Luzius Eugster, in: Basler Kommentar StPO, 2. Auflage, Art. 399 N 1 StPO; Markus Hug, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Art. 399 N 10 f.; a.M. Schmid StPO PK, Art. 399 N 10 f. und 403 N 4);
- dass damit die Berufung zwar angemeldet, aber nicht erklärt wurde, was auf einen nachträglichen Verzicht hinausläuft, weshalb praxisgemäss nicht nach Art. 403 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 StPO zu verfahren, sondern die Berufung im Verfahren nach § 40 Abs. 2 JG (i.V.m. § 41 Abs. 1 JG) präsidial abzuschreiben ist (Art. 386 StPO und STK 2012 22 vom 7. Mai 2012);
- dass die Gerichtskosten der zweiten Instanz bei diesem Ausgang zu Lasten des Staates gehen und Entschädigungen mangels Aufwands nicht zu sprechen sind;-
verfügt:
1. Die Berufung wird als durch Verzicht auf Berufungserklärung erledigt abgeschrieben.
2. Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 300.00 gehen zu Lasten des Staates.
3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.
4. Zufertigung an den Beschuldigten (1/R), die Oberstaatsanwaltschaft (1/R), die Staatsanwaltschaft March (1/A), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten; zum Vollzug und zur Erstattung der Meldungen an das Verkehrsamt und an die KOST) sowie an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).
Der Kantonsgerichtsvizepräsident




Versand
2. März 2020 kau
Quelle: https://www.kgsz.ch

Bitte beachten Sie, dass keinen Anspruch auf Aktualität/Richtigkeit/Formatierung und/oder Vollständigkeit besteht und somit jegliche Gewährleistung entfällt. Die Original-Entscheide können Sie unter dem jeweiligen Gericht bestellen oder entnehmen.

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