Urteilsdetails des Bundesstrafgerichts
Instanz: | Bundesstrafgericht |
Abteilung: | Beschwerdekammer: Rechtshilfe |
Fallnummer: | RR.2015.316 |
Datum: | 09.05.2016 |
Leitsatz/Stichwort: | Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). |
Schlagwörter | Bundesstrafgericht; Rechtshilfe; Bundesstrafgerichts; Beschwerdekammer; Entscheid; Apos;; Tribunal; Rechtsanwalt; Andreas; Forrer; Sachen; Herausgabe; Verfahren; Verfahren; Gerichtsschreiber; Bundesanwaltschaft; Rechtshilfeersuchen; Einvernahme; Hausdurchsuchung; Rückzugs; Entscheide; Gerichtsgebühr; Anrechnung; Kostenvorschuss; Bundesstrafgerichtskasse; Gebiet; énal; édéral |
Rechtskraft: | Kein Weiterzug, rechtskräftig |
Rechtsgrundlagen des Urteils: | Art. 63 VwVG ;Art. 84 BGG ; |
Kommentar: | - |
Entscheid des Bundesstrafgerichts
| Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal | |
| Geschäftsnummer: RR.2015.316 |
| Entscheid vom 9. Mai 2016 | ||
| Besetzung | Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Tito Ponti und Cornelia Cova , Gerichtsschreiber Miro Dangubic | |
| Parteien | A. , vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Forrer, Beschwerdeführer | |
| gegen | ||
| Bundesanwaltschaft, Beschwerdegegnerin | ||
| Gegenstand | Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG ) | |
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass
- die deutschen Strafverfolgungsbehörden gegen A. ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstosses gegen das Verbot von Insidergeschäften führen (act. 1.4);
- in diesem Zusammenhang die deutschen Behörden mit Rechtshilfeersuchen vom 17. Januar 2014 an die Schweiz gelangten und um Durchsuchung von Räumlichkeiten sowie die Einvernahme des Obgenannten ersuchten (act. 1.3);
- die Bundesstaatsanwaltschaft (nachfolgend "BA") dem Rechtshilfeersuchen mit Eintretensverfügung vom 24. Februar 2014 entsprach; die BA gleichentags eine Hausdurchsuchung bei A. anordnete und diesen am 25. Februar 2014 durch die Bundeskriminalpolizei einvernehmen liess (act. 1.2);
- mit Schlussverfügung vom 17. November 2015 die BA die Herausgabe des Einvernahmeprotokolls vom 25. Februar 2015 sowie der bei der obgenannten Hausdurchsuchung sichergestellten Unterlagen verfügte (act. 1.2);
- A., vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Forrer, dagegen am 18. Dezember 2015 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts erhob (act. 1);
- der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 4. Mai 2016 mitteilte, dass er seine Beschwerde zurückziehe (act. 14);
- das Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abzuschreiben ist;
- der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG die Gerichtskosten zu tragen hat (Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2007.4 vom 6. März 2007 und RR.2007.70 vom 30. Mai 2007);
- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 500.-- anzusetzen ist, unter Anrechnung des entsprechenden Betrags am geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.--; die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, dem Beschwerdeführer Fr. 4'500.- zurückzuerstatten (vgl. Art. 8 Abs. 3 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren; SR 173.713.162).
Demnach erkennt die Beschwerdekammer:
1. Das Verfahren RR.2015.316 wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abgeschrieben.
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, unter Anrechnung des entsprechenden Betrages aus dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, dem Beschwerdeführer den Restbetrag von Fr. 4'500.-- zurückzuerstatten.
Bellinzona, 10. Mai 2016
Im Namen der Beschwerdekammer
des Bundesstrafgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber :
Zustellung an
- Rechtsanwalt Andreas Forrer
- Bundesanwaltschaft
- Bundesamt für Justiz Fachbereich Rechtshilfe
Rechtsmittelbelehrung
Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).
Bitte beachten Sie, dass keinen Anspruch auf Aktualität/Richtigkeit/Formatierung und/oder Vollständigkeit besteht und somit jegliche Gewährleistung entfällt. Die Original-Entscheide können Sie unter dem jeweiligen Gericht bestellen oder entnehmen.
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